Keelah se-lai

Ein Gedicht von Christian Penz
Ich höre das Antriebsgas
Ich schau durch das Fensterglas
Als stünde ich in meinem Haus
Doch es liegt so fern
Wie ein weit entfernter Stern
So rufe ich aus meinem Herzen hinaus
„Wann ist es endlich vorbei
Diese so quälende Reiserei
Ich möchte nur wieder Heim
Möchte wieder glücklich sein
Erhört meinen Sehnsuchtsruf Keelah se´lai“

Kommen wir an `nem Hafen an
Schauen uns die Bewohner an
Als wären wir nur ein Stück Dreck
Und das immer und immer wieder
Schlagen uns auch deshalb nieder
Darum singen alle zusammen am Deck
„Wann ist es endlich vorbei
Diese so quälende Reiserei
Vertrieben aus unserem haus
Schmeißt man uns überall hinaus
Uns bleibt nur dieser Ruf, Keelah se´lai“

Es ist schon so lange her
Ich erinnere mich kaum noch mehr
An deine Felder, Seen und vielerlei
Es sind schon Kinder hier
Die kennen nichts von dir
Sie haben nur mehr das, Keelah se´lai
Wann ist es endlich vorbei
Diese so quälende Reiserei
Erlebe ich es auch nicht mehr
Meines Volkes Heimrückkehr
Tragt in eurem Herz unser Keelah se´lai
Denn unsere Reise ist bald vorbei

Informationen zum Gedicht: Keelah se-lai

44 mal gelesen
(Es hat bisher keiner das Gedicht bewertet)
-
16.12.2020
Das Gedicht darf nur mit einer Erlaubnis des Autoren kopiert oder veröffentlicht werden. Jetzt Anfrage stellen.
Anzeige