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Gedichte über Liebe - Seite 2532


Trauter Mond

Sind wir nicht die glücklichsten Zwei auf Erden?
So wohlbedacht vom Schicksalsnebel wir werden!
Haben erneut uns anheimelnd hier getroffen,
Seelenverwobene aus zwei unheimlichen Zündstoffen!
.
Schauen verliebt durch den lichten grauen Schleier,
hoch zum strahlenden Mond am Firmament.
Auch er in Sehnsuchtswehen fast verbrennt,
Der glühenden Sonne er stets nur nachrennt,
Jeden Tag und Nacht die selbe gleiche Leier.
.
Zu sich einladend er seine Hand uns reicht,
geleitet hindurch tausenden Wolken der Wonne,
um bei ihm zu sein, von ihm getragen so leicht,
im Angesicht der entfernt schlafenden Sonne.
.
Staunend, aufgewühlt, im Wir verträumt,
in trauter Zweisamkeit auf ihm abgelegt.
Von Sternen belächelt, Schnuppen umsäumt,
wohlig warm gebettet, neue Wünsche gehegt.
.
Beschirmt vom mächtigen Nachtgestirn,
unser Geheimnis der Nacht er mit uns teilt,
den Himmel drunten als traulicher Fallschirm,
Uns'ren Augenpaare Blicke überall enteilt.
.
So ziehen wir im sanften Zug durch ferne Räume,
in lichter Sternennacht eng Hand in Hand.
Auf das uns diese kosmischen Träume
führten bis an den äußersten Sinnesrand.
.
Im weiten Himmelsbogen ziehen wir wie gebannt,
werden Teil im Augenblick unentwegter Wiederkehr.
Berauscht von diesen Himmelshöhen so unerahnt,
gehen ein ins ewig unendliche Lichtermeer.
.
Nicht viel enger bei uns sein, uns so innig nah,
wie in diesem Moment ursprünglicher Einfachheit!
Nur wenig Liebenden wird dies so klar offenbar,
wie du trauter Mond uns weist Unsterblichkeit...

© meteor 2023
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Der Motor der Liebe - Eine Geschichte mit Gedicht

Die Liebe zog, wie eine sich auflösende Nebelwolke, aus ihrem Herzen.
Ihr inneres Licht wurde immer schwächer.

Wie eine Lichtmaschine am Automotor, die ein überlasteter Riemen verband.
Erst wurde er locker, dann drehte er durch.
Am Ende zerriss er.
Nur noch die Batterie ließ den Motor laufen.
Doch ohne Lichtmaschine wurde sie immer schwächer und schwächer.
Nur noch von außen konnte sie aufgeladen werden.
Das konnte nur noch mit der Energie anderer geschehen.

Ihr Verstand sagte:
„Du brauchst sie nicht !
Lass die Liebe zieh’n -
Wir sind viel erfolgreicher ohne sie !“

Ihr Herz sprach ...
doch sie verstand es nicht.
Es wurde zum Motor,
der ihren Körper am Leben erhielt.
Am Leben ?
Lebt ein Roboter ?

So lebte sie mehrere Tage, Wochen, Monate, Jahre
und verbrauchte die Energie anderer,
denn ihr inneres Licht konnte die Liebesenergie für ihr Herz nicht mehr liefern.
So fraß sie gierig die Energien anderer:
Energien der Angst, der Wut, der Qual und des Leides.
Sie wurde zum Vampir, zum Narzissten.

Eines Tages ...
durchzog sie ein Funke der Weisheit:
„Ohne inneres Licht bin ich nicht vollkommen !
Selbst wenn ein gesunder Mensch sich nicht vollkommen fühlt,
so hat er doch das Potential,
vollkommen zu sein !“
Sie ließ diesen Gedanken tief in sich eindringen,
bis ein neuer kam:
„Liebe ohne inneres Licht funktioniert nicht !“
mit dem Wunsch:
„Ich möchte wieder lieben lernen !“

Sie suchte nach der Ursache ihrer Blockade,
bis Sie erkannte, dass ihr größter Feind ihre Angst und die Überheblichkeit ihres Verstandes war.
Doch wie konnte sie sich wieder zu dem verändern, was sie einst war ?

Plötzlich vernahm sie in sich eine Stimme, welche ihre eigene zu sein schien und doch nicht war:
„Der Weg zur Vollkommenheit führt über den Pfad ...
der Vergebung, der inneren, positiven Moral, der Selbstverantwortung, Erkenntnis und des Wollens !“

„Ich werde so sein, wie ich sein will !“ programmierte sie ihren Verstand.
„Ich will meinem Herzen die Aufmerksamkeit zukommen lassen, die bisher nur mein Verstand bekommen hat
!!! !!! !!!
„Ich las einmal: Energie folgt der Aufmerksamkeit !
Diesen Spruch will ich verinnerlichen !
So lasse ich wieder meine Energie in mein Herz fließen !
Ich werde mir eine Liste machen, was für mich als Moral bindend sein soll.
Eine Liste meiner Tugenden und Werte !
Und diese Liste werde ich durch ein Ritual in mir so lange verfestigen,
bis ich das bin, was ich sein will !“

So tat sie es und wurde zu dem, was sie sein wollte !


Ihre Liste der Tugenden und Werte:
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Meine wichtigsten Tugenden und Werte,
die mich die wichtigste Lektion meines Lebens lehrte:

Die 'Liebe' soll mich führen !
'Geduld' läßt mich den Augenblick erspüren,
die 'Freude' mich begeistern und beleben.
Die 'gute Absicht' ist mein Streben.
Die 'Resonanz mit der göttlichen Ordnung' soll mir eine Richtschnur sein.
Ich öffne meine inneren Türen:
Licht und 'Weisheit' trete in mein Leben ein.
'Mitgefühl' möge mich zu Tränen rühren.

Trübsal, Trauer, Leid
und Schicksalsbeben,
sind auch eine Zeit,
um Heiterkeit
und einem spritzig, fröhlichen Leben,
den würdigen Inhalt mir zu geben !

© jogdragoon
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