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Gedichte zu Karneval - Seite 18


Maskenball

Das ganze Leben ist ein Theaterspiel, ein nie endender Maskenball
Ständig setzen wir diverse Masken auf
Sie nur nicht vergessen, uns ja nicht im dresscode vermessen, wir achten penibel darauf

Wir sind die besten Schauspieler
So viele Rollen beherrschen wir schon, kriegen wir anerzogen, passen uns an, lernen neue immer wieder

Je nach Person haben wir eine andere Maskerade
Manchen gegenüber wollen wir um jeden Preis aufrecht erhalten die perfekte Fassade
Und bei anderen wollen wir uns mit der Maske nur ein wenig schmücken
Vielleicht eine Person ein bisschen entzücken
oder auch aus Liebe den anderen vor unseren echten Gefühlen schützen

Doch was braucht es, dass wir unsere Maske wirklich absetzen können?
Unser wahres Ich genau in dem Moment zeigen und uns eine Pause vom ständigen Schauspiel gönnen
Im Einzelnen braucht es vielleicht nur die richtige Person
Eine, der wir wirklich voll vertrauen, bei der wir wissen, für kein Gefühl ernten wir Spott oder Hohn

Aber gesamtgesellschaftlich, da bräuchte es eine andere Welt.
Eine die Schwächen akzeptiert, toleriert, als Mensch sein ansieht.
Nicht an diesem irrealen Glauben dieses stupiden Perfektionismus festhält!

Diese jetzige Welt, in der jeder Fehler Schwäche bedeutet.
Wie kommt’s, dass da nicht längst die Alarmglocke läutet?

Denn diese Perfektion, sie treibt manche in kompletter Verzweiflung, ja sogar Krankheit.
Eine Kehrtwende, die wäre jetzt wohl notwendig und gescheit!

Aber bis dahin ist das wohl der ewige, unausweichliche Kreislauf
Jeder möchte mitrennen beim Maskenball, also dann,
Ich setze meine Maske wieder auf!
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