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Gedichte über Gefühle - Seite 1215


Verlorene Liebe

Du bist mir begegnet wie Blätter im Wind,
wir haben uns gesucht und gefunden,
vielleicht, wer weiß?
Und Du bist wieder davon geflogen –
wie Blätter im Wind.
Keine Chance, Dich festzuhalten,
Dich an mich zu drücken,
um Dir zu sagen:
Bleib doch noch etwas!
Keine Chance, Dich zu umarmen,
Dich warm zu halten,
um Dir zu zeigen:
Ich mag Dich, so wie Du bist!
Eine Odyssee von Missverständnissen
und eine gehörige Portion
Angst auf Deiner Seite
haben mir den Mut genommen,
noch einmal auf Dich zuzugehen.
Zu groß meine Angst
vor einer weiteren Enttäuschung,
und zu groß Deine Angst
vor einem erneuten Verlust.
Zeilen, die unsere Beziehung beschreiben;
diesmal hat das Schicksal
keinen Liebesboten entsandt.
Ich spüre meine Traurigkeit –
sie ist da.
Heute vielleicht so etwas
wie ein Abschied.
Schmerz im Herzen und Tränen in den Augen.
Zeit, einer verpassten Chance hinterher zu trauern.
Manchmal denke ich,
ich habe allen Grund,
wütend auf Dich zu sein,
doch ich spüre keine Wut.
Habe das Gefühl,
Du hast die Chance verpasst,
ehrlich mit mir und mit Dir zu sein.
Ich glaube, jetzt ist es zu spät dafür.
So sehr ich mich auf der einen Seite
von Dir verarscht fühle,
so sehr kann ich Deine Gefühle
auf der anderen Seite auch verstehen.
Weißt Du, ich bin so verzweifelt,
so traurig,
weil ich fühle,
dass unsere Liebe wunderschön
und groß hätte werden können.
Ich habe mich selten einem Menschen
so nahe und so verbunden gefühlt
wie Dir, Theresia.
Als ich Dich kennen lernte,
habe ich sogar ein-, zweimal gedacht:
Diese Frau würde ich auch heiraten.
Das ist mir zuvor erst einmal passiert!
Vielleicht ist der Schmerz
auch deshalb so groß.
Ich werde nun langsam Abschied nehmen
und vielleicht noch die eine
oder andere Träne vergießen,
weil ich weiß:
Wir können nicht zusammen kommen.
Ich wünsche Dir jedenfalls
für Deinen weiteren Weg alles Gute
und ich werde sicherlich ab und zu
an Dich denken –
mit einem weinenden
und einem lachenden Auge.
Diese Liebe haben wir wohl beide verloren,
aber dennoch bin ich gespannt,
ob wir uns jemals
wieder begegnen werden…


ls071106
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Sehnsüchte

velvet dreams schießen in mir hoch – hoch in mir
drei Wochen vor Ankes Geburtstag
Sehnsüchte tauchen auf (zurzeit) – mit Anke
ohne Anke auch
tauchen auf,
entdecken –
the surface, my surface
alles taucht auf – aus der Tiefe, meiner Tiefe:
Anke, ihr Geburtstag, ihr Bruder, unsere schöne Beziehung
wieder Sehnsüchte – aber auch Eva erscheint wieder
heute mit ihr telefoniert, lange telefoniert, vertraute Namen
gehört – Sigrid, Hanne, Sascha, Schwester Sabine
tut gut und macht traurig zugleich
Birgit, Harry und?
was noch? – die ganze verdammte Atmosphäre natürlich
diese verdammt gute mit all den guten Leuten – schade
die sind alle wie eine lange lifeline: man kann sich so gut
an ihnen festhalten
und tut es auch, auch
natürlich, oder?
Was? für eine Frage!
Natürlich ist das natürlich!
Natürlich unter anderem deswegen, weil man weiß, dass es hinterher
nicht mehr so sein wird, wie es dort war.
Und deshalb finde ich es auch sehr wichtig, das auszukosten,
was man geboten bekommt, denn dann ist man in der Lage,
Sehnsüchte mitzunehmen, die einem den Einstieg in den Ausstieg
(dieser speziellen Atmosphäre), den Einstieg in die
eigene Unterwelt sehr erleichtern können.
So wie bei mir – sind auch Träume, Schäume und Träumereien
gleichermaßen wie auch Phantasie und Kreativität
über-lebenswichtig, wichtig zum Überleben
dieser verrückten Verhältnisse, die sich mir gegenüber
leider oft nicht so verhalten,
wie es meine Sehnsüchte (für mich) tun.


ls020886
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