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Gedichte über Emotionen - Seite 377


Buch-Handlung

Ich trage die Welt in der Tasche,
Ein Wort und noch eines, ein Satz, ein Gedicht, ein ganzes Buch und noch eines.

Ich trage die Welt, schwer wie das Leben und auch so unbeweisbar.
Wie sagte Goedel - einfach, widerspruchsfrei doch dann eben unvollständig.
Über das Gewicht sagte er nichts.

Klarheit gibt es nicht in Worten, vielleicht in Zahlen, doch auch da streiten die Geister.
P-NP – wie sind wir Menschen nur darauf gekommen?
Gibt es solche Fragen auch ohne uns?

Schauen wir uns wirklich das Universum an, wenn Hubbles Teleskop uns Bilder sendet?
Viele Millionen Jahre alt ist das Licht, dass es einfängt.
Oder schaut das Universum uns zu wie wir schauen?
Wer schaut?
Und schaut er, schaut sie auf mich, der ich so brav bemüht leuchte?
Gibt es mich überhaupt, wenn keiner schaut?

Was für ein komfortables Gefängnis haben wir uns gebaut, die Leine kann nicht lang genug sein und bleibt immer zu kurz.
Die Augen können nicht genug geweitet sein und schauen doch in die Leere.
Unpassende Akkommodation.
Sind wir mit dieser Art Blindheit geschlagen ?

Unsere Erde sei das Produkt zweier verwirbelter Galaxien, lese ich, schwarze Materie die sich ineinander verschränkte.
Kollateralschaden Erde. Einzeller und Flechten, vermutlich zufällig entstandene Vorfahren.
Warum diese Blume, warum dieser Berg, warum ich?
Wer schrieb den Plan, wenn es ihn je gab?

Und dann wieder diese unhaltbare Haltung – der Mond, der Baum, der Tag, die Nacht, alles ist doch in Worten und Bildern in mir. Gibt es den Mond, den Baum, den Tag und die Nacht auch ohne die Worte, ohne mein Sehen.
Wo ist und was ist dein Mond, dein Baum, dein Tag, deine Nacht?

Wohin mit diesem merkwürdigen Fluidum „Emotion“,
unbeweisbar , im luftleeren Raum in uns, dieser andere unverstandene Kosmos.
Als Buch, kann ich es nachhause tragen.
Wo ist das – Zuhause?
Dort, wo meine Monologe freundlich und ungehört verhallen….

Aus der Distanz ist es einfach, unscharfe Konturen gegenüber im Andromedanebel, Helligkeit 3,44.
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Ein endloses Lied

Es geht immer weiter bergab.
Gibt keine Droge, die ich mir nicht schnapp.

Alles wa mir in die Quere kommt wird geschluckt oder gezogen.
Mir egal was, Hauptsache Drogen.

Und weil ich mir jeden Scheiß spack,
bin ich nun nicht mehr als ein paranoides Wrack.

Vegetiere nur noch vor mich hin.
Bin schon zu tief in der Scheiße drin.

Baller mir weiter das Gehirn weg.
Bis ich einfach gar nichts mehr check.

Kann es einfach nicht lassen
Will mich aber auch gar nicht damit befassen.

Wenn man mit der Chemie beginnt, geht alles wie von alleine.
Probleme und Hindernisse gibt's plötzlich keine.

Kannst auf einmal alles besser und schneller.
Doch irgendwann ist die Stimmung bei jedem im Keller.

Es kommt der Punkt, an dem alles kippt.
Von den es, dann kein Entkommen mehr gibt.

Egal wie oft ich es noch probiere.
Es wird auch nicht besser, wenn ich weiter konsumiere.

An meinen psychischen und physischen Beeinträchtigungen kann ich erkennen,
es ist nicht mehr möglich vor den Konsequenzen weg zu rennen.

„Das ist die letzte Line, die ich ziehe.”, höre ich mich schwören.
Aber noch nie ist es mir gelungen aufzuhören.

Wenn ich mich mal schlafen lege,
dann ist es sicher, dass ich mich den ganzen Tag nicht mehr bewege.

Alle paar Tage dämmere ich in eine Art Wachkoma vor mich hin.
Vergesse langsam, aber sicher wer ich selbst bin.

„Einfach mehr nehmen, dann wird das schon.”,
ist in meinen Augen anscheinend die beste Option.

Kein Plan, seit wann mein Konsum so außer Kontrolle geraten ist.
Sodass man alles um sich herum komplett vergisst.

Ist man ständig zugedröhnt,
wird man bald mit heftigen Filmen überströmt.

Es verfolgt einem auf einmal jede Person in Umkreis,
und von der Stirn fließt kalter Schweiß.

Den ganzen Tag heißt es nur kiffen und ziehen,
und danach wieder Paranoia schieben.

Ein endloses Lied.
Das hab ich wohl verdient.
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