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Gedichte über Ich liebe Dich - Seite 28




Verlassen

Wieso stößt du mich jetzt fort?
Ich weiß nicht warum?
Doch, "nicht" ist das falsche Wort,
Warum weine ich sonst stumm?!

Die Angst vor meinem Schatten
Bringt mich nicht zum Weinen
Der Verlust von was wir hatten
Drängt Salzwasser zum Vereinen

Die Hoffnung eines Hoffnungslosen
Eine Pistole an meiner Schläfe
Der größte Narr unter Obdachlosen
Der nicht dein wundes Herz träfe

Meine Ausrede ist nur menschlich
Bin mehr schwach als stark bei dir
Ich gab dir nicht alle Macht über mich
Bin Schuld, wenn ich dich nun verlier

Liebe mit Mangel an Überzeugung
War umgeben von einer dicken Wand
Sie war so nah an einer Leugnung
Weil sich einfach kein Zugang fand

Bin schlau genug, um es zu wissen
Es ist verrückt, dich gehen zu lassen
Zu lange ließ ich dich mich vermissen
Meine Liebe nicht von dir erfassen

Ich ließ dich unverhohlen spüren
Du hättest keinen Anspruch auf mich
Ließ mein wahres Ich nicht anrühren
Ob du dafür die Einzige bist sicherlich

Und wenn ich jetzt auf Knien flehte
Du würdest mich trotzdem verlassen
Als unsere Beziehung vorm Aus stehte
Wollte ich mich nicht damit befassen

Dein Schritt stürzt mich in blanke Panik
Doch will ich dich nicht noch verspotten
Uns gehörte die Welt wie auf der Titanik
Unsere Liebe darf nicht im Meer verrotten

Du hast sie uns vielleicht jetzt gerettet
Im Eiswasser wird mir so einiges klarer
Nicht auf drohenden Untergang gewettet
Entpuppe ich mich erst spät zum Bewahrer

Ich werde nicht sofort darauf dringen
Zu stürmisch sind die Gefühle am toben
Um deine Liebe erneut zu gewinnen
Sollst du dir jede Bedenkzeit ausloben

Und ich größter Narr aller Zeiten ...
Muss in mich gehen, an mir arbeiten
Um dir zu beweisen, dass ich verstehe
Nicht nochmal die selben Fehler begehe ...

© meteor 2025
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Hör mir zu...

lass mich berichten
nach der Weisheit alter Sichten.
Wovon ich spreche, liegt schon fern;
es geschah im Jahr des Herrn…
Man nannt´s noch Anno Domini
Vis-a-vis von Rimini.

Es hetzt ein Leu aus Asiens Wüste.
den führt der Weg bis hin zur Küste,
wo hier an weiten Wassers Strand
die Welt bisher ein Ende fand.
Da tigert er nun hin und her
mit weitem Blick aufs große Meer.

Er glaubt, sein Ziel nach so viel Stunden
für ganz nah und gut befunden.
Erwartungsvoll sucht er die Stege
zum Überqueren nasser Wege,
wo´s ihn zu neuen Ufern zieht,
ohne zu wissen, was geschieht.

Er möchte Brücken rasch beschreiten
und lässt sich auch ins Wasser gleiten.
Doch ihn schaudert… er springt rasch zurück!
Fühlt an so kalt sich großes Glück?
Da liegt er nun an heißen Ufern,
lauscht sehnsuchtsvoll den Rufern,

die an andern Stränden wallen,
und wo Leuchtraketen knallen.

Hör gut zu, was nun geschieht:
Von irgendwo erklingt ein Lied.
Die Wasserfrau - eine Sirene -
hat sich verliebt in Leos Mähne.

Sie seufzt um ihn seit langen Tagen,
und ihr Lied will ständig sagen,
wie gut sie ihrem Löwen sei
und ihr Nam wär Loreley.

Es ist der großen Lieb Geschicht:
Der eine liebt, der andre nicht.
Und so klingt es auf aus alten Sagen:
Wasserfrau hat Leu getragen…

Von ihren Armen treu geborgen,
schwamm sie die Nacht mit ihm bis Morgen.
Brachte ihn auch wohlbehalten
durch der Fluten Urgewalten.
War ja selbst des Wassers Kind…
Und Liebe macht auch Nixen blind.


Doch während er begeistert brüllte,
Neuland war, was ihn erfüllte,
Loreley bis heut zur Stund
weint noch immer auf des Meeres Grund.
Manchmal kann man, möcht´s beschwören
in vollen Mondes Nacht leis hören.



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