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Gedichte über Energie - & Seelenvolles - Seite 951


Electric Thunderstorm

Blitz und Donner

Ungefähr vor vierzig Jahren
Die Geschichte gehört wohl zu den wahren
Wandelte ich bei Nacht
Wohl nicht all zu sehr bedacht

Über Feld und Flur
Entlang der Straße Spur
Und sann in meinem Hirne
Führte hinter meiner Stirne

Gedanken die recht kühn
Bis in tiefste Tiefen grün
Ich schritt aus dunklem Tal bergan
Energisch, ... zügig kam ich voran

Böschungen und steile Wiesen
Bäume rechts, so groß wie Riesen
Es war windig, aber nicht sehr kühl
Die Gleichmut erfasste mein Gefühl

Sterne, Mond, das Firmament
Von Wolkenmassen schnell verdrängt
Tropfen fielen beinah nicht
Der Himmel zog wohl zu Gericht

Ein Säuseln hier, ein Windstoß da
Ich in meine Tiefe sah
Die Stimmung in mir ungetrübt
Asketengleich war ich geübt

Ich fragte mich, geht das noch gut
Verlässt dich gleich der gute Mut
Dann schlag doch ein du guter Geist
Wie Du doch deine Macht beweist

Ich kleiner Mensch ich weiß von dir
Bin doch dir nur eine Zier
Freunde sind wir, mach mich stark
Es wurde um mich dunkel, dark

Ich spürte wie ringsum um mich
Meine Ängste, die rein äußerlich
Nicht wirklich waren, wie sie erschreckten
Als wahre Kräfte sie schelmich neckten

Ich schaute etwas rechts nach oben
Zu Blitz und Donner, fest verwoben
Erinner ich mich an den Moment zurück
Seh ichs von links ein gutes Stück

Wochen später dann bei Tage
Schonte ich des Sehens Gabe
Wandelte über eine Wiese hin
Gedanklich froh und erfüllt im Sinn

Die Augen schloss ich sah nicht viel
Es schien mir erst kein leichtes Spiel
Das Ziel, ein Kleeblatt aufzufinden
Um es mir als Trophäe anzubinden

Ich hielt dann irgendwo- und wann
Mein Schreiten plötzlich an
Kniete mich dann hernieder
Fand Gesuchtes sogleich wieder

Der Blätter Zahl
recht ungewöhnlich
Des Schicksals Wahl
Für mich versöhnlich ...


© Auris cAeli
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Wege

Ich finde Wege! Für das Leben. Für
die Träume. Für die Liebe. Tag für
Tag. Als Spiel. Als Reise. Als Stille.
Ich bin da!

So wird es sein! Ich finde Wege. Ich
lebe. Ich sehe. Ich liebe. Und rede.
Und denke. Und höre. Und sehe
klar. Ich bin da!

Es gibt mich! Ich fühle. Ich lache.
Ich fliege. Ich atme. Und gehe. Ich
finde Wege. Und lerne. Und tanze.
Ich bin da!

Sieh mich an! Ich singe. Ich liebe.
Ich male. Ich finde Licht. Ich gebe.
Ich helfe. Ich bete. Ich finde Wege.
Ich bin da!

Ich finde Wege. Für die Worte. Für
den Kunst. Für die Welt. Für den
Tag. Als Stern. Als Fest. Als Lied.
Ich bin da!

(C)Klaus Lutz


Beschreibung des Autors zu "Wege"

Hallo!

Ich bin am Ende. Alles ist weg.
Meine Phantasie. Mein Humor.
Meine Kraft. Mein Denken.
Alles ist weg. Sicher" Ich atme
noch. Ich lebe noch Ich fühle noch
Ich liebe noch. Aber sonst ist alles
weg. Meine Zuversicht. Meine
Hoffnung. Mein Glaube. Meine
Ideen. Meine Pläne. Es ist alles weg.
Ich bin ein Bettler. Ich bin besiegt.
Ich bin leer und einsam. Ich bin
Allein und verloren. Ich bin
zerstört. Denn alles ist weg. All
Meine Träume. All meine
Märchen. All meine Phantasien.
All meine Sonnen und Engel. All
meine Vertrauen und Wissen. Alles
ist weg. Das ganze Leben. Der Wille
und die Kraft. Die Kunst und das
Morgen. Die Zeit und das Paradies.
Es ist alles weg. Nur ich bin noch da.
Stehe hier mitten im Nichts. Dem
Leben ohne Sprache. Dem Leben
ohne Freude. Dem Leben ohne
Heimat. Dem Leben ohne Wurzeln.
Und weiss es: Alles ist weg. Es gibt
nur noch das Hier und jetzt. Und
alles andere ist Glück. Denn ich bin in
Wahrheit nicht mehr da. Ich bin in
Wahrheit im Nirgendwo. Da wo die
Reise jedes Ziel verliert. Und es nur
noch Schritte gibt. Ohne das Wissen
wohin. Mit der Erkenntnis: Alles ist
weg. Und es gibt keinen Neuanfang.
Denn es gibt keine Kraft mehr!

(C)Klaus Lutz
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