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Gedichte über Gefühle - Seite 2476


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Brief an die Nonne: Don’t forget that, Sor.

Man sagt, wenn einer betrunken ist
wird er authentisch
sagt er alles, was er fühlt,
er zeigt sich verletzlich.
Darum danke ich dir
für dein Vertrauen,
für jene Sekunden
einer besonderen Ewigkeit,
die unser Leben, als Freunde, erfüllten.
Voll Abenteuer, voller Wahnsinn
und ja, vielleicht auch mit einem Hauch von Liebe.

Sor, du hast einen Teil deines Wesens offenbart,
als wir auf meiner Party auf dich angestoßen haben.
Doch das bleibt unser Geheimnis.
Du hast beim Abendgrill immer wieder das Lied gesungen:
„Lachend gehe ich durch das Leben, wie ein Clown."
Ich habe es aufgenommen – in mein Album: „Memoiren unserer verrückten Zeit“, wie eine Reliquie, liebe Sor.

Du fühltest sicher, das Lied spiegelt dein Leben wider,
komm,
so dramatisch war in dein reales Leben doch nicht,
denn wir, deine Freunde,
hatten ja mit dir unsere Eskapaden und Wonne
und sind von tausend Dingen deine Zeugen.

Wir liebten das Tanzen, und
erst beim Anbruch des Morgenrotes
kamen wir von meiner Party heim.
Und du, du gingst zurück ins Kloster,
mit einem neuen Märchen für die obere Schwester.

Und mal ehrlich, das bittere Bier, das tranken wir
nicht, weil wir verdorbene Biester waren,
sondern, um den Schmerz, den Liebe verursacht,
zu betäuben.

Und dann kam der Teil, den ich nie vergessen konnte:

***Der Teil am See***
Am See hast du dich einfach ausgezogen,
als wäre dein Körper nie ein Geheimnis gewesen.
Du bist ins Wasser gegangen, ohne ein Wort,
und ich blieb zurück mit deinem Kleid in der Hand
und einer Frage im Herzen, die nie gestellt wurde.

Das Wasser nahm dich auf wie eine alte Freundin.
Er war auch dort – der Mann, den du nicht lieben darfst,
aber nie vergessen konntest.
Ich sah, wie du ihm zulächeltest, wie du schwammst,
ein wenig näher zu ihm. Und als du aus dem Wasser stiegst,
reichte er dir das Handtuch, und eure Finger berührten sich
wie ein Versprechen, das niemand hören durfte.
Das Wasser schwieg, wie du es konntest, und ich lernte, dass Verschwinden manchmal die ehrlichste Antwort ist.

***In der Nonnenschule***

Den Abend meiner Krise,
habe ich auch in meinem Album geschrieben:
Als ich wie Schneewittchen absichtlich
auf den Hof der Nonnenschule fiel,
Und ich landete nicht im Krankenhaus
wie man später flüsterte,
sondern mit euch auf die für dich verbotene Party.
Und du, Sor, warst die Sensation,
all die Männer beim Grill
baten dich zum Walzer.
Und wie du tanztest!
Als hättest du nie etwas anderes getan
als Herzen aus dem Takt zu bringen.

Ach… und all die kleinen Welten, die unsere geheime Liebe damals erschaffen hat!

Du kamst mit deinem Wein, Caballo Loco in der Hand
und das Pils wolltest du an jener Nacht mehrmals trinken,
da ähneltest du mir,
denn sonst warst du besonnen.

Ich nippte an das Bier,
du an deinem rebellischen Rotwein,
während das Hähnchen
knusprig braun auf dem Grill knisterte
wie unsere Gedanken.
Oh, ich wusste, wie du Essen magst!
Du lachtest, warfst mir deinen Blick zu
und ich wusste:
Diese Nacht wird das Leben rot und ungezähmt.

Und in diesem besonderen Moment hast du gesagt,
wie schön es sei, von dem Mann, den du zu lieben glaubst,
umarmt zu tanzen. Ein erhebendes Gefühl lag in deinen Augen.

Sor, jemand hat gesagt,
wer die Liebe nicht kennt,
der weiß auch nichts von den Martyrien.
Ich weiß…
Du hast dich verdammt,
vergeblich verliebt
in fremde Gestalten und
in Pfarrer anderer Religionen.
Und weißt du was?
Gerade bei euch
ist das Verliebtsein ein seltenes Glück.

Und bevor du Nonne wurdest,
warst du ein Mensch,
Ein schönes Mädchen
mit dem Traum von einem Prinzen.
Eine Frau
mit der Sehnsucht nach jemandem,
der dich umarmt.

Und dann wurdest du eine Nonne.
Don’t forget that!

In Erinnerung an unsere innige Freundschaft, liebe Sor Angela
QEPD
©Saliah Ylenia, 2023
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Wer sollte sich schämen?

Es ist still geworden,
doch ich höre immer noch die Schreie in mir.
Es will einfach nicht weg gehen,
weg gehen von mir.
Dieses Gefühl, das mich traurig macht.
Es bleibt bestehen,
egal was ich dagegen mache.
Wieso musste das passieren?
Ich schäme mich für deine Taten,
obwohl du dich dafür schämen solltest.
Welches Herz hält sowas schon lange aus?
Ich will einfach nur noch weg von hier.
Weg von dir
und weg von dem ganzen Schmerz.
Doch du lässt es nicht zu
und quälst mich immer noch.
Es ist wie Berge zu bewegen,
unvorstellbar.
Ich war niemals der Typ,
der weint,
niemals ein Mensch, der viel mit
Gefühlen zu tun hat.
Denn ich ließ mein Herz nie offen zurück.

Mein Verstand ist weg.
Ich drehe durch
und tief innerlich
sind meine Tränen ertrunken.
Ich verliere den Halt.
Was ist passiert?

Diese Zeit war anders,
fühlte sich an als wäre ich nur ein Opfer
und es hat mich geschnitten wie ein Messer.
Als du mich einfach nur benutzt hast,
was hast du aus mir gemacht?
Nun bin ich in der Verfassung,
eines Mädchens mit einem gebrochenen Herzen.
Aber egal was auch passiert,
du wirst mich niemals weinen sehen,
weil ich dir nicht zeige was es mit mir gemacht hat.

Du hast mich benutzt und beschmutzt, schäme dich!
Die Dinge die du gesagt hast kann ich nie vergessen.
Die Dinge die du für mein Herz getan hast sind alle schlecht geworden.
Aber ich stehe immer noch aufrecht wenn ich gehe
und du weißt das es wahr ist wenn ich sage.
Es ist vorbei,
es ist durch!

All diese schlimmen Tage sind vorbei.
Du kannst nichts mehr mit mir machen,
du kannst mich nicht mehr verletzen.
Denn du gehörst nur noch meiner Vergangenheit an.
In mein Leben gehörst du nicht mehr.
Nach all dem was du mir angetan hast,
hast du mich stark gemacht.
Glaube mir wenn ich sage,
dass ich viel aus all dem gelernt habe.
Ich kann keine Tränen vergießen, auch wenn ich es mir manchmal wünschte alles rauszulassen, um mich besser zu fühlen.
Aber bist du überhaupt diese Tränen wert?
Wenn ich an dich denke,
kann ich nur noch Hass empfinden,
denn du hast mir gezeigt,
was Hass ist,
die Liebe kannst du nicht zeigen,
dafür bist du zu schwach.
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