Profilfoto von Hans Hartmut Dr. Karg

Profil von Hans Hartmut Dr. Karg

Typ: Autor
Registriert seit dem: 18.01.2017

Statistiken


Anzahl Gedichte: 6.664
Anzahl Kommentare: 0
Gedichte gelesen: 1.980.241 mal
Sortieren nach:
Titel
1364 So dacht' ich einst
Vorschautext:
So dacht' ich einst

So dacht' ich einst: Wer das Wort lehrt,
Der glaubt auch an rettende Religion,
Doch Lehren und Glaube sagen noch lange nicht,
Dass Handeln nach Religionsnormen überall Pflicht,
Der Vater geehrt mit dem Menschensohn,
Weil man so den Friedenslöser ehrt.

Man sagt so leicht, dass man gläubig sei,
Geht vielleicht in Kirchen, hin zum Altar
Und versenkt sich in religiöse Rituale,
...
1363 Womit niemand rechnete
Vorschautext:
Womit niemand rechnete

Niemand rechnete doch mit Krieg,
Weil er in schönen Friedenszeiten lebte,
Nicht aus war auf Kampf und den Sieg,
Mit denen nun die Lebensangst ja bebte.

Denn junge Männer, dahingeschlachtet
Für ideologische Unsinnigkeiten,
Mit denen auch die Gottheiten verachtet,
Lassen uns den Frieden nicht bereiten.

...
1362 Dass nichts passiert!
Vorschautext:
Dass nichts passiert!

Fahr' vorsichtig mit Deinem Rad,
Es liegt Sand in kurviger Straße!
Wir brauchen kein Fleisch, haben Salat
Und Obst, womit ich mich auf Dich verlasse!

Nur wegen gewohnten Kaufzwangs
Musst Du doch nicht früh aufstehen!
Wir essen weder Schwein noch Gans,
Du musst nicht zum Einkauf gehen!

...
1361 Da sind es
Vorschautext:
Da sind es

Da sind es die ständigen Lügen,
Das Manipulieren und das Betrügen,
Mit denen kein Frieden möglich
Und ein Leben unerträglich.

Die Erde geht vor die Hunde,
Hitze packt uns Stunde um Stunde:
Den Tyrannen ist das egal,
Sie mobilisieren Soldaten und Stahl.

...
1360 Am Ende aber schweigt das Wort
Vorschautext:
Am Ende aber schweigt das Wort

Von unserem Glücke geehrt
Schlittern wir durch unser Leben,
Kaum gangbar und händisch bewehrt
Wollen wir: Es soll uns alles geben!

So ganz begehrlich, tausendfach
Geraten wir an unsere Wünschbarkeiten
Und geben darin lebenslang nicht nach,
Wollen uns Neuschönes zubereiten.

...
1359 Aufstehen muss der Mensch!
Vorschautext:
Aufstehen muss der Mensch!

Selbst wenn die eigene Seele leidet,
Der Körper sich vor Schmerzen windet
Und deshalb unser Geist halbwirr,
Ist's schon der Geist, der dann entscheidet,
Ob ein Mensch suchend Linderung findet
Und diese Klarheit seine Zier.

Natürlich hört man immer wieder:
Kein Kraut ist schicksalsebenbürtig,
Dagegen lässt sich gar nichts machen.
...
1358 Befindlichkeiten
Vorschautext:
Befindlichkeiten

Manche Menschen kreisen nur um sich,
Sehen weder Dich noch mich,
Sind gefangen in Befindlichkeiten
Öffnen sich nicht zu Weltfreiheiten.

Das ist der Egomanen Natur:
Sie hängen nur an eig'ner Schnur,
Um bei sich alles zu erfragen
Und der Gegenwart Adieu zu sagen.

...
1357 Was haben wir denn für einen Staat?
Vorschautext:
Was haben wir denn für einen Staat?

Darf jeder denn heute jeden belügen,
Gar jeder auch seine Mitbürger betrügen,
Wo kein Kläger ist und kein Richter,
Wirtschaft vielleicht ohne Schlichter?

Gilt dies dann wiederum tausendfach
Mit viel Weh, Ach und Ungemach,
Die Opferrolle weit ausladend, viral
Und jeder Schutz dadurch wird schal?

...
1356 Schmerzende Hüfte
Vorschautext:
Schmerzende Hüfte

Ich weiß nicht mehr, wie ich liegen soll,
Der Schmerz erfasst die Seite voll
Und treibt mir, ach was, denkste,
Den Schweiß in meine Ängste.

Ist es Verdrehung, ist's Arthrose,
Gar ein Tumor, wenn in Unterhose
Ich aufmache mich, gestützt auf den Tisch,
.Schwer leidend, nicht heil, gar nicht frisch.

...
1355 Das Alter organisieren
Vorschautext:
Das Alter organisieren

Du willst nicht wahrhaben, dass Du alt bist,
Weil doch das Eigene Deine Freiheit ist,
Hast noch etwas Geld, um unabhängig zu sein,
Bist mobil und mit Zweisamkeit nicht allein.

Du willst noch alles selber machen,
Gern organisieren Deine Siebensachen,
Niemanden nerven, lebensfroh bleiben
Und lustvoll Deine Zeilen schreiben.

...
1354 Lehrertätigkeiten?
Vorschautext:
Lehrertätigkeiten?

Wenn Lehrer nur noch dokumentieren
Und ihre Arbeit verwaltend führen,
Wird zwar ganz wunderbar berichtet,
Jedoch kaum gebildet und unterrichtet.

Sind Kollegien nur noch mit sich beschäftigt,
Man ihnen gar Coaches an die Fersen heftet,
Weil man so auf nachhaltige Verbesserung sinnt,
Gerät man auf Abwege, wird organisationsblind.

...
1353 "Ich will nicht mehr frieren"
Vorschautext:
„Ich will nicht mehr frieren“
(Fabel)

„Ich will nicht mehr frieren,“
Sagte der Hahn zum Huhn.
„Dann darfst Du Dich nicht so aufführen!
Da hast doch nur mit Fressen und Treten zu tun!“

Natürlich war der schöne Hahn um sich bemüht,
Stolzierte als Ganter zwischen seinen Hennen.
Er bliebt behutsam, doch auch hart, abgebrüht,
Aus dem Gehege konnte ihm kein Huhn wegrennen.
...
1352 Sonntagsglück
Vorschautext:
Sonntagsglück

Direkt mit längerem Liegen verweilen,
Den Sonntag als Chance begreifen,
Dass nichts diesem Tag kann enteilen,
Weil Stress wir uns nicht überstreifen.

Wenn uns dann ein Sonnentag scheint,
Verblasst Mühsal in unserem Sinnen:
Mit Seelenkräften sind wir BEIDE vereint
Und können unser Spiel beginnen.

...
1351 Ruhe in die Welt zu bringen
Vorschautext:
Ruhe in die Welt zu bringen

Überall begegnen uns Geilheit und Hektik,
Der Daddelwurm – er ist überall!
So zeigt sich moderne Dialektik:
Eine Freiheit – wie im Hasenstall!

Man wähnt sich so herrlich frei
Und ist doch mediengefangen
In und mit diesem täglichen Vielerlei,
Als wäre die Muße verlorengegangen.

...
1350 Nach dem Eklat
Vorschautext:
Nach dem Eklat

Man möchte doch keinen Stress,
Doch wenn Kommunikation entartet,
Das Geschrei fährt in Seelenbläss',
Ist manches nicht mehr vornehm geartet.

Man tritt fluchtartig betreten auseinander,
Keiner hätte bei der Feier an solches gedacht,
Dass damit auftritt ein alter Ganter,
Der jetzt lautstark und brutal tabula rasa macht.

...
1349 Die Osterinseltragödie
Vorschautext:
Die Osterinseltragödie

So könnte es uns als Menschheit ergehen:
Nachdem dort alle Bäume gefällt waren,
Nur kahl die Osterinseln noch zu sehen,
Konnte man nicht mehr zum Fischfang fahren.

Steinfiguren zementierten religiösen Wahn:
Göttersegen sollte Nahrung bringen!
Von Göttern Hilfe erflehen sodann,
Um gegen das Verhungern anzusinnen.

...
1348 Geburtstagsfeier mit Einzelkind
Vorschautext:
Geburtstagsfeier mit Einzelkind

Ach, ein Geburtstagskind freut sich sehr,
Wie wir uns als Kinder gefreut haben,
Wenn Oma und Opa besuchsweise kamen daher:
Wir durften uns an deren Süßigkeiten laben!

Doch das ist vielfach anders heute:
Zucker und Süßes sind ungesund!
So führt man mit gebremster Freude
Den Schokoriegel verstohlen zum Mund.

...
1347 Rechtschaffenheit
Vorschautext:
Rechtschaffenheit

Mit der Bibel ein Leben verbringen,
So schaffte Großmutter fast hundert Jahre.
Religiös geerdet konnte es ihr gelingen
Trotz Armut beseitigen die NACHTMAHRE:

Früh schwanger und doch verlassen
Wurde sie arrangiert verheiratet.
So konnte ein Alkoholiker sie fassen,
Unglück wurde so ihr bereitet.

...
1346 Zwei Hahnen auf dem Mist
Vorschautext:
Zwei Hahnen auf dem Mist

Zwei Hahnen auf dem Mist,
Der eine reich, der andere mächtig:
Da drohen Kampf und schlimme List,
Denn keiner bleibt da unbedächtig.

Es geht ja nur um eine Botschaft:
Wer von uns darf der Stärkere sein.
Also wird das alle Üble hergeschafft,
Man schlägt sich immer hundsgemein.

...
1345 Warum denn nicht einfach Fragen stellen?
Vorschautext:
Warum denn nicht einfach Fragen stellen?

Im Außencafé lauernd herumsitzen,
Viel zu viel wissen voneinander:
Mancher möchte es schon galanter,
Während andere missgünstig schwitzen.

Manche Idylle bleibt dies nur scheinbar,
Die Nachbarn aber tuscheln bereits:
„Warum fehlt denn heute der Sohn,
Haben sie ihn gestellt ins Abseits?“

...