Sortieren nach:

Gedichte über das Leben - Seite 1623


ICH BIN EINE SCHNECKE MIT SCHNECKENHAUS

Eine schnecke kommt langsam voran, ist aber meistens auf den rechten weg. Sie ist leicht aus der bahn zu bringen. Wenn du nur mit deinem finger in die nähe ihrer fühler kommst, spürt sie es schon und zieht sich zurück. Zuerst nur die fühler, aber wenn sie merkt und das geht sehr schnell, es kommt eine große gefahr auf sie zu, dann zieht sie sich total in ihr schützendes häuschen zurück und wartet, bis die gefahr vorbei ist. Dann geht es emsig weiter, damit sie schnell – aus ihrer sicht – weiter zu ihrem ziel kommt.
Das ziel ist für die anderen nicht leicht zu erkennen, ist es das kohlblatt oder der nächste grashalm. Daher kommt es häufig vor, dass sie einfach aus ihrer bahn gebracht wird – natürlich nur, weil die leute es gut mit ihr meinen – und setzen sie wieder ein ganzes stück von ihrem ziel entfernt auf den boden. Doch sie gibt nicht auf und fängt wieder von vorn an, um zum ziel zu kommen.
Es gibt nicht viele menschen, die sie anfassen mögen, weil sie so rutschig ist und teilweise schleimig. Der schleim bleibt an den fingern haften und es dauert lange, bis er wieder weg ist. Genauso ist das mit ihrer spur, die sie bei jedem voran kommen hinter sich lässt. Die menschen, die sich auch nur ein bisschen für schnecken interessieren und sie berühren, kommen nicht mehr so schnell los von ihr. Sie merken erst viel später wie hartneckig der schleim ist!
Es gibt allerdings auch menschen, die schnecken ausrotten wollen. Manche unbedacht, die treten nur auf sie und das haus, ihre sicherheit, ist zerstört und nicht mehr auf zu bauen.
Manche aber zerstören sie bewusst. Sie bauen barrikaden, so dass sie nicht weiter kommen
K a n n.
Es gibt aber auch die menschen, die auf indirekter art sie vernichten möchten. Sie legen gift aus. Es schlägt erst später an. Die nerven fangen ganz langsam an abzusterben. Dann ist es aber zu spät, sie müssen so zurecht kommen.
Andere menschen sammeln schnecken, um sie zu verspeisen. Sie lieben sie so sehr, dass bbsie sie auffressen müssen. In ihrer liebe zu ihnen vergessen sie ganz, dass so die schnecke auch nicht leben kann!




Wetten

Ich wette gegen die Zeit! Das ich aus jeder
Sekunde etwas besonderes mache. Ich wette
gegen das Leben. Das ich aus jedem Tag etwas
besonderes mache. Ich wette gegen die Welt.
Das sie sich jeden Tag für etwas besonderes
dreht. Denn ich habe es beschlossen, Dir
zu sagen was Du für mich bist! Denn ich habe
es beschlossen, Dir zu sagen was ich von Dir
will. Denn ich habe es beschlossen, Dir zu
sagen: "Das ich Dich liebe!" Und das Du alles
bist. Du bist die Welt die sich nicht umsonst
dreht!  Du bist die Sekunden mit Sinn.
Du bist der Tag, der etwas besonderes ist.

Ich wette gegen jede Idee, das es größeres gibt.
Ich wette, gegen jeden Glauben, dass es besseres
gibt! Ich wette gegen jede Erfahrung das es eine
sinnvollere gibt. Denn ich habe beschlossen es
Dir zu sagen, für was ich lebe. Denn ich hab
beschlossen es Dir zu sagen, für was ich denke!
Denn ich habe beschlossen es Dir zu sagen, für
was ich ich fühle. Denn ich habe beschlossen es
Dir zu sagen, dass ich Dich liebe. Und das Du alles
Bist. Du bist die größere Idee. Du bist der bessere
Glaube! Du bist die sinnvollere Erfahrung!

Ich spiele um das besondere Leben. Ich spiele um
die besondere Sekunde. Ich spiele um die besondere
Welt. Ich spiele, um die besondere Idee. Ich spiele
um den besten Tag. Ich spiele um den besten Glauben.
Ich spiele, um die bessere Zeit. Denn ich weiß: "Mit
Dir kann ich nur gewinnen!" Denn ich weiß: "Mit
Dir bin ich ein Sieger!" Denn ich weiß: "Mit Dir ist
alles Liebe!" So spiele Ich! So gewinne ich! So lebe
ich! Neben Dir: „Neben allem Wissen! Neben allem
Glauben! Neben allen Ideen!“ So lebe ich: "Neben
Dir das Leben! Mit Dir die Liebe! Das Spiel mit
Sinn!"

                                Klaus Lutz
... hier klicken um den ganzen Text anzuzeigen


Gut

Ich schreibe Gedichte. Ich versuche etwas. So
einen Satz der stimmt. So einen Text der was hat.
Ich versuche es so. Irgendwas sinnvolles mit der
Zeit. Mit dem Leben. Und so überhaupt. Mit dem
was es so hat. Mit dem, was trotz allem Sinn hat.
Trotz der Behinderung. Trotz dem Allein sein.
Trotz all dem was das Leben nicht mehr hat.
So an Reisen. So an Abenteuern. Und all den
Träumen. Ich lebe und versuche etwas! Und das
ist Gut! 

Andere gehen in Bordelle. Vergnügen sich mit
Frauen. Haben den Spaß. Und wissen es so. Das
Leben ist so ein Hindernislauf. Und es nimmt
immer. Und es nimmt alles. Und  ist schon irgend-
wie komisch. So wer das Leben entdeckt. Wer es
versteht. Der versucht sich zu retten. So mir
Allem. Und hin und wieder hat er alles Leben. Und  findet so etwas. So etwas das mehr ist. Das, was
hin und wieder stimmt. Und er überlebt. Und das ist Gut!

Andere sitzen in Kneipen. Diskutieren über Gott
und die Welt. Reden so die besten Gedanken in
die Nacht. Mit Alkohol! Mit Lärm. Und schlechter
Musik. Und wissen es so. Ein Tag verlangt so alles.
Und nimmt so alles. Aber ich bleibe. Ich bin noch
da. Ich denke weiter. Ich lebe weiter. Ich gehe weiter. Mit allem was ich bin. Mit allem was ich
sage. Mit allem was mir Kraft gibt. Ich bin Heute
da. Ich bin Morgen noch da. Und das ist Gut! 

Andere sitzen in Parks. Beobachten den Sternen-
himmel. Denken sich ein Lied. Summen so mit den
Gedanken. Und wissen und ahnen es so. Der Mensch
und das Universum. Und das Leben . Es ist groß! Es
ist klein! Es ist alles. Und alles ist das Leben.
Und es fliegt vorbei. Und sie singen so vor sich
hin. So zu den Sternen. Und sehen das Leben. So
das Beste. So für eine Sekunde seine Melodie. So
alles Licht. Und das ist Gut! 

Andere sitzen allein in einer Bude. Vereinsamt!
Unverstanden! Tabletten oder eine Pistole an der Seite. Und zählen so die Sekunden. Und denken
so an die Tage. Und an das Leben. Und was so kommt.
Und was so kommen kann. Dann zählen sie ihre letzten 
Moneten. Vergessen die Tabletten. Vergessen die
Pistole. So für diesen Tag. Und rufen sich ein Callgirl. Und überleben eine Stunde mehr. Und
wissen so etwas mehr. So von dem Leben. So von all dem, was niemand löst! Und das ist Gut! 

Andere gehen auf die Strasse. Und schreien es
heraus. Rennen durch die Stadt ohne Ziel. Schlagen Purzelbaum. Drehen sich im Kreis. Raufen  sich die Haare. Und haben so alle Liebe im Kopf die es gibt. Vergessen einfach mal die Vernunft. Und sind nur Liebe! Und sind nur Leben. Und sind nur Welt. Sind
da. Und erinnern so an das was der Mensch ist. So immer so an der Grenze zum Wahnsinn. So immer das,
was gerade so reicht. Und geben nicht auf! Gerade
und trotzdem nicht. Und das ist Gut!

Ich weiß nicht. Ich habe so viel über das Leben
nachgedacht. Ich habe so viel über das Leben
gehört. Ich habe soviel Gespräche über das Leben geführt. So viele Theorien. So viel Philosophie. 
So viel kluges erfahren. Aber eins ist mir klar.
Mir gefallen immer besser die Menschen, die trotz allem überleben. Trotz all den klugen  Gesprächen.
Und den endlosen Theorien. Und, ich denke, das ist Gut!

Klaus Lutz

8/2010
                                                                
... hier klicken um den ganzen Text anzuzeigen