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Gedichte über Abenteuer - Seite 5


Naturerotik

Glitzernd der Abendtau auf dem grünen Gras,
deine schönen Haare vom Seebad noch nass,
die Sonne glänzt in deinen funkelnden Augen,
gern möcht' ich die Wassertropfen dir absaugen.

Niemand der uns beide hier sieht,
ein paar Vögel pfeiffen ihr Lied,
im Gras zirpen vereinzelt Grillen,
lass uns endlich unser Verlangen stillen!

Warmer Wind umhaucht uns zart,
Gefühle lüstern im Einklang gepaart,
unweit plätschert leise ein Bach,
unsere nackten Körper liegen brach...

Abendnebel steigt langsam auf vom See,
mit Küssen ich deinen Körper verseh',
wie eine Sinnflut überfalle ich dich,
mit deinem Aufstöhnen erregst du mich!

Im heller schillernden Mondenschein,
geben wir uns unserer Leidenschaft hin,
so aufregend kann ein Frühlingsabend sein,
wir nur noch uns beide jetzt im Sinn...

Meine Zunge mit deinen Brüsten sich vergnügt,
deine harten Knospen abwechselnd betrügt!
heißer Atem mit Zungenküssen ausgetauscht,
ungebremst von unserer Erregung berauscht...

Gegenseitig wir uns überall liebkosen,
alle erogene Zonen gierig stimuliert,
stürmische Lustwellen uns umtosen,
überall es in und auf uns vibriert...

Unsere Leiber längst zusammen in sich winden,
zielgenau den Weg ineinander schnell finden!
Verschmelzen gleitend zu einem Lustgebilde,
führen nur Natürliches nun im Schilde...

Nur von Verlangen noch angetrieben,
unsere Körper sich wie wild verbiegen...
soviel Hochgenuss endlich erleben,
gemeinsam innerlich wir gleich erbeben!

Zusammen wir explodieren und entzücken,
orgastisch sich gleichzeitig zu beglücken,
anzukommen im Reich der Sinne,
diese herrliche Zeit doch nie verrinne...

Manche Stunde wir so längst verbracht,
glückselig verschlafen wir die Restnacht...
irgendwann der Morgen dämmert indessen,
doch diese Nacht werden wir nie vergessen.

© meteor 2025
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Die Dracheninsel

Gemeinsam auf des Drachen Rücken
Flogen wir zu unserem Entzücken
Hinfort über die offene See hinweg
Zu unserem heimlichen Inselversteck

So golden die Sterne am Himmelszelt
Einen Gruß hinaus wir schon entsandt
Von hier oben so klein erscheint die Welt
Wie weit wohl noch bis an deren Rand?

Dein Herz dir längst im Leib entbrannt
Zwar immer schon heimlich gedacht
Ob wohl die Chance zum Mitflug bestand?
Niemals damit gerechnet in dieser Nacht!

Verwegen du aufgestiegen auf den Drachen
konntest keinen Rückzieher mehr machen
Wolltest endlich auch mal was wagen
Nicht länger mehr nur Träumen nachjagen

So hoben wir ab in die klare Dunkelheit
Erreichen nun dieses Eiland im Nebelkleid
Hinterm dichten Schleier sich uns offenbart
Ein wahres Paradies, die Sinne genarrt

Ein Berg mit schwindelnder Felsenschlucht
Eine Quelle entspringt aus seiner Mitte
Mündet weit unten in einer malerischen Bucht
Ein Wald von einer Lichtung zerschnitten

Vom Flugwind wir ganz berauscht zerzaust
Wieder festen Boden unter den Füßen
Wie ungläubig und froh du doch schaust
Von über uns die Sterne uns zurück grüßen

Wie der Drache sucht sich ein Ruheplätzchen
Auch wir lassen uns im warmen Grün nieder
Wohlig rollt sich das Reptil wie ein Kätzchen
Wie auch wir finden uns daliegend wieder

Aneinander geschmiegt zählen wir die Sterne
Ziehen Verbindungslinien zwischen ihnen
Erbauen neue Fantasiegebilde in der Ferne
Zu was auch immer sie uns noch dienen

Unweit vernehmen wir des Flusses Rauschen
Begleitet von Grillenzirpen und Nachtigalgesang
Leise wir beide ihrem Zusammenspiel lauschen
Finden Ruhe im Herzen bei solch Wohlklang

© meteor 2024
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