Auf den Boden liegt der Spiegel Scherben,
versagte an der Wut seines Besitzers.
Die Wände verziert von staubigen Bildern vergangener Tage - doch die sind nun nichts mehr wert.
In Regalen reihen sich Bücher voller Bilder,
man hört die Lüftergeräusche von Computer.
Dies und das Geplätscher eines Katzenbrunnens allein durchbricht eine eisige Stille
Tabletten und Supplements liegen verteilt auf den Küchentisch, die Arabica ist längst verwolken.
Alexa hat neue Benachrichtigungen, doch da ist keiner mehr, der zuhört oder antwortet.
Doch all das ändert nichts: Ich wurde von jenen vergessen, die es wollten und die sich erinnern, verweilen in Anbetracht des gänzlichen Seins nicht lange mehr hier auf Erden.
Doch die Straßen da draußen bleiben gleich,
die Menschen bleiben gleich,
die Freude, das Glück, die Liebe
und auch die Trauer, das Leid, der Hass.
Alles bleibt gleich.
Doch die Schrift verblasst, kein ehrbares Erbe bleibt von mir. Ohne Macht und Einfluss reihe ich mich in die Schlange der Billionen, deren kleiner Einfluss und Schaffen von der Zeit gefressen ward.
Und doch fühlt es sich zu früh an,
noch bin ich da, aber ich fühle mich nicht so.
Möchte wer sein, doch wurde verraten - wieder - in der Vergangenheit zurückgelassen.
Und die vielen Worte, Narben, Reue, Einsamkeit, Boßheit, Krieg, Enttäuschung, Nostalgie, Wehmut, Trauer, Schmerz, Glaube, Hoffnung, Träume, Zweifel, Röhrenfernseher, Bälle, Rauch, Schnaps, Spiegel, Scherben, Blut, Kratzen, Sucht, Tränen und Liebe, einige Worte nur von vielen, doch ich kann’s einfach nicht:
Es ist zu wenig, ich bin zu wenig.
Egal ob ich den Spiegel zerbreche,
Egal wie sehr ich dieser Welt mit Bilderbüchern zu entfliehen versuche. Egal wie sehr ich im www in die Arbeit stürze, es reicht nicht.
Ich erreiche nicht den Grund der Seele,
vermag nicht ein hohles Herz mit Emotionen zu füllen. Es reicht nicht, die Grenze ist erreicht.
Ein Geist wird niemals das Herz berühren…
…
oder?
N.Fender