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| 1364 | So dacht' ich einst | |||
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Vorschautext: So dacht' ich einst So dacht' ich einst: Wer das Wort lehrt, Der glaubt auch an rettende Religion, Doch Lehren und Glaube sagen noch lange nicht, Dass Handeln nach Religionsnormen überall Pflicht, Der Vater geehrt mit dem Menschensohn, Weil man so den Friedenslöser ehrt. Man sagt so leicht, dass man gläubig sei, Geht vielleicht in Kirchen, hin zum Altar Und versenkt sich in religiöse Rituale, ... |
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| 1363 | Womit niemand rechnete | |||
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Vorschautext: Womit niemand rechnete Niemand rechnete doch mit Krieg, Weil er in schönen Friedenszeiten lebte, Nicht aus war auf Kampf und den Sieg, Mit denen nun die Lebensangst ja bebte. Denn junge Männer, dahingeschlachtet Für ideologische Unsinnigkeiten, Mit denen auch die Gottheiten verachtet, Lassen uns den Frieden nicht bereiten. ... |
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| 1362 | Dass nichts passiert! | |||
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Vorschautext: Dass nichts passiert! Fahr' vorsichtig mit Deinem Rad, Es liegt Sand in kurviger Straße! Wir brauchen kein Fleisch, haben Salat Und Obst, womit ich mich auf Dich verlasse! Nur wegen gewohnten Kaufzwangs Musst Du doch nicht früh aufstehen! Wir essen weder Schwein noch Gans, Du musst nicht zum Einkauf gehen! ... |
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| 1361 | Da sind es | |||
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Vorschautext: Da sind es Da sind es die ständigen Lügen, Das Manipulieren und das Betrügen, Mit denen kein Frieden möglich Und ein Leben unerträglich. Die Erde geht vor die Hunde, Hitze packt uns Stunde um Stunde: Den Tyrannen ist das egal, Sie mobilisieren Soldaten und Stahl. ... |
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| 1360 | Am Ende aber schweigt das Wort | |||
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Vorschautext: Am Ende aber schweigt das Wort Von unserem Glücke geehrt Schlittern wir durch unser Leben, Kaum gangbar und händisch bewehrt Wollen wir: Es soll uns alles geben! So ganz begehrlich, tausendfach Geraten wir an unsere Wünschbarkeiten Und geben darin lebenslang nicht nach, Wollen uns Neuschönes zubereiten. ... |
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| 1359 | Aufstehen muss der Mensch! | |||
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Vorschautext: Aufstehen muss der Mensch! Selbst wenn die eigene Seele leidet, Der Körper sich vor Schmerzen windet Und deshalb unser Geist halbwirr, Ist's schon der Geist, der dann entscheidet, Ob ein Mensch suchend Linderung findet Und diese Klarheit seine Zier. Natürlich hört man immer wieder: Kein Kraut ist schicksalsebenbürtig, Dagegen lässt sich gar nichts machen. ... |
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| 1358 | Befindlichkeiten | |||
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Vorschautext: Befindlichkeiten Manche Menschen kreisen nur um sich, Sehen weder Dich noch mich, Sind gefangen in Befindlichkeiten Öffnen sich nicht zu Weltfreiheiten. Das ist der Egomanen Natur: Sie hängen nur an eig'ner Schnur, Um bei sich alles zu erfragen Und der Gegenwart Adieu zu sagen. ... |
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| 1357 | Was haben wir denn für einen Staat? | |||
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Vorschautext: Was haben wir denn für einen Staat? Darf jeder denn heute jeden belügen, Gar jeder auch seine Mitbürger betrügen, Wo kein Kläger ist und kein Richter, Wirtschaft vielleicht ohne Schlichter? Gilt dies dann wiederum tausendfach Mit viel Weh, Ach und Ungemach, Die Opferrolle weit ausladend, viral Und jeder Schutz dadurch wird schal? ... |
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| 1356 | Schmerzende Hüfte | |||
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Vorschautext: Schmerzende Hüfte Ich weiß nicht mehr, wie ich liegen soll, Der Schmerz erfasst die Seite voll Und treibt mir, ach was, denkste, Den Schweiß in meine Ängste. Ist es Verdrehung, ist's Arthrose, Gar ein Tumor, wenn in Unterhose Ich aufmache mich, gestützt auf den Tisch, .Schwer leidend, nicht heil, gar nicht frisch. ... |
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| 1355 | Das Alter organisieren | |||
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Vorschautext: Das Alter organisieren Du willst nicht wahrhaben, dass Du alt bist, Weil doch das Eigene Deine Freiheit ist, Hast noch etwas Geld, um unabhängig zu sein, Bist mobil und mit Zweisamkeit nicht allein. Du willst noch alles selber machen, Gern organisieren Deine Siebensachen, Niemanden nerven, lebensfroh bleiben Und lustvoll Deine Zeilen schreiben. ... |
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| 1354 | Lehrertätigkeiten? | |||
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Vorschautext: Lehrertätigkeiten? Wenn Lehrer nur noch dokumentieren Und ihre Arbeit verwaltend führen, Wird zwar ganz wunderbar berichtet, Jedoch kaum gebildet und unterrichtet. Sind Kollegien nur noch mit sich beschäftigt, Man ihnen gar Coaches an die Fersen heftet, Weil man so auf nachhaltige Verbesserung sinnt, Gerät man auf Abwege, wird organisationsblind. ... |
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| 1353 | "Ich will nicht mehr frieren" | |||
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Vorschautext: „Ich will nicht mehr frieren“ (Fabel) „Ich will nicht mehr frieren,“ Sagte der Hahn zum Huhn. „Dann darfst Du Dich nicht so aufführen! Da hast doch nur mit Fressen und Treten zu tun!“ Natürlich war der schöne Hahn um sich bemüht, Stolzierte als Ganter zwischen seinen Hennen. Er bliebt behutsam, doch auch hart, abgebrüht, Aus dem Gehege konnte ihm kein Huhn wegrennen. ... |
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| 1352 | Sonntagsglück | |||
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Vorschautext: Sonntagsglück Direkt mit längerem Liegen verweilen, Den Sonntag als Chance begreifen, Dass nichts diesem Tag kann enteilen, Weil Stress wir uns nicht überstreifen. Wenn uns dann ein Sonnentag scheint, Verblasst Mühsal in unserem Sinnen: Mit Seelenkräften sind wir BEIDE vereint Und können unser Spiel beginnen. ... |
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| 1351 | Ruhe in die Welt zu bringen | |||
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Vorschautext: Ruhe in die Welt zu bringen Überall begegnen uns Geilheit und Hektik, Der Daddelwurm – er ist überall! So zeigt sich moderne Dialektik: Eine Freiheit – wie im Hasenstall! Man wähnt sich so herrlich frei Und ist doch mediengefangen In und mit diesem täglichen Vielerlei, Als wäre die Muße verlorengegangen. ... |
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| 1350 | Nach dem Eklat | |||
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Vorschautext: Nach dem Eklat Man möchte doch keinen Stress, Doch wenn Kommunikation entartet, Das Geschrei fährt in Seelenbläss', Ist manches nicht mehr vornehm geartet. Man tritt fluchtartig betreten auseinander, Keiner hätte bei der Feier an solches gedacht, Dass damit auftritt ein alter Ganter, Der jetzt lautstark und brutal tabula rasa macht. ... |
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| 1349 | Die Osterinseltragödie | |||
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Vorschautext: Die Osterinseltragödie So könnte es uns als Menschheit ergehen: Nachdem dort alle Bäume gefällt waren, Nur kahl die Osterinseln noch zu sehen, Konnte man nicht mehr zum Fischfang fahren. Steinfiguren zementierten religiösen Wahn: Göttersegen sollte Nahrung bringen! Von Göttern Hilfe erflehen sodann, Um gegen das Verhungern anzusinnen. ... |
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| 1348 | Geburtstagsfeier mit Einzelkind | |||
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Vorschautext: Geburtstagsfeier mit Einzelkind Ach, ein Geburtstagskind freut sich sehr, Wie wir uns als Kinder gefreut haben, Wenn Oma und Opa besuchsweise kamen daher: Wir durften uns an deren Süßigkeiten laben! Doch das ist vielfach anders heute: Zucker und Süßes sind ungesund! So führt man mit gebremster Freude Den Schokoriegel verstohlen zum Mund. ... |
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| 1347 | Rechtschaffenheit | |||
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Vorschautext: Rechtschaffenheit Mit der Bibel ein Leben verbringen, So schaffte Großmutter fast hundert Jahre. Religiös geerdet konnte es ihr gelingen Trotz Armut beseitigen die NACHTMAHRE: Früh schwanger und doch verlassen Wurde sie arrangiert verheiratet. So konnte ein Alkoholiker sie fassen, Unglück wurde so ihr bereitet. ... |
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| 1346 | Zwei Hahnen auf dem Mist | |||
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Vorschautext: Zwei Hahnen auf dem Mist Zwei Hahnen auf dem Mist, Der eine reich, der andere mächtig: Da drohen Kampf und schlimme List, Denn keiner bleibt da unbedächtig. Es geht ja nur um eine Botschaft: Wer von uns darf der Stärkere sein. Also wird das alle Üble hergeschafft, Man schlägt sich immer hundsgemein. ... |
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| 1345 | Warum denn nicht einfach Fragen stellen? | |||
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Vorschautext: Warum denn nicht einfach Fragen stellen? Im Außencafé lauernd herumsitzen, Viel zu viel wissen voneinander: Mancher möchte es schon galanter, Während andere missgünstig schwitzen. Manche Idylle bleibt dies nur scheinbar, Die Nachbarn aber tuscheln bereits: „Warum fehlt denn heute der Sohn, Haben sie ihn gestellt ins Abseits?“ ... |
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