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Gedichte über Romantik - Seite 15


Der Wasserfall

Einst entsprang der Mensch aus der Natur,
war Teil dieser grünen ursprünglichen Struktur.
Noch bevor man mit Maschinen sie bezwang,
lebte der Mensch mit der Natur im Einklang.

Erst spät kehrte die Einsicht ein, war weit entrückt,
fürs Wohlbefinden braucht man mehr Natur zurück.
Menschen lieben sie wieder, viel aufs Grüne geben,
tief im Innern spüren sie, die Natur bedeutet Leben.

Wollen Eins sein mit ihr, in ihr wieder gesunden,
tief im Herzen sind sie alle mit ihr verbunden.
Wer sie liebt, lernt sie zu schätzen und zu achten,
wird sie als überlebenswichtigen Partner betrachten.

Die Natur ist eine Oase an Schönheit & Harmonie,
lädt ein auszuruhn und unsere Sinne zu schärfen.
Sie birgt viele magische Orte mit reicher Phantasie,
lehrt uns, auf jede Winzigkeit einen Blick zu werfen.

Tiefblau erreicht die Meeresweite die Unendlichkeit,
erinnert, wie klein wir inmitten der Natur weit und breit.
Der Wald spendet uns den Odem des Lebens,
geborgen unter Bäumen atmen wir nie vergebens.

Als Bewunderer alles Schönen finden wir uns im Tal,
sehen klare Bächlein fließen, kleine Bäume überall,
ummalt von grünen Wiesen, vereinzelt große Riesen,
der Boden von tausend Pflanzen bedeckt am sprießen.

Steile Felsen ragen hoch ringsum um uns empor,
schauen aus ihrem erhobenen Platz tief ins Tal.
Dumpfes Dröhnen trifft schallend an unser Ohr,
ausgelöst von diesem gigantisch großen Wasserfall.

Donnernd stürzt das viele Wasser hinab so tief,
niemand hält es nun vom Absturz mehr auf.
Ein großer Teil von dem, was oben noch loslief,
verweht in Sprühnebel aufstobend im Ablauf.

Der Fallwind bläst beständig frisch im schönen Tal,
hat kurz bedrohliche Wolken wieder fortgeschoben.
Die Sonne malt daraus dem benebelten Wasserfall,
den schönsten knallbunten Regenbogen.

Laß du mich in deine weichen Hände sinken,
stumm vergraben Stirn und Wangen nur,
bin verlockt, an deinen Gefühlen zu ertrinken,
bist mein Wasserfall in unserer beider Natur.

Gibst mir den Frieden, dem ich oft gelauscht,
aus Quellen flüsterts, auch aus Blumen ganz leis,
vom Gefühlsstrom mithinabgerissen berauscht,
im freien Fall zeigt sich unser Vertrauensbeweis.

Es gibt auch Liebende, die in der Natur verwundert
sprechen mit Tieren und Pflanzen, mit ihnen tanzen.
Noch nie einer ist hier an Luft und Liebe verhungert,
so Glücksbeseelte haben nur Appetit auf Romanzen.

© meteor 2024
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Heart of Levian

Wide Boys - Wanderjungs,
geboren mit dem Herzen eines Levian!

Seomra Duine - Ein Zimmermann,
die Herausforderung fängt schon früh an!

Ein Leben auf der Walz,
wurde als Ziel sich gesetzt,
von kleinauf als Junge galts,
die strengen Regeln nicht verletzt.

Fast spartanisch war & ist mein Weg,
werde nicht schwanken bis zum Schluss,
in Stärke, Mut, Geist, Wahrheit, Loyalität…
zuoberst der Fleiss als ehrbares Muss!

Ich bin ein Levianer,
mein Haupt leg ich dort zum Schlaf,
wo ich tagsüber mit Levianern
erledigte unser Handwerk brav.

Wir dienen unserem Stand der Zunft,
unserer Gilde gilt unsere Loyalität!
Ziehen vereint durchs Land & Unterkunft,
manch Haus es ohne uns nicht gäb.

Bestens ausgebildet nach unserer Herkunft,
entbehrungsreich und doch reich an uns.
Jeder steht stets für den anderen ein,
keiner läßt den anderen im Stich oder allein.

Bei allem Fleiss ist uns Feiern nicht fremd!
Nur wer die Annehmlichkeit des Lebens kennt,
sieht einen Sinn in seinem harten Streben,
wird weiter fleissig sein, um nachts zu leben.

Bewunderung ist der Cousin des Neids,
ich hatte einige Maskottchen zum Weib.
Erinnere mich an viele ihrer Gesichter,
beerenroten Lippen & so süß ihre Trichter.

An den Geruch von zerdrückten Gänseblümchen
und den Duft von langem, wechselfarbigen Haar.
Ihre Beine waren alle seidig wunderschön,
einfach anmutend, nicht ahnungslos, schon klar.

Ich sah zu, wie sie auf Felsvorsprüngen standen,
wie Göttinnen aus der Unterwelt entkamen.
Schlief in Milchscheunen bei Melkkühen mit ihnen,
doch nie war dabei ein Eifersüchtiger erschienen.

Weil jedem war zuvor bereits sonnenklar,
dass dieses Liebesspiel ein Flüchtiges war.
Und worauf jede Frau sich verlassen wollte,
kein Levianer ihr jemals Übles antun sollte.

Ihr Ruf war tadellos und die Tugend legendär,
mit ihnen war diese Freiheit fast euphorisch,
Kein Weib verlor dadurch etwa ihre Ehr',
als Nebenbuhler sah man sie mehr illusorisch.

Es ist ein recht oberflächliches Liebeslos,
doch ein Levianer hatte höhere Ziele,
in seinem Handwerk war er wirklich groß,
auch deshalb waren ihm Frauen zum Wille.

Muss lachen, weil ich fast alles erreicht hab,
was ich wollte, eine gute Ausbildung als Mann!
Ein respektierter Levian wie man mir vorgab,
Ich lache, weil man das nicht wegnehmen kann.

Und wenn die Zeit für mich gekommen ist,
meine Dienste nicht mehr von Nöten sind,
suche ich mir, was offen auf der Wunschlist,
eine treuliebe Frau mit so manchem Kind.

© meteor 2024
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