Abbild

Ein Gedicht von Lena Engelbrecht
Gleich unter dem breiten Schatten
der schwarzen Maulbeere
die schwer vom eigenen Honig
hinter den weißen Klippen
malen wir uns heute
unseren eigenen Freitag
auf der warmen Erde
benetzt vom Beerennektar.
Mit Mastglocken spielen Yachten
ihre Musik im Hafen,
wir finden im Sand Steine
die aussehen wie Muscheln
und Muscheln die Blütenblättern ähneln
in der Biegung unserer Bucht.
Heute feiern die Sinne das Abbild
der Freiheit in Meereswellen,
und unsere Lippen spüren
immer und immer wieder
salzige Würze in Sonnentropfen.

© Lena Engelbrecht

Informationen zum Gedicht: Abbild

221 mal gelesen
-
09.02.2025
Das Gedicht darf weder kopiert noch veröffentlicht werden.