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Anzahl Gedichte: 823
Anzahl Kommentare: 21
Gedichte gelesen: 244.885 mal
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Titel
283 Frühlingserwarten
Vorschautext:
Der Winter beginnt seinen letzten Monat,
die Sonne streichelt tröstend mein Haar.
Mit geschlossenen Augen, welche Wohltat,
biete ich mein Gesicht ihren Küssen dar.

Vergessen ist im Nu meine Winterschelte,
sehne mir das Wogen der Töne herbei,
nach dieser eisig frostigen Winterskälte,
erklinge des Flügelflatterns junge Melodei.

Es gibt kaum Schöneres beim Ausharren,
als die warme Sonne auf meiner Haut.
...
282 Medium der Natur
Vorschautext:
ich setz mich
auf die Erde
wühle durch die Bodennarbe
lausche still dem betriebsamen Erbe
spüre ihren Puls im Fingergrabe

lasse mich
im Fluss anwallen
fließe rauschend in Seen umher
forme Täler im tossenden Wasserfall
hinunter zum wunderschönen Meer

...
281 Liebesdunkel
Vorschautext:
Du öffnest die Augen.
Die Dunkelheit ist tiefschwarz.
Die Stille ist vollkommen.
Die Stille ist ohrenbetäubend.
Du atmest einmal ein
und die Luft ist so warm.
Das Ausatmen ist langsam.
Warum ist dir schwindlig?
Du bewegst deine Glieder.
Die Erkenntnis beißt,
in diesem Moment schreist du.
Ein Schrei, den niemand hören wird.
...
280 Manipulation
Vorschautext:
Von kleinauf wird dem Menschen anerzogen,
wie man mit Tricks bekommt was man will.
Schon als Baby wird lauthals oft gelogen,
durch Aufmerksamkeit wird es öfter gestillt.

Gefühlsmanipulationen als Mittel zum Zweck
werden trainiert, verfeinert täglich angewendet.
Mit der neusten Technik auch im Internet
werden Benutzer mit Lügen gezielt geblendet.

Eingelullt mit rührseligen Wohltatberichten,
wird sich in Gruppen sozial eingeschlichen.
...
279 Nachtlicht
Vorschautext:
Schwarze Wolken beschatten die Nacht.
Dunkelheit wirbelt in meinem Kopf.
Kein Licht, was diese Zeit tröstender macht.
Sekunden hängen wie Tränen am Tropf.

Eine sanfte Brise streichelt das Fenster.
In der Stille höre ich das Lakenschlagen
der mit Staub bedeckten Gespenster,
Spinnenbeine, die aus den Wänden ragen.

Hoffnungsvoll harren Motten neben mir aus,
ihre Flügel wollen das Mondlicht suchen.
...
278 Was passiert mit uns?
Vorschautext:
Was passiert mit uns,
wenn wir der Verzweiflung nah?
Allein uns bleibt der Wunsch,
ein Wunder wäre wunderbar.

Die Welt um uns verkommt,
Menschlichkeit will nicht mehr,
sie handelt offen unbesonnt,
ein Weiterleben fällt schwer.

Wer fragt nach einem Wir?
Immer lauter ertönt das Ich,
...
277 Tagebuch eines Versagens
Vorschautext:
Werden wir alle Zeugen menschlichen Versagens?

Wir sind das Tagebuch,
indem bald alles festgehalten steht.
Vielleicht wird man später auch uns dafür anklagen,
wenn erneut Geschichte nicht gut ausgeht...

Ich spüre in mir dieses aufwühlende Unbehagen,
weil es sich um Geschichtsvergessenheit dreht.

Politische Lippenbekenntnisse wollen nur Macht haben,
die wie so oft aus gebrochenen Versprechen besteht.
...
276 Federlesen
Vorschautext:
neugierig liegen wir im Nebelbecken
lächelnd beginnt unser Entdecken
Schauer laufen über unsere Haut
tiefes Vertrauen hat uns aufgetaut

zwei Daunenfedern sich zugewandt
durch Schwingungen sie sich aufladen
die Härchenspitzen statisch gefranst
magnetisch sich in ihren Feldern baden

es knistert ... flirrt ... elektrisiert
betört nebeneinander ... unberührt
...
275 Balztanz
Vorschautext:
Willkommen zum Balztanz!
Immer herein, nur keine Angst
die Weibchen locken die Männchen
hätten gern mit ihnen ein Ständchen
präsentieren dazu ihre erotischen Reize
die Brüste wackeln, Beingespreitze
Pobacken streifen enganliegend
Becken kreisen, Hüften wiegen
rhythmische Tanzstöße
laszives Balzgetöse
frivoles Vorbücken
nackter Rücken
...
274 Ohne uns
Vorschautext:
überall um uns herum
keimt die Zwietrachtsaat
wir sehen uns nach Frieden um
verstecken uns vor dem, was naht

unter dichten Tannenzweigen
dort werden wir verbleiben
bis durch Wellen voll von Wunder
die Zwietracht geht wieder unter

bis die Menschheit mag sich
wieder mehr leiden
...
273 Sand der Zeit
Vorschautext:
Wann wandle ich auf dem Sand der Zeit,
um ihn durch die Seele dringen zu lassen,
meine Fußspuren auf ihm zu erfassen,
die dann der Wind davonfegt?

Ich fiel in den Sand,
zwischen heißen Rissen,
ließe mich von ihm verbrennen,
er wird mich vollends versengen,
von vergangener Reue
und Gewissensbissen.

...
272 Die Schatztruhe
Vorschautext:
Die Welt schrumpft
bis auf einen Schuhkarton,
gefüllt mit Erinnerungsstücken.
Das bisherige Leben in
konzentrierter Form,
eine Schatztruhe
voll mit Eselsbrücken.

Kleine Kostbarkeiten
mit immenser Zauberkraft
schließen Gedächtnislücken,
wenn man selbst
...
271 Wortmissbrauch
Vorschautext:
Es reicht wirklich hier mit deiner Hetze!
Deine Welt ist düster und voller Hass...
Radikalisiert sind längst deine Sätze,
Geschichtsvergessenheit im Übermaß!

Dein Schrei nach Liebe, der verhallt...
Trägt in sich den Ruf nach Gewalt!
Den Preis für deine billige Agitation,
Bezahlen andere mit Streiteskalation...

Du aalst dich hier in deinen Worten,
Selbst machst du dich nie schmutzig.
...
270 Wirklich nur tanzen?
Vorschautext:
sie will doch nur tanzen!
energiegeladen umherkreiseln
wirbeln durch alle Instanzen
Musik nimmt sie als Geisel

lässt sie nicht mehr los
enormer Bewegungsdrang
ihr Lebensgespür so groß
Tanzfiguren zum Gesang

Arme fliegen durch die Luft
Beine verbiegen unnatürlich
...
269 Frühlingsmorgen
Vorschautext:
Verstecktes junges Grün
besitzt seine eigene Schönheit.
Bevor die ersten Blumen blüh'n,
genießen Knospen Streichelzeit.

Von der Morgensonne geküsst
will Frühreif gerne zerschmelzen.
Mit einem sanften Lächeln fließt
Tropf' für Tropf' hinab Grashälsen.

Sonnenleuchten bricht sich Bahn,
wie Hoffnung in der Dunkelheit.
...
268 Nie wieder!
Vorschautext:
ein ungläubiger Blick
ein tiefes Stirnrunzeln
ein Schlag ins Genick
ertränkte Tränen purzeln

ein schluchzendes Geräusch
kann es gar nicht fassen
ist doch schwer enttäuscht
wenn man in Stich gelassen

es sind Fälle wie diese
wo Freunde üben Verrat
...
267 Hanami
Vorschautext:
Blütenblätter im Frühlingswind,
die um Bäume wirbeln,
der Kirschblütentanz beginnt,
erste Pirouetten zwirbeln.

Leises Flüstern durchweht
das winterliche Geästskelett,
knospenreich es sich regt
auf schneeweißem Tanzparkett.

Die Bäume singen ihre Weisen,
manche älter als die Zeit,
...
266 Heroes
Vorschautext:
Wie unbeschreiblich ist dieses Gefühl
Du gestehst mir auch deine Liebe
Du willst mich auch zum Liebesspiel
Es ist verrückt, dass ich dich kriege

Ich zähl die Wolken bis zur Siebten
Sie ist gedacht für die Frischverliebten
Dort lassen wir uns nieder, eingehüllt
watteweich, federleicht, glückserfüllt

Und jeder Augenblick verzückt
Jede Berührung elektrisiert
...
265 Overthinking
Vorschautext:
In Gedanken fallen alle Schranken,
was sind die Folgen in dem Fall ?
Bringt das meine Welt ins Schwanken,
führt es oft zu einem Grüblerknall.

Viele große Denker ließen nicht locker,
grübelten so lange über ihren Fragen,
kannten keinerlei Gedankenblocker,
bis sie eine Antwort glaubten zu haben.

Im Unterschied zu depressiven Tendenzen,
ihr Wissensdrang lässt sie nicht schlafen,
...
264 Der Welt(t)raum
Vorschautext:
Der Weltraum, unendliche Weiten.
Wir schreiben das Jahr 2025.
Dies sind meine Abenteuer beim Gleiten...
vielleicht bin ich längst wahnsinnig ...

Ich will neue Welten erforschen, entdecken,
neues Leben und neue Zivilisationen.
In meinem blauen Boot mich verstecken,
vor diesen ständigen Halluzinationen.

Mein Boot ist mehr ein kleines Raumschiff,
das in den schwarzen Gewässern treibt,
...