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Gedichte über Sehnsucht - Seite 74




Einsamkeit

Einsamkeit, ein Gefühl so schwer zu beschreiben, aber so leicht zu spüren.
Ein Leben voller Einsamkeit und doch umgeben von Menschen.
Menschen, Familie, Freunde, aber niemand, der diese Lücke in dir und mir füllt.
Diese Leere, die uns abends nicht einschlafen lässt und bis in unsere Träume verfolgt.
Erschwert mir das Leben, erschwert uns das Lieben.
Aber zu welchem Preis gebe ich diese Einsamkeit auf?
Dieser Schutz, den diese Lücke uns bietet.
Dieser Schutz, der diesen Teil in mir bewahrt, den ich für dich verborgen habe.
Den du mir nimmst. Aber was machst du mit diesem Teil?
Warum schützt du diesen Teil nicht, wie ich es so lange geschafft habe?
So lange versorgt und geliebt habe.
Warum teilst du diesen Teil mit anderen?
Warum belächelst du diesen Teil, wenn er schon ein Teil von dir geworden ist?
Warum merkst du diese Liebe nicht?
Warum gehst du, wenn du bleiben willst?
Warum lügst du, wenn du die Wahrheit sagst?
Warum schämst du dich für das, was du liebst?
Warum schämst du mich, die dir das Lieben beigebracht hat?
Das Leben sogar. Habe ich nicht deine Einsamkeit geliebt und geschützt?
Sie beruhigt. Was für mich die Welt war, war für dich nur ein Film, den du nie wahrnehmen wolltest.
Ein Film, den du so sehr gehasst hast, dass es schon Liebe war.
Aber was war dein Hass? War es unsere Art zu lieben?
Unsere Art zu leben? Unsere Art, wir selbst zu sein?
Du du zu sein oder ich ich zu sein.
Was hast du mehr gehasst? Wen hast du mehr gehasst?
Wen hasst du nun mehr? Denkst du noch an mich, wie ich an dich?
Wie ich an die Augenblicke deiner Liebe klammere.
Diese Augenblicke, die so kurz und gezwungen waren, aber für mich mehr als ein letzter Atemzug wert sind.
Mehr als meine Seele. Ich war noch nie allein, bevor ich dich traf.
Bevor ich dich liebte. Du hast mir Liebe, Sehnsucht, Nähe gezeigt.
Jedoch gabst du mir Einsamkeit, Trauer, Wut und Angst.
Jeder Tag, der ohne dich beginnt und ohne dich enden wird, wird die Hölle sein.
Du hast mir meine Ruhe genommen. Du hast mir die Fähigkeit zur Einsamkeit genommen.
Du wusstest, dass du gehst. Warum gehst du nicht, bevor du überhaupt ankommst?
Warum kommst du, bleibst und liebst, wenn du gehst?
Warum zerstörst du alles, um dann nie wieder zurückzublicken?
Warum verlässt du alles, aber nimmst das Wichtigste mit?
Warum nimmst du meine Einsamkeit und lässt nur die Erinnerungen zurück?
-Yalnizlik Böcegi
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Die alte Gitarre

Mit der alten Gitarre in meiner Hand,
erklingt eine lange Geschichte.
Vor mehr als 100 Jahren entstand,
dieser Zauber, im Glanze so schlichte.

Welche Melodien zeitlebens gespielt,
von Glück und Wehmut begleitet.
So schöne Stunden, von Herzen geliebt,
und Kummer der Seele bereitet.

Die Noten, die unser Leben uns schreibt,
die Klänge nie lautlos verstummen.
Musik, die uns in Liebe vereint,
in Ewigkeit dadurch verbunden.

Im Krieg sie vielleicht etwas Hoffnung gebracht,
den Glauben niemals zu verlieren.
Im Kampf die Verlorenen leise bedacht,
um in Leid keinen Hass zu verspüren.

Zwei Seelen verbunden, die sich einst fanden,
im Rausche des Glücks harmoniert.
Und neues Leben, welch daraus entstanden,
die Zukunft ganz neu komponiert.

Den Traurigen Trost und Mut hat verleiht,
getrocknet ein Meer voller Tränen.
Den Schiffbrüchigen einen Anker gereicht,
nicht in den Fluten unterzugehen.

Hat sie dem Sträfling ein Licht geschenkt,
der Dunkelheit mal zu entfliehen.
Des Henkers Blick in Umkehr gelenkt,
um Gnade vor Recht zu besiegeln.

Den Kranken und Schwachen die Angst minimiert,
dem Tod nicht mit Furcht zu begegnen.
Den Weg ins Dasein mit Frieden serviert,
den Schritt der Erlösung zu segnen.

Den Kleinsten in unserer Welt hat gezeigt,
Freude, die sich frei entfaltet.
Lieder mit Kinderlachen vereint,
jedes Herz mit Wärme bekleidet.

Melodien vom Wind in die Welt getragen,
ein Hauch zu spüren von jener Kraft.
Das Gefühl zu tanzen, sich vom Glück zu laben,
wenn wir ergriffen von solch einer Macht.

Zu schnell vergessen, was in Liebe gedeiht,
Erinnerungen kommen und gehen.
Was im Herzen doch fest sitzt und Seelen vereint,
wird uns immer mit Sehnsucht umgeben.

Die lieblichen Klänge, so zart sie begannen,
So kräftig sie haben im Leben gehallt.
Die Gedanken des Seins nicht im Grund versunken.
Die Macht der Gefühle das Innere salbt.

Die alte Gitarre in meiner Hand,
mit Geschichten, die ungeschrieben.
Erinnerungen vom Lebensband,
in Gedanken der Spieler verblieben.
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