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Gedichte über Energie - & Seelenvolles - Seite 952


Der Spiegel der Sonne - Eine kurze Geschichte mit Gedicht

Ich war allein !
Die Welt schien auf mich herabzublicken, mich zu umschliessen, einzuengen und zu erdrücken:
"Was kann ich schon tun ?" fragte ich mich und blickte ängstlich umher.
"Erst einmal durchatmen und zur Ruhe kommen !"
Ich beschloß einen ausgiebigen Spaziergang zu unternehmen, um meine Gedanken zu klären.
In einem kleinen Park ging ich so niedergeschlagen, mit gesenktem Kopf, über den schmalen Fußweg.
Schwer beladen mit den Problemen dieser Welt, die von allen Seiten auf mich einwirkten, schaute ich intuitiv nach oben.
Am Nachmittag bewegte ein kühler Wind die Bäume, so dass ihre Äste leicht schwankten.
Schwer zogen großflächig, dunkle Wolken behäbig über den Himmel.
Kleine blaue Stellen schenkten ihm ein paar verstreute Farbflecken.
So grau und dunkel, wie im Moment das Wetter war, fühlte ich mich auch.
Dann sah ich ihn !
Ein Mann kam mir, anmutig mit elegantem Auftreten, entgegen.
Ein Lächeln, das mir unwirklich erschien, ließ mich zurückschrecken.
Ich weiß nicht, was es war, doch er schien von innen heraus zu leuchten.
Seine offenen Augen, die ebenfalls zu lächeln schienen, unterstrichen diesen Eindruck.
So kam er mir näher.
Er schaute mich, direkt und sicheren Blickes, an.
Ein freundlich warmes, unaufdringliches "Moin" kam über seine Lippen.
Ich entgegnete mit einem kalten Unterton: "Hallo" und ging im weiten Bogen um ihn herum.
Misstrauisch blickte ich ihn an und dann schaute ich schnell weg.
Ablehnung stieg in mir auf.
Er ging mit festem Schritt weiter seines Weges. Auch als ich ihm hinterher blickte, spürte ich, dass er immer noch lächelte.
Dann ging ich um eine Ecke und er war nicht mehr zu sehen.
"Warum ?" schoss ein Gedanke in mich.
"Warum nur fühlte ich mich eben unbehaglich und ihm abgeneigt ?" fragte ich mich.
Ich überlegte und reflektierte in Gedanken meine Gefühle:
"Ich vermute, dass ich bei meiner miesen Laune eine gute einfach nicht vertragen kann.
Doch wenn ich so fühle und so auf andere wirke, trage ich dann nicht das Dunkle in die Welt ?
Fühle ich mich dann nicht zum Dunklen hingezogen, anstelle zum Lichtvollen ?"
Ich schaute prophetisch nach oben.
Plötzlich bahnte sich die Sonne ihren Weg und schien mir direkt in die Augen.
Für einen kurzen Augenblick war ich verwirrt und überrascht zugleich.
Die Sonne schien mir einen Gedanken einzuflüstern:
"Sei ein Spiegel meiner selbst!" hörte ich sie sagen und
"Erinnere Dich an mein Licht in der Dunkelheit!"
Ich spürte eine innere Erregung.
Wurde ich soeben von meiner Muse geküsst ?
Die Niedergeschlagenheit war wie weggewischt.
Eine neue Idee war auf dem Weg durch den Geburtskanal meiner Gedanken.
Die Idee formte sich und überwand die Teilnahmslosigkeit und Resignation, die mich fest im Griff zu haben schien:
Ich wollte werden wie der lächelnde Mann!
Ich wollte ein "Spiegel der Sonne" werden und damit Glück und Freude in die Welt tragen.
Allein meine Präsenz sollte die Menschen in meinem Umfeld erfreuen und damit ihren Weg in Richtung eines lichteren lenken.
Ich will ansteckend sein: Ein Virus der Liebe und des Lichts !
"Das ist die Antwort auf die Frage !" sagte eine innere Stimme in mir.
"Ja ! .. tatsächlich ! .. Das war die Antwort !
Das kann ich tun .. und ich werde es tun!" gab ich mir selbst ein Versprechen.
Ich schaute noch einmal kurz in die Sonne um mir Ihr Licht einzuprägen.
Jedoch nur so lange, wie ich es riskieren konnte in sie zu blicken, ohne meine Augen zu schädigen.
Also sehr kurz!
Dann ging ich schnellen Schrittes nach Hause.
Sofort setzte ich mich vor meinen Computer und suchte nach einer Halskette mit Sonnenanhänger.
Nach einigem Suchen fand ich eine sehr schöne, die zu mir passte und bestellte sie.
"Dazu .." so dachte ich ".. werde ich mir noch ein passendes Gedicht ausdenken,
mit Bildern verzieren, ausdrucken und eingerahmt im Sichtbereich aufhängen.
Jeden Tag werde ich meinen Wunsch pflegen, bis ich das werde, was ich sein will !
Damit werde ich zu einem guten Vorbild für andere und die Welt zum Guten verändern !"
Dann nahm ich mir mein Notizbuch und schrieb das Gedicht:


Ein Blick in die Sonne
für einen Augenblick
Eine kurze Zeitspanne
für ein langes Glück

Es wird die Erinnerung an dieses Bild
zu meinem Schwert und Schild

In meinem Herzen
tausend Kerzen
die in mir erstrahlen
und als helles, inneres Licht
in mein Gesicht
ein liebevolles Lächeln malen

So werde ich voller Freud' und Wonne
zu einem Spiegel der Sonne!

© jogdragoon
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Der Motor der Liebe - Eine Geschichte mit Gedicht

Die Liebe zog, wie eine sich auflösende Nebelwolke, aus ihrem Herzen.
Ihr inneres Licht wurde immer schwächer.

Wie eine Lichtmaschine am Automotor, die ein überlasteter Riemen verband.
Erst wurde er locker, dann drehte er durch.
Am Ende zerriss er.
Nur noch die Batterie ließ den Motor laufen.
Doch ohne Lichtmaschine wurde sie immer schwächer und schwächer.
Nur noch von außen konnte sie aufgeladen werden.
Das konnte nur noch mit der Energie anderer geschehen.

Ihr Verstand sagte:
„Du brauchst sie nicht !
Lass die Liebe zieh’n -
Wir sind viel erfolgreicher ohne sie !“

Ihr Herz sprach ...
doch sie verstand es nicht.
Es wurde zum Motor,
der ihren Körper am Leben erhielt.
Am Leben ?
Lebt ein Roboter ?

So lebte sie mehrere Tage, Wochen, Monate, Jahre
und verbrauchte die Energie anderer,
denn ihr inneres Licht konnte die Liebesenergie für ihr Herz nicht mehr liefern.
So fraß sie gierig die Energien anderer:
Energien der Angst, der Wut, der Qual und des Leides.
Sie wurde zum Vampir, zum Narzissten.

Eines Tages ...
durchzog sie ein Funke der Weisheit:
„Ohne inneres Licht bin ich nicht vollkommen !
Selbst wenn ein gesunder Mensch sich nicht vollkommen fühlt,
so hat er doch das Potential,
vollkommen zu sein !“
Sie ließ diesen Gedanken tief in sich eindringen,
bis ein neuer kam:
„Liebe ohne inneres Licht funktioniert nicht !“
mit dem Wunsch:
„Ich möchte wieder lieben lernen !“

Sie suchte nach der Ursache ihrer Blockade,
bis Sie erkannte, dass ihr größter Feind ihre Angst und die Überheblichkeit ihres Verstandes war.
Doch wie konnte sie sich wieder zu dem verändern, was sie einst war ?

Plötzlich vernahm sie in sich eine Stimme, welche ihre eigene zu sein schien und doch nicht war:
„Der Weg zur Vollkommenheit führt über den Pfad ...
der Vergebung, der inneren, positiven Moral, der Selbstverantwortung, Erkenntnis und des Wollens !“

„Ich werde so sein, wie ich sein will !“ programmierte sie ihren Verstand.
„Ich will meinem Herzen die Aufmerksamkeit zukommen lassen, die bisher nur mein Verstand bekommen hat
!!! !!! !!!
„Ich las einmal: Energie folgt der Aufmerksamkeit !
Diesen Spruch will ich verinnerlichen !
So lasse ich wieder meine Energie in mein Herz fließen !
Ich werde mir eine Liste machen, was für mich als Moral bindend sein soll.
Eine Liste meiner Tugenden und Werte !
Und diese Liste werde ich durch ein Ritual in mir so lange verfestigen,
bis ich das bin, was ich sein will !“

So tat sie es und wurde zu dem, was sie sein wollte !


Ihre Liste der Tugenden und Werte:
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Meine wichtigsten Tugenden und Werte,
die mich die wichtigste Lektion meines Lebens lehrte:

Die 'Liebe' soll mich führen !
'Geduld' läßt mich den Augenblick erspüren,
die 'Freude' mich begeistern und beleben.
Die 'gute Absicht' ist mein Streben.
Die 'Resonanz mit der göttlichen Ordnung' soll mir eine Richtschnur sein.
Ich öffne meine inneren Türen:
Licht und 'Weisheit' trete in mein Leben ein.
'Mitgefühl' möge mich zu Tränen rühren.

Trübsal, Trauer, Leid
und Schicksalsbeben,
sind auch eine Zeit,
um Heiterkeit
und einem spritzig, fröhlichen Leben,
den würdigen Inhalt mir zu geben !

© jogdragoon
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