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Gedichte über Lust - Seite 4


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Die Insel

Komm flieh mit mir mit dem Wind
ich bring dich weg an einen Ort ungestört
an dem nur du und ich sind ...
an dem unser Seufzen nur uns gehört

Wo wir jede Schicht unserer Körper lieben
Gedanken an uns erotisch geschwungen
auf neue Höhen verstärkt getrieben
in bisher nie erforschte Tiefen vorgedrungen

Es ist Zeit, dass du mir versicherst ...
unsere Zuneigung ist nicht bloß Fantasie
Baby, sag nur ein Wort, das eintrichtert
die höchsten Gipfel verheißen Süße wie nie

Oben angekommen, werde ich dich halten
niemals loslassen, wenn du befreit fällst
stundenlang mit dir intimste Dialoge ausfalten
deine Sinnsuche durch mich infrage stellst

Verlockt von stöhnenden Augen, die verzaubern
erfolgt mein Signal, dich zu verschlingen
meine saftigen Lippen gierig deine ansaugen
von Unterlippe bis zum Hals dich auswringen

Wir zehren uns die Kleider vom Leib
machen eine exklusive Sightseeing Tour
rollen nackt am Strand entlang
im nassen Wellensand treibt unsere Spur

Peitschen uns zu unseren höchsten Punkten
schreien unsere Namen über das Meer
unser Echo schickt sinnlich Schauer in Funken
durch unsere Körper gischt Lust von innen her

Begießen unseren ekstatischen Abenteuertripp
von allen exotischen Tränken am Kosten
wirbelnde Zungen auf Tropfenjagd geschickt
holen alles zwischen & auf Bojen und Knospen

Tief eingedrückte Körper im Strandsand
wie zwei angetriebene offene Muschelschalen
fest in sich verkrochen, Hand in Hand
ihr Muschelfleisch köstlich rosa am Strahlen

Lustvoller Nebel unsere Schatten bedeckt
weiter unsere Tiefen neugierig durchdringen
sinnliche Sünden ohne Reue ausgestreckt
die Reise auf unserer Insel erneut beginnen …

© meteor 2024
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Im Lichterschein

Leidenschaften sich offenbart,
Wünsche vorerst noch gezügelt,
niemals zuvor so darauf vernarrt,
von solch Vorfreuden beflügelt.

Erhoffte Romanze ist eingekehrt,
Verlangen wird jetzt gierige Lust,
keine ästhetische Liebesnacht begehrt,
nur Drang nach bald gestilltem Durst.

Mit schleichenden Blicken
auf Satin-glattweicher Haut,
schmachtend der Nacht entrücken,
in Erotik getränkt, sich anvertraut.

Ein kerzenbeleuchteter Dinner
den Willen auf die Prüfung stellte,
Champagner auf Eis im Dimmer,
löste Hemmungen in der Kälte.

Ein Feuer im offenen Kamin
uns einzig mit Licht einhüllt,
halten unser Drängen noch hin,
als Leidenschaft die Nacht erfüllt.

Ich streichel zärtlich dein Haar,
massiere dich ins Wohlgefühl,
du atmest sanft, bin dir so nah,
feines sinnliches Neckespiel.

Endlich treffen Lippen aufeinander,
so zärtlich und so hoffnungsvoll,
Zungen eng verflochten ineinander,
suchend, sind schier liebestoll.

Eine Fingerspitzenspur mäandert
von deinem Hals zu deiner Wirbelsäule,
auf Nervenenden gezielt gewandert,
gewecktes Vergnügen ... Sinnesfreude!

Tücher flüsternd auf den Boden segeln,
erfreuen die Haut, die sie aufdecken,
Keine Eile, keine Hetze, keine Regeln,
die ganze Nacht bleibt zum Vollstrecken.

Einen Pfad heisser Küsse begangen,
über weiche Kehlen der Knierücken,
die Körper schmerzendes Verlangen
erpicht darauf, stets zu entzücken.

Beim Schimmerlicht des Feuerscheins
zwei Körper dem alten Ritus verfallen,
leises Stöhnen der Lust vermengt zu Eins,
mit den Geräuschen der Nacht am verhallen.

© meteor 2024
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