Was mich immer dann überfällt,
wenn kein Ausweg ist in Sicht,
was hält mich noch in dieser Welt,
wenn alles auf mich hereinbricht?
Ist das eine dieser Depressionen,
oder bin ich einfach nur verzweifelt?
Früher glaubte ich noch an Dämonen,
pupertär durch Hormone verteufelt.
Dunkle Schatten, die mutlos machen,
befallen Menschen, über die sie agieren.
Mal sind sie es, die dich fies auslachen,
mal sind sie in dir, um dich auszuradieren.
Ihr Ziel ist dein schutzloser Lebenswille,
ihn versuchen sie zu manipulieren,
überhäufen dich mit einer Konfliktfülle,
niedergeschlagen sollst du kapitulieren.
Sein Leben zu meistern ist oft unmöglich,
weil jeder das gleiche mit seinem versucht.
Die Chancenungleichheit ist zuoft tödlich,
als unterlegen sieht man sich verflucht.
Wozu weiterkämpfen für dieses Leben?
Wozu nur wieder Niederlagen einstecken?
Während andere über einen sich erheben,
dunkle Schatten ihre Zungen rausstrecken.
An kleinen Erfolgen sich zu erfreuen,
mit anderen sich lebendig zu fühlen.
Für andere seine Angst zu zerstreuen,
dafür lohnt sich kurz jedes Bemühen.
Das Wozu? erfährt eine sinnvolle Antwort,
solange man nicht stets alleine kämpft.
Doch die Fragerei setzt sich wieder fort,
wenn neue Einsamkeit die Freude dämpft.
© meteor 2026