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Gedichte über Romantik - Seite 14


Nebelnacht

Der Mond schaut lüstern durch das dichte Nebelkleid,
Unter Windesflüstern unser Blick reicht nicht weit,
Um uns herum liegt unheimlich-finsteres Dunkel,
Weiter droben erkennen wir schwaches Stern-Gefunkel.

Als wir heut losgingen noch so spät durch diesen Wald,
Du wolltest erst nicht, noch fremd war dir dieser Fleck,
Folgtestet meinem Wunsch, hattest aber dennoch Respekt!
Und nun, typisch Frau, da wird mir auf einmal kalt ...

Wie wäre es jetzt schön, würd’ hier jetzt eine Hütte steh'n.
Da könnten wir uns wärmen drin, nichts weiter jetzt im Sinn.
Wie gut, dass du an meiner Seite jetzt bist, wie du immer warst.
Bist alles auf was ich vertrauen kann, mich vor Üblem bewahrst.

Mit Blick auf die dunkelsten Tage, als alle weggerannt.
Alles schien sich in Nichts aufzulösen, nur eine Frage der Zeit!
War das zuviel für einen Mann, es zuviel von dir verlangt?
Bei mir zu bleiben! Mich zu behüten vor dieser kalten Einsamkeit!

Ahhhhhh! Ach du Schreck!
Da steht ein Häuschen dort auf dem Fleck.
Mich fröstelt's immer mehr.
Wo kam denn das auf einmal her?

Du, das war doch eben noch nicht da,
Vielleicht spukt`s in diesem Wald ja!?
Was ist das nur für eine seltsame ungeheure Nacht?
Bitte weiche nicht von meiner Seite, halte Wacht!

Ganz langsam gehen wir ins Haus, sehr unheimlich mir wird.
Da hängen schief-spinnwebenverklebte Bilder an den Wänden,
Greifen nach uns wie mit ausgestreckten gierigen Händen!
Manch ein grausiges Gesicht darauf mich anstiert ....

Wenn hier alles, wirklich alles jetzt gleich zusammenfällt,
Bist du mein Schutz, mein Feuer in dieser so kalten Welt!
Wenn auch alles sich zu Staub verwandelt,
Wir bleiben in unseren Seelen eng verbandelt!

Da! Dort eine große Leiter, die führt zum Speicher rauf!
Ok, nur paar Sprossen noch, du nimmst es in Kauf...
Steigst ganz langsam doch unverdrossen hoch hinauf,
Reichst mir deine Hand, bist mein Halt, mein Geländerlauf!

Sag mir, wie es nur soweit kommen konnte in dieser Welt,
Jeder nur mehr sein Eigenes im Blick und Geld!
Es scheint, alles geht zur Hölle, alles ist verloren ...
Doch wir bleiben stark wir halten durch, sind verschworen!

Das Knarren der morschen Bodendiele! Siehst du meine Gänsehaut!?
Nur eine Kerze erhellt den Raum, alles so bizarr und voller Staub...
Eine Tür am anderen Raumende, als würde sie auf uns warten ...
Voller Zuversicht öffnest du sie mir, dahinter ein wunderschöner Garten!

Ich wusste, mit dir wird sich alles zum Guten für mich, für uns wenden
In dieser so verrückten Welt, wir nur gemeinsam einen Weg fänden!
Hand in Hand betreten wir den Garten, lassen zurück was war,
Vor uns was auch immer wird uns erwarten, wir zwei sind unbeirrbar...

© meteor


© meteor 2024
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Trostspender

In der Morgendämmerung ich mich hier erneut einfinde
Durch Wolken scheint der Mond auf vertrauten Silberteich
Um mich Dickicht und Gebüsch, unweit eine große Linde
Lichtscherben sich widerspiegeln im stillen See wellenreich

Aus der Nacht, der dunklen, schweren Nacht tret ich heraus
Erloschenes Sternenbild des Ruhms geschlagener Schlacht
Flatternde Schatten meines Heldentums lachen mich aus
Unsichtbare Wunde brennt, äußerer Schmerz verflacht

Das Vermächtnis meines Schicksals lässt an mir nagen
Bin desöfteren am Hofe an Lug und List am verzagen
Die Jahre vergingen zu schnell, habe sie sehr genossen
Die süße Lieb' und friedvolles Glück mit Wein begossen

~+~

Im Winde klingt mit Harfenton ein verführerisches Wort
trägt mich Alternden meiner Jugend verlustig an diesen Ort
Hier überdauert wonach meiner Seele stets gewesen ist
Hier ist der Grund nicht zu betteln um längere Lebensfrist

Diese Nacht ist wunderschön, der helle Mond gibt mir Licht
Wie in einem Spiegel sich meine Erinnerungen im Wasser zeigen
Du Romanze meines Lebens, wie lieblich ist darin dein Gesicht
Auf meinen Lippen spürte ich deine immer sehr gut leiden

Die Sterne sind so wunderschön, wie deine Augen zwischen ihnen
Am hellsten hab sie funkeln gesehn, wenn nachts vom Mond beschienen
Auf ewig trag ich die Augenblicke mit dir in meiner Seele anheim
Wo auch immer ich fortan bin, du wirst in ihr in mir bei mir sein

Deine Schönheit scheint mir dir von Mutter Natur geschenkt
Unser Schicksal war uns gnädig, hat unsere Pfade in einen gelenkt
Die kühne Jugend buhlt um deine Gunst, macht dir schöne Augen
Einst selber ein Jungspund, da konnt ich mir das auch erlauben

Was soll ich mich grämen um unaufhaltbaren Lebensvoranschritt?
Ich lebte mein Leben, erlebnis- und erfahrungsreich bestückt
Ein Drachenreiter weiß sich der Treue seines Drachens auf ewig sicher
Du Saphira bist immer bei mir, auch jetzt spürte ich dich nie inniglicher

In diesem melancholischen harten Kampf in Schwermut verfallend
Schöpfe ich stets wieder Hoffnung, diese Wunden zu schließen
Werd mir für eine Weile wieder die Welt um mich bunt ausmalen
Die mir verbleibende Zeit mit allem mir lieben dankbar genießen

Sodenn die Dämmerung endlich in den neuen Tag über geht
Die nebelgrauen Gedanken mit den ersten Sonnenstrahlen verweht
Im Wasserspiegel geblendet vom grellen sonnigen Lichterspiel
Auf Saphiras Rücken reite ich zurück, mit neuem Lebensgefühl
~ ♥♥ ~

© meteor 2024
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