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Gedichte über den Charakter - Seite 46


GEDANKEN.

GEDANKEN.
GEDANKEN. SIE SIND DA. SIE SIND IMMER DA.

ICH KANN SIE NICHT ABSCHALTEN.

ÜBER ALLES. ÜBER NICHTS.
GEDANKEN ÜBER GEDANKEN.
WAS DENKEN SIE? WAS DENKEN DIE MENSCHEN? WAS DENKE ICH? DENKEN PFLANZEN? DENKEN TIERE? ICH WEISS ES NICHT.
WERDE ICH ES JEMALS HERRAUSFINDEN? WAHRSCHEINLICH NICHT.
IMMER MACHE ICH MIR ZU VIELE GEDANKEN.
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Meinem Lebensinhalt. Meinem neuen Lebensinhalt. Den, den ich am meisten liebe. Und da beginnt auch schon das Problem.
Ich habe ihm einen Brief geschrieben.
Einem Brief in dem ich ihm erkläre wie ich mich fühle.
Wie und was ich fühle.
Ich liebe dich.
War einer meiner letzten Sätze im Brief.
Ich liebe dich.
Das habe ich geschrieben.
Ich liebe dich.
Das wollte ich ihm die ganze Zeit sagen.
Ich liebe dich.
Das wollte ich die ganze Zeit sagen.
Ich liebe dich.
Der Satz den ich seit Wochen versuche zu sagen.
Der Satz der jeden zum schlucken bringt.
Der Satz der den Atem stocken lässt.
Der Satz der jedem Angst bereitet.
Der Satz der so eine unglaubliche Kraft und Macht hat.
Das ist was ich für ihn empfinde.
Liebe.
Was ich empfinde wenn er mich ansieht.
Der Gedanke.
Der Gedanke ihn zu verlieren.
Der Gedanke ihn fast verloren zu haben tut mir weh. Erschreckt mich. Lässt mir schwarz vor Augen werden. Kriege ich Gänsehaut von.
Nach dem Brief.
Der Brief der mich unglaubliche Überwindung gekostet hat.
Der Brief der mein Herz beinhaltet.
Ich hab ihm alles gesagt.
Lesen durfte er ihn erst nachdem ich weg war.

Eine Antwort. Eine Reaktion.
Auf die warte ich immer noch. Nach über vierundzwanzig Stunden.
Heute morgen.
Nichts.
Heute Mittag.
Auch nichts.
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Reden.
Genau das was ich nicht kann. Reden, das was mir schwerfällt.
Reden.
Genau das was ich nicht kann.
Reden.
Was mich nicht mehr loslässt.
Reden.
Was mich dazu bringt zu viel nachzudenken.
Reden.
Was in mir Unwohlsein hervorruft.
Persönlich.
Er möchte es mit mir persönlich besprechen.
Mit mir persönlich.
Mir in die Augen schauen.
Weiß ich was er sagen möchte?
Nein.
Genau das ist das Problem.

Gedanken.
So entstehen sie.
Mit unklaren Aussagen.
Aussagen die mich bedrücken.
Aussagen die mir keine Klarheit schaffen.
Sie stiften Unklarheit.
UNRUHE.
ANGST.
UNSICHERHEIT.

GEDANKEN.
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