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Gedichte über Aufklärung / Erklärung - Seite 5


Fritze

Als Fritze einmal Langeweil,
fand er im Keller wohl ein Seil,
das Opa hier hat liegenlassen,
als er die Welt ,und ihn verlassen.

Und fragte sich dann auch sodann,
was Fang ich wohl mit diesem an.
Da dachte er ganz unbefangen,
ich könnte ja heute Enten fangen.

Dies hat er kaum zu end gedacht,
als er sich auf den weg gemacht.
Mit dem seil wohl in der Hand,
hin zum Weiher ist gerannt.

Ist auf dem weg recht guter dinge,
ob das er ein paar Enten finge,
die doch friedlich all zusammen,
draußen auf dem Weiher schwammen.

Als er an jenem angekommen,
da sah er auch die Enten all,
wie sie Friedlich sind geschwommen,
nun bis jetzt auf jedenfall.

Es blickt der Fritz sich eine aus,
und holt nun schnell das seil heraus,
ach die Ent hats nicht gesehen,
und schon da ist es Geschehen.

Dass seil, wie Lasso grad geschwungen,
hat ihren Hals nun eng umschlungen,
und sie Flattert hin und her,
leistet kräftig Gegenwehr.

Doch der Fritze mit Geschick,
zieht nun fester doch am Strick
so das der Ente jedenfalls,
enge wurd um ihrem Hals.


Alleine kämpft das arme Tier,
mit Fritze jetzt am Weiher hier.
Und man hört sie lauthals schnattern,
wild mit ihren Flügeln flattern.

Wo Fritze doch der kleine schuft,
ihr gerade nimmt die Atemluft,
Stück um Stück zieht er sodann,
das arme Tier zu sich heran.


Noch ein zwei Meter wohl nicht mehr,
das seil wird schlaff es lockert sehr,
es löste sich von ihrem hals,
ein glück war es doch jedenfalls.

Knapp dem Tode noch entkommen,
hats ein gutes end genommen,
nun gäb es hier wohl noch zu sagen,
es hat die Ente sich gut geschlagen.

Die Ente lebt sie ward nicht tot,
und Flog hinein ins Abendrot,
doch Fritze der stand traurig da,
weil ihm die Ent entkommen war.

Ab jenem tage mit bedacht
nahm man vor Fritze sich in acht,
erscheint der Fritz nun mit dem seile,
so flüchtet man in Windes eile.
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Fritze

Drachen

Wenn im Herbst die Winde wehen,
kann mans auf den Feldern sehen,
hört man Kinder Herzhaftlachen,
den es steigen jetzt die Drachen.

Wenn sie gehalten von den schnüren,
am Himmel einen Tanz vollführen,
ach wie schön ists an zusehen
wenn sie ob am Himmel stehen

so fliegen sie die großen und die Kleinen,
nur der Fritz der hatte keinen,
drum gönnte er wohl keinem Kind,
das sein Drachen steigt im Wind.

Ei wie schön ist doch die Welt,
pfeift der Wind nun übers Feld,
doch es vergeht die Freude all'
wenn's geschieht wie hier der Fall.


Es blieb dem Fritz ihr lieben leut,
schließlich nur die Schadenfreud,
und listig wie man jenen kennt,
es ihm in den fingern brennt.


Ein jedes Kind hier auf dem Feld,
einen an der Schnur doch hält,
und hocherfreut ist jedes Kind,
Tanzt sein Drachen mit dem Wind.

Doch schade ists und ungelegen,
hat der Fritz etwas dagegen,
weil der Fritze gar nicht lieb',
nun mal wieder Unsinn trieb.

Als er hört ein Kinderlachen,
das sich erfreut an seinem Drachen,
gönnt die Freude er ihm nicht,
ach Fritze welch ein Bösewicht



Er zaubert eine scher herbei,
und schnippe schon war die Schnur entzwei,
nach oben schaut das arme Kind,
den Drachen sieht, wie er geschwind.

Weil ihn keine Schnur mehr hält,
hinauf Fliegt bis zum Himmelszelt,
hoch am Himmel überm Land,
's Kind hält nur die Schnur noch in der Hand.

Als die Mutter kommt gerannt,
nimmt Fritz die Beine in die Hand,
und läuft so schnell wie nie zuvor,
hört noch von weit mit jedem Ohr.

Die Mutter rufen:! ohne das sie Luft tat holen,
man müsste dir den Po versohlen,
nun wie es auch immer sei,
dem Fritz dem war dies einerlei.

Und entschwand als hätte er Flügel,
plötzlich hinter einem Hügel,
des morgens war es gegen zehn,
und wurd' danach nicht mehr geseh'n.


Es weint das Kind,nun ganz allein,
wie ist der Fritz doch so gemein.
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Fritze,Frau bock

Ja der Fritz mit Sack und Pack,
treibt am liebsten Schabernack
Wiens geschehen ist erst neulich,
wo's ihm sicher hoch erfreulich.
Doch gelang was er lang Plante,
mit Frau Bock die dies nicht ahnte,
denn leiden konnte Fritze nicht,
die Frau Bock der Bösewicht.
Jene hatte er nicht Lieb,
weil sie ihm schlechte Noten schrieb,
wo er doch wie er gedacht,
soviel mühe sich gemacht.
Drum der Fritz alsbald sodann,
sich den nächsten Streich ersann.
Hin zum Wald gleich hinterm Haus,
zog es ihn sogleich hinaus,
Da wo im Gras und hohen hecken,
sich die Hüpfer gern verstecken.
Heuschrecken gar und Spinnen,
müsst finden er im Walde drinnen.
Eine Tüte bräuchte er voll,
wenn es denn auch reichen soll.
Gleich am Anfang als er da,
er auch schon die erste sah,
die auf einem glatte saß,
und von diesem gerade fraß.
Da dachte er die nehm ich mit,
und nähert sich mit schnellem schritt.
Und er fing mit flinker Hand,
diese gleich vom Blattes Rand.
Pfiff ein Liedchen heiter,froh
und schon fing er Nummer zwo.
Und der Knabe froh und heiter,
ging zum nächsten Busch gleich weiter.
Sang ein Liedchen diddeldei,
schwupp schon fing er nummer drei.
Schaut nach dort und schaut nach hier,
und fängt, auch gleich schon nummer vier.
Und steckt nun diese die er fing,
in die tüt' so schnell es ging.
Sah wie all' die Tierchen sprangen,
die da in der Tüte' gefangen
Nach guter stunde dachte er,
ich hab genug ich brauch nicht mehr.
Käfer;Hüpfer,und auch Spinnen,
nun alle in der Tüte drinnen,
Und macht sich auf den weg Geschwind,
der Fritze nun das Böse Kind.
Wo Frau Bock an jedem Tag,
zur Mittagszeit hernieder lag.
Warf durch das Fenster all die schrecken,
das da stand so weit doch offen,
beim Getier die Freude groß,
hüpften sie nun freudig los.
mögen sie, sie doch nun necken,
das war nun sein stilles hoffen.
Und schon da schwirrt das Krabbeltier ,
ein paar dort und ein paar hier,
fröhlich jetzt doch durch den Raum,
wo sie schnarchte fest im Traum.
In den Ecken ,an den Wänden,
auf dem Bett an allen enden,
denn sie hüpften Ei' gedaus,
als wären sie doch hier Zuhaus,
ja sie liefen wie auf schienen,
hüpften auch an die Gardinen.
Eine wohl nur so zum Spaß,
saß ihr vorn schon auf der Nas,
Auch saßen Kinder ach wie wahr,
wohl dreie schon in ihrem Haar.
Und krabbelten ganz ungeniert,
durch dieses das doch frisch frisiert.
Eine fette und ganz lange,
saß auf der Gardinen Stange,
Von wo aus sie dann mitten mang,
aufs Kissen der Frau Bock nun sprang.
Und krabbelt ihr hint in den Nacken,
um sie kräftig dort zu zwacken,
was nun endlich und gewiss,
sie aus ihren Träumen riss.
Frau Bock aus ihrem Schlaf erwacht,
hat folgendes sich nun gedacht,
besser wärs ich schau mal nach,
was mich da so eben stach
Ein Gejammer ein Gezeter,
schreit sie Rum wie lang nicht jeder,
dieses hört nun auch sodann,
doch Herr Bock ihr Ehemann.
Schnell zur Hilfe eilt Herr Bock,
mit Fliegenklatsche,langem Stock,
Mit dem er dann so wie noch nie,
einschlug auf das krabbel Vieh.
Stolz das war er, muss man sagen,
als er das erste hat erschlagen.
Es sei Herr Bock doch sehr zu loben,
kam er zur Hilfe doch von oben,
schneller noch als je bisweilen,
um seiner Frau zur hilf zu eilen.
Eine schwamm schon ach herrje,
in der Tasse mit dem Tee,
wobei sie Paddelt mit der Pfote,
nun doch zu ertrinken drohte.
Plötzlich kam hint aus dem Eck,
die nächste schon aus dem Versteck.
Ach warum musst sie so büßen,
krabbelt's Vieh an ihren Füssen,
nun als sei's noch nicht genug,
kommt die nächste schon im Flug.
Und setzt sich dann als macht es Sinn,
mitten auf ihr Doppelkinn.
Um sich schlägt sie mit den Händen,
um das grauen zu abzuwenden,
wobei sie hin und wieder doch,
eine kann erwischen noch.
Schlimmer noch kommts in der tat,
als nun eine Spinne naht,
die am faden oben fest,
sich von der decke runter lässt.
Und hängt nun knapp man glaubt es nicht,
doch schon bald ihr im Gesicht.
Und es lässt sie ohne zaudern,
doch, endgültig nun erschaudern.
Ach Herr Gott man glaubt es nicht,
nun fällt, sie gar auf ihr Gesicht.
Wo sie gerade fest noch schlief,
nun eine spinne übers Gesicht ihr lief.
Derweil Herr Bock der nur Hos,und Socken trägt,
das nächste Tier auch schon erschlägt.
Das nun ja doch frech und frei,
übers Bett gehüpft o weih.
An den Nerven tat es zehren,
sich der Viecher zu erwehren,
Eine noch schon macht es klatsch,
schlug Herr Bock sie doch zu Matsch.
Kurz darauf schlug er die zweite,
mit der klatsche volle breite.
Und das Tier in höchster Not,
auf der stelle war es tot,
Doch Herrn Bock wars nicht genug,
nach der nächsten er flugs schlug.
Mittlerweile stand Frau Bock,
im Bette aufrecht nun im Rock,
wo sie wirklich laut und Tief,
aufgeregt um Hilfe rief.
Ach was nutzt all das Geschrei,
schließlich ists doch einerlei.
Wenn dir böse Buben!
Auch der Fritz er zählt zu diesen,
dir den Mittagsschlaf vermiesen.
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