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Gedichte über Gefühle - Seite 1282


Rückschau

Auch wir haben geschaffen in unserem Lande,
Einst in einem neuen schwarzen Gewande;
Was wir tuen konnten, in unseren Städten,
Das haben wir getan, fast möchte ich wetten;
Wir haben Steine gestapelt und Häuser errichtet,
Zunächst auf so manche schöne Lust verzichtet;
Sind Sonntags in die Kirche gegangen,
Es klingelte sanft, wir Gottesstrophen sangen;
Wie Lieschen vor dem Richter standen wir stocksteif da
Und fragten uns heimlich, ob Gott uns zusah;
Wir schufen uns Wohlstand, wir sparten beizeiten,
Nur sollte uns der Teufel nicht wieder verleiten;
Unsere Bäuche wuchsen so rasch und bald
zerstörten wir unseren Wald;
Es duftete Käfer auf unseren Straßen,
Düfte, von denen so manche verblassen,
So modrig schon, Verwesungsdüfte,
Es wallte Schamröte durch die Lüfte;
Und Schwarze kamen und aus den Taschen
Fielen Groschen, mit denen wir unsere Hände waschen.
Und wer hat uns betrogen? Niemand, doch
Erinnere ich mich, wie aus uns der Scharlatan kroch;
Wir verführten alle Welt zu glauben,
Hoch würden sie nicht hängen, die Wohlstandstrauben;
Jeder könne sich schaffen diesen Genuß,
Jeder könne erlangen einen solchen Kuß:
Er müsse nun wieder zu den Waffen greifen,
Um Industrie zu errichten, mit Verteidigung überzustreifen;
So wurden wir frei von Kümmernissen,
Längst nicht geplagt von Gewissensbissen;
Und so mancher hat seinen Glauben verloren,
Statt Freiheit und Demokratie die Beuter erkoren.
Schon sind wir müde vom Börsenhetzen,
Wir träumen davon, uns nicht zu verletzen,
Und um weiterhin an Infarkten zu sterben,
Allein um Unternehmen und Heime zu vererben.
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Der Sozialist

Der Urkommunismus ist des Menschen wahre Geschichte,
Auf die ich auch heute ihre Bedeutung ausrichte,
Mit menschlichen Idealen unsere Zukunft gestalte,
Noch bevor sie als Mensch wie ein Greis veralte.


Der Mensch ist nur in der Gemeinschaft ein höheres Wesen,
Wesbezüglich ich in der Bibel oder bei Marx nachgelesen,
Wie aus der alten eine neue Welt gemacht
Und neues gesellschaftliches Leben entfacht.

Der Sozialist ist nicht modern, und doch morgen,
Fragen sich doch alle, wie eine neue Welt zu besorgen,
Von jenem, den viele irrtümlich für den Schöpfer halten,
Doch sollte allein der Mensch seine eigene Schöpfung verwalten.

Der Mensch entscheide selbst über seine Gesetze,
Statt "Angebot und Nachfrage" und einer unsäglichen Börsenhetze
Seine Handlungen und sein Leben bestimmen,
Auf daß nicht menschliche Wesen im Akkordfieber
verglimmen.

Der Sozialist appelliert an die solidarische Vernunft,
Eine kleine Partei zwar, doch eine schlagkräftige Zunft
Von Aposteln und Jüngern in Evangelistengestalt,
Sie kämpfen für Ideale, so ist der Mensch halt.

"Liebe deinen Nächsten", sein erstes Gebot,
Oder was er auch seinen Feinden als erstes anbot;
"Du darfst nicht töten", sein zweites Geläut,
Was schließlich alle und ihn selbst erfreut.

Der Sozialist appelliert an seine humanen Ideale,
Und predigt wohl zum vieltausendsten Male,
Daß der Humanismus im Mittelpunkt seiner Handlung,
Daß die Welt ganz ohne Hab und Gier stets in Wandlung.

Und so kommt der Tag, schön wie der Morgen
Hinweg gefegt all gesellschaftliche Sorgen;
Ich möchte auch dem Anderen Liebe versprechen,
Um endlich mit Haß Neid und Egoismus zu brechen.
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