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Anzahl Gedichte: 250
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Titel
70 Der Geschenkkorb
Vorschautext:
Im Dämmerlicht öffnete er langsam und unsicher seine Augen.
Völlig unerwartet sprang ihm ein nackter, häßlicher Hintern direkt ins Gesicht.
Er wendete sich schockiert und angewidert von ihm ab.
Er konnte gar nicht fassen, wie ihm geschah und schloß angsterfüllt erneut seine Augen !

SIE wartete !
SIE wartete schon lange, sehr lange, auf einen Moment, in dem SIE sich ihm offenbaren konnte !
Doch es gab sehr wenige solcher Momente und sie waren kurz, sehr kurz !
Als SIE wieder einmal einen Moment der Klarheit in ihm erkannte,
nahm SIE alles, das in ihm als Unwahrheiten fixiert war
und zeigte SICH ihm unverzüglich in schonungsloser Offenheit.
Er wies SIE von sich und wendete sich ignorant von IHR ab !
...
69 Welches Symbol ist wohl gemeint ?
Vorschautext:
Linienführungen männlicher Symbole
wandern häufig von einem zu dem anderen Pole
geradlinig direkt
geometrisch perfekt
Linien, die nicht kurven, kreisen
sondern über spitze Winkel reisen
Sie nähern sich Extremen mit großem Schritte
doch selten durchwandern sie die Mitte

Sie stehen für Polarität, Dualität, Spaltung
und der trennenden Gewalt Entfaltung:

...
68 Miau, Miau sind Kater Strophen
Vorschautext:
Kranke Katzen putzen mit Farbe ihr Fell
Manche Motivation is a Geh, win, sell
Dumme Hunde lernen fremdes Gebell
Felllose Menschen bellen nicht !?
Blödes Gedicht ?
Aus das Licht
der glühenden Birne
des Verstandes Dirne !

Philosoph, schreib lieber inhaltlose Lieder
zusammen tanzen wir dann wieder !

...
67 Inselkind
Vorschautext:
Unerwartet menschenleer: Der Strand,

den ich weit abseits, des belebten Fußwegs fand.

Nur eine keltische Schönheit seh ich dort 
durchtrainiert durch Fitness, Sport, 

sehnsuchtsvoll suchend nach einem Ort

blickt sie anmutig und stolz aufs weite Meer.

Ich frage mich, wer ist sie ? .. Wer ?


Ihre modische Kleidung legt sich in leichten Falten 
um Ihre zarte, weiche Haut.

Vor ihr rauschen schäumende Wassergewalten,
...
66 Kandis wahr sein ?
Vorschautext:
Ein Gedicht zu schreiben ohne Sinn
und trotzdem etwas Weisheit drin ?
Kann die´s oder kann der´s ?

Dann erfand er´s:

„Ich bin immer da, wo ich gerade bin
und manchmal auch woanders !“

© jogdragoon
Bibat ex me qui potest
65 Zu Deinem Wohle, Deiner Wonne
Vorschautext:
Geboren im tiefsten Herzensgrund
umspielt ein ehrliches Lächeln
meine Augen, meinen Mund

Ein Gedanke
formt sich zum Wort

Ein "Danke"
vom Geist- und Seelenport

Ein Wunsch sich schon lange in mir regt
der Bestätigung und Anerkennung
...
64 Die Schmuckschatulle der guten Gedanken
Vorschautext:
Ich ging schnellen Schrittes im Wald spazieren und erfreute mich an der Vielfalt der Schöpfung.
Vögel zwitscherten, ein leises Rauschen ging von den sich aneinander reibenden, windbewegten Ästen aus, Gedanken kamen und gingen.
Ich schaute nach oben und sah, wie sich die Baumspitzen gemächlich hin und her bewegten.
Über mir durchbrach ab und zu ein heller, weißer Lichtstrahl das Blätterdach und fand seinen Weg in meine Augen.
Ich atmete ihn freudig ein.
Dann kam ein Gedanke, der mir gar nicht gefiel.
Wie konnte er sich einen Weg in mein Bewusstsein bahnen ?
Woher kam er ?
War es ein unterbewusst schlummerndes Gefühl. das ihm den Impuls gab, sich in meinen Geist zu schleichen ?
Vielleicht war er nicht von mir und wollte mich belasten ?
Das war nicht der Zeitpunkt und auch nicht mein Wunsch und Wille, dass ich mich von so etwas herunterziehen lasse.
Mit einem offenen Herzen wirken negative Gedanken besonders negativ und zerstörerisch.
...
63 Triggerthemen
Vorschautext:
Etwas wurde gesagt !
Das Herz des Zuhörers jagt,
bis es aus ihm herausbricht.
Erst scheint er noch ruhig und klar,
dann verzieht sich wütend sein Gesicht.
Gewaltbereit naht die Gefahr !

Die Botschaft erreicht den Adressaten nicht,
weil Wut die Brücke zur Erkenntnis bricht.

Was er nie lernte:
Es wurde ein Saatkorn gepflanzt,
...
62 Der wichtigste Satz
Vorschautext:
Gewidmet denen, die den wichtigsten Satz kennen!

Hängt auch der wichtigste Satz
plakativ vor ihrer Nase
Erwartest Du Extase ?
Die meisten sind hier
um, stark beschränkt, zu reifen
und bis zum Ende ihrer Reise
IHN zu vergessen
und in Folge dessen
NICHT zu begreifen !

...
61 Die Einfalt der Vielfalt (Eine Geschichte mit Gedicht)
Vorschautext:
Auf einem einsamen Bauernhof wurden alle unruhig.
Der Bauer war gestorben und andere Menschen wohnten dort nicht.
Die Hühner und die Schafe liefen aufgeregt hin und her.
Auch die Hunde wussten nicht, wie es nun weitergehen sollte.

Ein Fuchs hörte von der Tragödie und hatte eine Idee.
Er ging zu den Wölfen und rief auch den Habicht zu sich, um sich mit ihnen zu unterhalten.
Dann ging er mit einem Wolf zum Bauernhof und sprach zu den Hunden:

„Liebe Artgenossen!
Auch wenn wir unterschiedlich erscheinen, so haben wir doch sehr viel gemeinsam.
Siehe! Im Grunde ist nur unser Körper unterschiedlich.
...
60 Nicht von elementarem Interesse oder Nutzen
Vorschautext:
Das Wort „Nein“ ist ein kompletter Satz
Ein „Nein“ schafft Platz
für gute Gedanken, Worte, Taten
die auf Deinen Fokus warten

Lasse Dich nicht drängen
zu versprochenen Zwängen
So wird ein „Nein“ zu Deinem Schatz!

N - Nicht von
E - Elementarem
I - Interesse
...
59 Das weibliche und männliche Prinzip
Vorschautext:
Ein WEIBLICHER Gedanke drängte sich an die Oberfläche des Seins !
Er SCHLÄNGELTE sich durch die Möglichkeiten,
aus dem Reich der nicht manifesten Existenz in der Unendlichkeit in ein neues Reich der Konsequenzen,
unterstützt durch Liebe, sehr viel Liebe !
Der Gedanke an DIE GEBURT von etwas Neuem !
Der Gedanke zeigte sich als Punkt, dann als RUNDER Kreis mit der Öffnung für den Geburtskanal (0) und er wuchs,
bis seine Reife sich als Manifestation in die Realität entlud.

MÄNNLICHE, GERADE Strahlen des Lichtes (1) erzeugten aus dem Nichts
eine SYNCHRONE KONTINUIERLICHE Abfolge
vom Nachher über das Jetzt in das Vorher - der Zeit !

...
58 Nur wahrhaftiger Glauben ist Wissen
Vorschautext:
Viele Glauben, dass ihr Glauben Wissen ist.
Wissen ist ein Glauben, von dem vermutet wird, dass er wahr ist.
Die Wahrheitsvermutung macht Glauben zu Wissen.
Wahrheitsvermutungen werden verinnerlicht durch Wahrnehmungsinterpretationen von bekannten Mustern.
Wahrheitsvermutungen werden verinnerlicht durch die Ergänzung zu bereits verinnerlichten Glaubenssätzen, die als wahr angenommen werden.
Wahrheitsvermutungen werden verinnerlicht durch präsentierte Glaubenssätze von Wesen, denen man glaubt, wahrhaftig zu sein.
Wahrheitsvermutungen werden verinnerlicht durch besondere Ereignisse und Erfahrungen.
Wahrheitsvermutungen werden verinnerlicht durch Wiederholungen von Glaubenssätzen.
Wer glaubt, dass er weiß, dass ein Wissenschaftler Wissen schafft, der glaubt auch zu wissen, dass er viel weiss.
Wer meint, dass er zum Glauben in die Kirche gehen muss, der glaubt auch, dass sein Wissen Weisheit ist.
Eine Illusion der Wahrheit ist die Wahrnehmung und Interpretation eines wahrnehmbaren Teils der Realität.
Glaubenssätze sind nur zum Teil wahr!
...
57 Des Schatten Ehegatten ist das Leben
Vorschautext:
Die Sonne sagt:
„Ich verstehe den Spruch nicht:
‚Wo Licht ist, ist auch Schatten !‘
Wo ich bin, ist nur Licht !“

Der Schatten sagt:
„Ich verstehe den Spruch nicht:
‚Wo Licht ist, ist auch Schatten !‘
Wo ich bin, ist auch Licht !“

Die Dunkelheit sagt:
„Ich verstehe den Spruch nicht:
...
56 Anmut
Vorschautext:
Aus dem grauen Nebel heraus schwebte sie sanft herab.
Ihr weisser Umhang umhüllte sie so ruhig und flüssig schwingend,
wie sie sich selbst harmonisch im Takt einer imaginären beruhigenden Musik bewegte.
Ihre Hände, Arme und ihr Oberkörper bewegten sich graziös und weiblich fließend,
wie wenn ein leichter Wind durch sie hindurch wehen würde.

Ich konnte meinen Blick nicht von ihr abwenden, so fesselnd, betörend, sinnlich war ihr ganzes Erscheinungsbild.

Eine zarte, jugendliche Schönheit, von innen her leuchtend.
Sie bewegte sich langsam und annmutig auf mich zu.
Mit jedem Schritt nahm ich ihr Antlitz klarer und wacher in mich auf.
Wie wenn mit jedem Atemzug ich auch einen Teil ihrer Schönheit in mich einatmete.
...
55 Alwei und Jule im Sturm
Vorschautext:
Die junge Weide blicke in den Himmel. Ein alter Eichenbaum stand in ihrer Nähe.
Sie nannte ihn “Alwei” und meinte damit “alte, weise Eiche”.
Der alte, stämmige Eichenbaum schien gedankenverloren in die Ferne zu blicken.
Er hatte vor ein paar Jahren der jungen Weide den Namen “Jule” gegeben. Das stand für “junges Leben”.
Die Weide wandte sich der alten Eiche zu und sprach “Alwei, der Himmel verdunkelt sich !”.
Der alte Eichenbaum war gedankenversunken, wartete einen Augenblick und sagte dann:
“Ja Jule, eine schöne Zeit findet ihr Ende und weicht einer Zeit der Herausforderungen”.
“Wie meinst Du das ?” fragte die Weide.
Alwei antwortete: “Wir hatten eine wundervolle Zeit der Wärme, des liebevollen, lebendigen Licht- und Schattenspiels der Natur,
der ergiebigen Fülle, des Wachstums und des Wohlbefindens.
Nun wird sich das alles in sein Gegenteil verkehren.”
Jule erwiderte: “Du meinst es gibt einen Grund, Angst zu haben ?”
...
54 Auf dem dunklen Grunde dreh’n sie ihre Runde
Vorschautext:
Dem Widdertier
folgt wild der Stier
Es läuft nach wilden Zwillingen
der Krebs mit großen Scherenklingen
Gefolgt vom Löwen der schlecht sieht
weil er vor 'ner schönen Jungfrau flieht
Sie fasst plötzlich hinter sich und fand
eine Waage in ihrer Hand
Des Skorpions Stachel in Himmelsmeere sticht
dahinter stört das den Schützen nicht
Dessen Pfeil vom Bogen
kommt recht schnell geflogen
...
53 Lebe Glücklich
Vorschautext:
Lebe glücklich, lebe froh
wie der Floh
im Katzenkloh
52 Schweigen ist die größte aller Lügen
Vorschautext:
Tina Eipas wurde auf dem Marktplatz gesagt:
„Die größte aller Lügen ist das Schweigen !“

Sie antwortete:
„Dem stimme ich nur bedingt zu !
Jede Wahrheit hinter dem Schweigen hat ihre Zeit und ihren Kontext“

Sie überlegte kurz und ergänzte:
„Allerdings is es mit der Wahrheit, wie mit einer Frucht.
Wenn sie unreif ist, sollte sie in Ruhe weiter reifen.
Wenn sie jedoch überreif ist, vergammelt sie und wird weggeworfen !
Sie hilft dann niemandem mehr, sich zu sättigen.“
...
51 Das Laufgitter
Vorschautext:
Am frühen Morgen prophezeite ein blauer Himmel einen schönen Tag.
Ein kühler, leichter Wind spielte mit den Blättern der hohen Bäume auf dem Bergrücken.
Tina Eipas Hund bellte.
Sie setzte ihre Teetasse ab, schaute ihn an und sagte:
„Ja, lass uns heute mal ins Dorf gehen. Ich möchte gerne mal ein paar Menschen um mich haben.“
Jugendlich spielerisch gingen sie den Berg hinab ins Dorf.
Dort angekommen, setzte sie sich auf eine Bank und streichelte,
ganz in Gedanken versunken, ihren Hund.
Die Menschen wuselten herum, unterhielten sich aufgeregt miteinander.
Alles wirkte unharmonisch hektisch.
Getrieben, unruhig, gelangweilt, gebückt, belastet, lärmend.
So wirkten sie auf Tina.
...