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Titel
72 Harfenwind
Vorschautext:
Im Sonnen, Wonnen, Himmels Gestürm.
Die gelegte Zeit sich wohl vergangen neigt.
Sich in den Wind ein Harfen Liede wiegt.
Einst wachte und den Abend berührte.

Nun als dem Hafenlichte Schatten glich.
Gewichen aus dem Segel wohlig spricht.
Was Zweige, Knospen, Morgen wähnen.
Die sich zum Flügel einen Dufte wählen.

Der einst im Sturm so wohl gewärmt,
den Blick in Silben trug, gar weit entfernt.
...
71 Quellen Sicht
Vorschautext:
Quellen Sicht

Wie sehr gefrischt sich zog ein Weg.
Noch einst die Sehsucht freudig blieb.
Sich wich die Quell vom Fuss und glich.
Ein einzig helles Wasser strich,
so sanft in warmen Tages Mythen.
Erwuchs aus leeren Augenblicken,
ein Klang so rauschend, wohl erwichen.
Das Herz umfließt zum Tropfen gießt,
sich löst von allem, in den Wolken liest.
Wie sich das wahrste, klarste wiegt.
...
70 Wogen
Vorschautext:
Wogen

Aus allem Sein, verschwam die Ruh.
Sich Nachtens legt, in Holzes Truh.
Welch Abend lag, der Zeit im Weg.
Ein Monden Licht, ein freier Steg.

In Wellen einst verschwand ein Funken.
Noch Herzen suchten ihre Stunden.
Im hellen Schein, gebar der klarste Wein.
Ein liebend, wärmend rosig Kleid.

...
69 Bach geblättert
Vorschautext:
Bach geblättert

Ein Sinn fließt manches still umsunken,
im wanken aus Gedanken Stunden.
Ist es das danken für den Tau im Morgen,
dem vergab man seine kleinsten Sorgen.
68 Stiller Sinn
Vorschautext:
Stiller Sinn

Aus Wogen Monden Abend Tälern,
gegrünten Zweigen, rosend Feldern.
Da war ein fernes, still so Takt voll.
Benommen noch und sunken,
in trunken Stillen Tau im Willen.
Ist's wahr geblieben, eines verträumten
Blickes Augen Tages Stillen.
Aus jenen Fragen, alles warme zu heben.
Was bliebe ohne Sein ein Leben,
es blieb in Liebe ewigst geben.
67 Wind im Korb
Vorschautext:
Wind im Korb

Aus rosig Blüten Bach geplätscher,
sich ergab ein Weizenkorn gekernt
im Blick zum Himmel.

Aus einem Blüten Nacht Gewimmel,
versprach sich Glück, die Hand zu reichen
geweicht im Sonnen Tau, zu weichen.

Geglichen hat sich nur ein Wind,
er Strich die Seiten Wolken Astes Regen gleich.
...
66 Sonnenblumen Kern
Vorschautext:
Sonnenblumen Kern

Ein Sonnen Kern sprach leis vom Winde,
sich kleidet nur das Himmels Kinde.
In Wolken Tagen Monden Sagen,
will man den Sinn der Zeit erfragen.

Ein Windes Hauch ein liebend Aug,
als ob die Sonne grünt, noch mehr als Laub.
Auf dessen Rosen man sich bettet,
man lag so warm in Honig, lieblich ließt geblättert.

...
65 In den Himmel geschrieben
Vorschautext:
In den Himmel geschrieben

Als alles vormals Nebel brach.
Dacht ich ich läge, fern vom Himmels Weiten Ast.
Da wurden meine Schritte klein,
ich zog den Mut und blieb so gut.
Das mich kein Blatt mag jemals mehr erfreuen,
als meiner Worte selbig Klang.
War alles so, wie ich es fand.
Ein treues Quell, ein ewig Land.
64 Wolken Dächer
Vorschautext:
Wolken Dächer

Manch kleines scheint, das Aug zu tasten.
In vielem großen wohnt dies fern, in vollem Schein
der Kerzens Wärmend hellend Fern.
Ein Schatten weicht, gleicht sich im Wein.
Aus Wasser Quellen versank, das Sein im Spiegel.
Den man sich nahm und hielt für einen Siegel.
Im Blick gefasst, was sind uns Lasten.
Wenn man doch möcht, zu Wolken blicken.
Sich wohl im Morgen stets erwecken,
mit einem sanft aus Feder Betten Decken.
...
63 Lebens Herbst
Vorschautext:
Lebens Herbst

Ein laues Herbstes Abend Blatt.
Sich lag zum Blick, der Augen Takt.
In blauen Feigen, erst die Güte meinen.
Sich um die Wahrheit nie verneinen.
Man kannte alles, wusste viel.
Doch sprach man um die Zeit zu viel.

Was währt bleibt allem, die Erkenntnis.
Ihr Wert ist meist, das Innere Verständnis.
62 Abend Vogel
Vorschautext:
Abend Vogel

Betagte Abend Monden Sagen,
aus Sternen fast sich erst der Wagen.
Im Glanz gefunkel Spiegels dunkel,
sah alles noch, in Wimpern voll die Nacht.
Wie sacht sich doch alles im Winde wiegt.
Ein Traum der vormals Stille blieb.
Ein Takt aus dessen Klang man sich verliebt.
Wie alles das, verlebt gelebt noch wenn sich wahr
ein Korn erhebt.
Da wurde Tau, zum schöpfen eines Baches Weg.
...
61 Was lässt zum Brunnen, uns den Spiegel legen?
Vorschautext:
Was lässt zum Brunnen, uns den Spiegel legen?

Der uns zusammen sieht in Wegen,
aus dessen, wir die Wonne kannten.
Geehrt, uns erst die Namen nannten.
Was blieb dies letzt der Tusche, feste Feder.

Ein Glas im Quell, der Augen Glanz.
Ein ewig liebend, Sommers Nachtens Tanz.
Aus dessen man gewiss gedrungen,
den Wellen sagend Duft vernahm.

...
60 Sommer Kirsche
Vorschautext:
Sommer Kirsche

Kirsch geblättert leg ich jene Zeilen,
allem ehrt ein klein, des Silben seien.
Auf giehlben Zeil, in einer weil.
Nach allem sprießt ein erster Keil,
aus einem Ast, gesprost vergoss.
Sich legte wohl, die Kirsch zum Sproß.

Was Tau erweckt, die Stille deckt.
In Augen alles blau entdeckt.
Da wandere ich im Blick zum Tal.
...
59 Linden Weg
Vorschautext:
Linden Weg

Aus einem Ast gebrochen, hat sich die Linde, viel versprochen.
Was kleidet, zog die Blätter nach.
Sie fielen tief und still der Nacht.
In Röschen tiefen, wohlig Schlaf.
Da waren nur noch, das weiß der Schafe.
Sie blieben wohl und klangen wie die Harfe.
Geschützt wie Zepter, legten sich die Boote in den Hafen.
Die Wellen von denen sie sich, das Holze schnitzen
ist Ihrem gleich, doch sie versunken Himmel weich.
Der Hoffnung weinend lag aus dem weiß der Bäume,
...
58 Vom blauen Himmel
Vorschautext:
Vom blauen Himmel

Lass uns die Kirschen in die Stille legen,
die Blätter erst am Tische weben.
Von Quellen uns den Regen wischen
und ewig uns die Wahrheit fischen.

So wie die Zeit den Tau aus Wundern ließt,
ein Blicke sich ins Blaue gießt.
Wenn Rosen nur den Winde kleiden,
so ist's so lieb auf grünen Weiden.
57 Waldes Lichtung
Vorschautext:
Waldes Lichtung

Wenn sich die Zeit hält sanft den Kuss zu Wangen,
in tropfend stillen Augen klingen.
So wurde dies ein volles Wort, man sprach gedacht
wacht wohl entfacht.
Im weißen Kleid das Blätter füllt,
und nochmals zieht zum klaren Bach.
Aus dessen Quell man reicht die Zeit. Die Lippen stimmt,
sich wohl besinnt.
Und aus dem Licht die Hoffnung spürt, in Schritten nochmals
einst den Weg berührt. Noch vormals, alles barg aus Holz.
...
56 Blaue Zweige
Vorschautext:
Blaue Zweige

Ein Veilchen blühte Himmel weich,
sich legte dann in Federn gleich.
Was Stille sang, in Wolken schmeckt.
Ist's uns das Herz, das uns im Sommerabend weckt.
Uns leise dann die Kerzen lischt.
Wie Sonnenlichter, helle Monde, weite Blicke.
Wenn Morgens uns der Tau dann weckt,
von allem Wasser, wohl die Tropfen deckt.
Dann wusste man, was alles sei.
Nur um die Liebe, zog es einen ewig fein,
...
55 Sonnen Lichter Wellen
Vorschautext:
Sonnen Lichter Wellen

Aus lichtem dunkel, Glanz gefunkel.
Geschönt im Sinn sich bettet wacht.
Gedacht so aus den Wundern spricht
und Tags die Nacht, im Zauber wacht.

So weilt die Zeit, verspricht gedeiht.
Das weiß so wahr, den Tropfen klart.
Allesamt bewahrt, wie alle Zeit für Ewigkeit.
Ein Blick so frei, ein Herz im Kerzen Kleid.
54 Seiden Wein
Vorschautext:
Seiden Wein

Aus Abend lindem trunken Wein,
im Himmelsgeflecht geglättet ums Sein.
Da wurde ein Hauch geschmiegt als Seide sich wiegt,
aus Sonnentau im Kleid, aus Stille die uns liegt.

Im Herzen spricht aus Wolken Winden weicht.
Feder leicht hinfort, als Quellentau sich im Kerzenlichte lischt.
Aus Träumen Tage Monden Sternen Tau geweicht.
Als Horizonte in dem Mondenstrauche, sich nun gleicht.

...
53 Stiller Blick
Vorschautext:
Stiller Blick

Federn Tusche Himmelstuch,
stillem Hauches Blattes Glut.
Allem ruht ein eigen Weg,
Gilden Vorhang blauer Steg.

Augenblick gesehnte See,
Windeshauch und Wolkenschnee.
Träumend lag ein Berg in Ferne,
Sternenstaub und Sommerregen Wärme.

...