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Gedichte über Gerechtigkeit - Seite 73


Alte Seelen brauchen Würde (Song)

Alte Seelen brauchen Würde,
(„Keine… kleinen, großen Sorgen…“)
doch im Alter fehlt die Würde.
Die Rente, die sie heute kriegen,
kann den Monat kaum besiegen.
(„Niemals reicht… nur immer Schulden…“)

Alte Seelen brauchen Würde,
(„Keine… kleinen, großen Sorgen…“)
ein Leben lang geschuftet schwer,
Steuern gezahlt…
doch jetzt ist ihre Tasche leer.
Zu wenig Geld an jeder Kasse,
Scham im Blick, Kopf geneigt —
nichts in der Tasche.
(„Immer Sorgen… immer Not…“)

Alte Seelen brauchen Würde,
(„Keine… kleinen, großen Sorgen…“)
die Wohnung kalt, der Strom ist aus,
die Rechnung frisst das kleine Haus.
Sie sitzen frierend, still im Zimmer,
und hoffen: „Morgen wird es nicht schlimmer?“
(„Kein Strom… kein Licht… kein Leben…“)

Alte Seelen brauchen Würde,
(„Keine… kleinen, großen Sorgen…“)
nachts bei Wind und Regen raus,
Zeitung schleppen, nass nach Haus.
Flaschen sammeln, Schritt für Schritt,
damit der Hunger sie nicht frisst.
(„Flaschen sammeln… letzte Würde…“)

Alte Seelen brauchen Würde,
(„Keine… kleinen, großen Sorgen…“)
Suppenküchen, Tafeln voll,
doch ihre Herzen schon lange leer.
Sie stehen an, ganz still, ganz alt,
ihr Blick erzählt: Das Leben war nur…
hart und kalt.
(„Armutstafeln… kalte Scham…“)

Alte Seelen brauchen Würde,
(„Keine… kleinen, großen Sorgen…“)
Weihnachten — ein leerer Tisch,
kein Geschenk, kein warmes Licht.
Nur Erinnerungen an früher,
als das Leben noch ein wenig blühte —
Liebe… und ne volle Essentüte.
(„Keine Weihnacht… keine Würde…“)

Alte Seelen brauchen Würde,
(„Keine… kleinen, großen Sorgen…“)
Silvester flüstern sie ganz sacht:
„Vielleicht wird’s besser über Nacht.“
Doch tief im Herzen wissen sie:
Die Politik hilft ihnen nie.
(„Nur Lügen… leere Wahlversprechen“)

Die Politik, sie hilft sich selber.
Diäten und Gehälter, dick und fett…
im Alter keine großen Sorgen…
ihr Geld, das reicht für tausend Morgen.
(„Der Politik… ist scheißegal…“)
(„Egal… egal… egal…“)
„Scheißegal…“.

© Horst Bulla
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Blinde Gier (Steht auf!) (Song)

[Strophe 1]
Banken und Konzerne,
sie sehen es nur aus der Ferne,
wie die Natur zerstört,
die uns doch allen
zu gleichen Teil gehört.
Sie denken nur an Umsatz,
Macht, Profit und Geld,
zerstören skrupellos die Welt,
bis alles auseinanderfällt.
Ich frag mich, wann
werden sie verstehen,
dass, wenn die Welt am Ende ist,
auch sie mit untergehen.

[Refrain]
Blinde Gier – wir sehen euch!
Blinde Gier – wir wachen auf!
Ihr nehmt uns Leben, Land, Natur und Freiheit,
und nennt es Fortschritt, Demokratie –
und Wirtschaftswachstum.
Blinde Gier – ihr seid nur,
kalte Macht, Gier, Profit und Herz aus Stein.
Doch wir sind viele, laut und schwer –
und eines Tages brecht ihr ein.

[Strophe 2]
Banken und Konzerne,
sie stehen weit weg,
doch ihr Schatten liegt
auf jedem kleinen Fleck.
Und korrupte Machthaber,
Regierungen im Gleichschritt,
geben ihnen Gesetze,
die den Raubbau… staatlich
legalisieren, schützen.
Sie helfen ihnen dabei,
Mensch, Tier, Natur und Erde
rücksichtslos auszubeuten,
bis nichts mehr übrig bleibt –
nur Scherben, Staub und Leere.
Die Welt zerbricht
in ihrem System,
und ich frag mich,
wie lang wir noch daneben stehen.

[Refrain]
Blinde Gier – wir sehen euch!
Blinde Gier – wir wachen auf!
Ihr nehmt uns Leben, Land, Natur und Freiheit,
und nennt es Fortschritt, Demokratie –
und Wirtschaftswachstum.
Blinde Gier – ihr seid nur,
kalte Macht, Gier, Profit und Herz aus Stein.
Doch wir sind viele, laut und schwer –
und eines Tages brecht ihr ein.

[Bridge]
Wenn alles fällt,
wenn nichts mehr bleibt,
wenn selbst der letzte Vogel schweigt,
dann stehen wir da
mit leeren Händen,
doch voller Mut,
bereit, die Welt
aus Asche neu zu wenden.

Und wenn die Mächtigen uns drohen,
wir werden trotzdem weiter gehen.
Denn Straßen lernen,
was Paläste nie verstehen.

[Final‑Refrain]
Blinde Gier – wir stehen jetzt auf!
Blinde Gier – wir brechen euren Todeslauf!
Ihr nehmt uns Zukunft, Freiheit und Licht,
doch heute schreien wir… und schweigen nicht.
Blinde Gier – euer Spiel ist aus,
wir treiben euch aus jedem Haus –
aus jedem Land, von unserer Erde.
Denn wir sind viele, laut, stark und schwer –
und morgen schon, da brecht ihr ein.

Blinde Gier – wir brechen eure Gier!
Blinde Gier – wir brechen eure Macht!
Das Volk erwacht!
Das Volk steht auf!
Steht endlich auf!

© Horst Bulla
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Wehrt euch endlich! (Song)

[Strophe 1}
Das dumme deutsche Volk, so rufen sie von oben,
der Steuerzahler zahlt die dreisten Gehälter für uns da oben.
Hohe Pensionen, unverschämte Diäten, dreiste Privilegien,
und wir sollen dafür schuften, Tag für Tag, ohne zu treten.
(Und wir sollen schweigen!)
(Und nicht treten nach oben!)

Bundespräsident, Kanzler, Minister, monatliche Gesamtbezüge —
zweiunddreißigtausend bis achtunddreißigtausend Euro.
Bundestagsabgeordnete monatliche Gesamtbezüge siebzehntausend Euro
plus — monatliche siebendzwanzigtausend Euro für Mitarbeiter
und Büro-Material.
(Und wir sollen schweigen!)
(Und nicht treten nach oben!)

Goldene Füllhalter, Designer-Schreibpapier, —
Marken-Smartphons und Laptops, —
Erste Klasse Bahncard, Flüge, Reisen, Empfänge, —
Luxus-Hotels, Essen und Trinken, —
Zweitwohnung alles zahlen wir!
(Nichts ist zu Schade und nichts ist zu teuer für sie)
(Und wir sollen schweigen!)
(Und nicht treten nach oben!)

[Strophe 2}
Wir zahlen die kompletten Rentenbeiträge,
fünfzig bis achtzig Prozent der Kranken- und Pflegeversicherung.
Für Regierungen, Bundespräsident, Kanzler, Minister im Licht,
für siebzehn Minister — und wir tragen die Pflicht.
(Und wir sollen schweigen!)
(Und nicht treten nach oben!)

[Strophe 3]
Ein bis fünf Staatssekretäre pro Minister im Staat,
sechzehn Ministerpräsidenten — und wir zahlen die Tat.
Sechshundertdreißig Abgeordnete im Bundestag, Landtage daneben,
tausendachthundert Abgeordnete — wir halten sie am Leben.
(Und wir sollen schweigen!)
(Und nicht treten nach oben!)

[Strophe 4]
Zehntausendsiebenhundertachtzig Bürgermeister im Land,
2 Millionen Beamte — alles in unserer Hand.
Auch die Privatkrankenversicherung zahlen wir mit,
doch wir sollen still sein, brav bleiben, Schritt für Schritt.
(Und wir sollen schweigen!)
(Und nicht treten nach oben!)

[Pre‑Chorus]
Und dann nach ihrem Willen bis siebzig arbeiten gehen,
eine gesetzliche Hungerrente — kaum zum Leben zu sehen.
Höhere Medikamentenzuzahlungen, höhere Steuern, Beiträge immer mehr,
doch wir sollen weiter zahlen, weiter tragen, immer schwer.
(Und wir sollen schweigen!)
(Und nicht treten nach oben!)

Regierung, Abgeordnete, Staatsdiener, Beamte -
nie in der Rente eingezahlt - alles zahlen wir!
Fette Pensionen, fette Witwenrenten,
prunkvolle Ehrengräber, — für sie.
Armutsrenten, Armutsgräber, Hartz-4-Almosen,
Hartz-4-Sanktionen, Kinderarchen, Tafeln und Suppenküchen,
tote Obdachlose auf deutsche Straßen, das gibt es für uns —
für das deutsche Volk!
(Und wir sollen schweigen!)
(Und nicht treten nach oben!)

[Refrain]
Schluss damit — wehrt euch endlich!
Schluss damit — steht endlich auf!
Schluss damit — wir sind viele!
Schluss damit — genug ist genug!
Wehrt euch endlich, wehrt euch endlich,
für unser Leben, unsern Lauf!
(Wehrt euch endlich, wehrt euch endlich)
(Nimmt nicht länger, den Betrug in Kauf!)

[Bridge]
Wie lange wollt ihr warten, wie lange wollt ihr schweigen,
wie lange soll das Volk sich vor den Mächtigen verneigen?
Wir tragen dieses Land, wir halten es am Leben,
doch sie nehmen uns die Kraft — und wollen niemals etwas geben.

[Final-Refrain]
Schluss damit — wehrt euch endlich!
Schluss damit — steht endlich auf!
Schluss damit — wir sind viele!
Schluss damit — genug ist genug!
Wehrt euch endlich, wehrt euch endlich,
für unser Leben, für unsern Lauf! —
Für unser Leben, für unser Land!
(Wehrt euch!)
(Wehrt euch endlich, wehrt euch endlich)
(Nimmt nicht länger, den Betrug in Kauf!)
(Wehrt euch endlich!)
(Wehrt euch endlich — und steht endlich auf!)

© Horst Bulla

https://youtu.be/SA12L5GZPDs
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