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Gedichte über Frieden - Seite 20


DIE STIMME DER MUTTER ERDE

MÖGE IN UNS ALLEN SCHLAGEN,
DAS WARME HERZ DER MUTTER ERDE,
DAMIT WIR ES IMMER WIEDER AUF‘S NEUE WAGEN,
ZU TOLERIEREN, ZU VERZEIHEN, ZU VERGEBEN,
UNS GEGENSEITIG DIE NÄCHSTENLIEBE ZU GEBEN,
DENN MUTTER ERDE IST UNSER ERBE.
MÖGE JEDER VON UNS
MIT GEFÜLLEN DES HERZENS ALL DAS SPÜREN,
WAS WIR MIT DEN WISSENSCHAFTEN UND SINNEN,
NICHT ERFORSCHEN KÖNNEN.

Richte Deinen Blick nach unten, schau mich an,
Ich bleibe immer Deine und Du bleibst immer meine und mein.
Seit Jahren trag' ich Dich auf meinem Rücken,
Und lasse Dich meine Früchte pflücken.
Du kamst zur Welt mit lautem Schrei und Tränen,
Dann lerntest Du mich besser kennen.
Später lerntest Du auf mir zu laufen,
Bist gestolpert oder gefallen,
Hast laut geweint, oft nahm ich Deine Tränen auf,
Welche Du vergossen und mir gegeben hast.
In Dir erkenne ich die Tugend, aber ich spüre auch Deine Last.
Ich liebe Dich aus ganzer Kraft,
Bediene Dich meiner irdischen, mütterlichen Pracht und Macht.
Du bist immer meine und mein,
Lass uns das Leben erkunden
Und für immer zusammen sein.

Jetzt bist Du erwachsen,
Hast Vieles über mich erfahren, gelernt und viel erkannt,
Denn nie wies ich Dich ab und niemals habe ich Dich verbannt.
Ich war, ich bin und werde Dein ewiges Domizil,
Und zeige Dir die Wege zu jedem Ziel.
Du bist ein Teil von mir, meine Tochter oder mein Sohn;
Hast ein Leib, eine Seele und den Verstand;
Bist und bleibst stets in meiner Vision,
Denn ich beobachte Deinen Fortschritt
Und die Wunder der durch Dich erschaffenen Zivilisation.
Ich sorge für Dich und Dein Wohlergehen,
Und schaue still zu - dem menschlichen Geschehen.
Durch alle Mineralelemente bin ich Dir verwandt,
Denn ich schenkte Dir mein Wasser und mein Land.
Ich liebe Dich, denn Du bist immer meine und mein.
Lass uns das Leben erkunden
Und für immer zusammen sein.

Schau nach unten, schaut mich an.
Deine Füße berühren den irdischen Boden jeden Tag,
Unabhängig davon, wohin Dich Dein Weg geleiten mag.
Ich existiere seit unvorstellbar langer Zeit,
Deine Gedanken reichen nicht so fern in die Vergangenheit.
Ich gab Dir meine Flora und Fauna
Und andere Schätze und Früchte meiner Liebe;
Und die Sicherheit,
Dass meine innige Liebe zu Dir,
Seit Äonen und Uhrzeiten - tief in meinem Herzen gedeiht.
Ich trage Dich, ich nähre Dich,
Ich liebe Dich - mehr als mich.
In der Dunkelheit beim Mond und in der Sonne beim Licht,
Immer treu ergeben – begleite ich Dich.

Ich wurde erschaffen durch des Universums Potenz,
Vergiss bitte nie meine lebendige Existenz,
Denn: auf mir kannst Du bauen, in mir kannst Du säen,
Um, wenn die Zeit reif ist, zu ernten;
An mich kannst Du glauben, mir kannst Du vertrauen
Und meine Eigenschaften und Genen erben;
Bei mir kamst Du zur Welt, bei mir wirst Du auch sterben.
Mensch, mein liebster Mensch!
Ich bin ein Teil von Dir und Du ein Teil von mir.
Ich bin Dir ausgeliefert und gehöre Dir.
Deine Gefährtin bin ich,
Deine tägliche Aufgabe, Deine Existenz,
Welche Dein Leben bereichert und ergänzt.

Denk in der Stille Deines Geistes an mich,
Denn ich will Dir dienen, will Dich verwöhnen,
So lange ich es nur kann.
Beschütze mich, respektiere mich, verehre mich, liebe mich,
Denn mein Leben und meine Reinheit, sind in Deiner Hand.
Beschütze Deine und meine Umwelt:
Die Luft, Gewässer, das Land.
Ich liebe Dich, denn Du bist immer meine und mein,
Mit Dir war ich, bin ich und werde immer sein verwandt.
Lass uns das Leben erkunden
Und für immer zusammen sein.

Ich habe gehört, die Stimme der großen Mutter Erde,
So, dass ich von Nun an weiß, wir - alle Menschen,
Sind ihre Kinder und ihre Gefährten.
Ihre lebendige, warme Stimme, hat meine Seele gerührt,
Und ich habe ganz deutlich gespürt,
Die absolute Hingabe und Liebe in ihren Intentionen.
Wir entstanden durch Spiritualität und Evolution,
Und durch unserer Mutter Erde Visionen.

Sie hat mich zu Tränen gerührt und bewegt - in meinem Herzen,
So, dass ich deutlich spüren kann:
Ihre Heiterkeit und Freude, doch auch ihre Sorgen und Schmerzen.
Ihre lebendige, einfühlsame Stimme berührte mich dermaßen,
Dass ich prompt hörte, mein eigenes Herzrassen.
Und ich fiel nieder, auf meine Knie,
Und in Demut und Anbetung verbeugte mich vor ihr.

Sie ist die große Mater Dea*, die uns erschuf, die uns nährt;
Sie ist die, die alles über uns wusste – vom Beginn an.
Mit Energie der Göttin und Gottes, erschuf sie Frau und Mann.
Sie ist die aller Heiligste, sie ist mir mehr als mein eigenes Leben wert.
Ich bot ihr meine Stirn und beschloss, dass ich sie jeden Sonntag küsse,
Denn auf ihr – auf der Mutter Erde stehen meine Füße.
Und ich bete jeden Tag darum,
Dass durch die Kraft ihrer und meiner Liebe,
Vielen Menschen erspart bleiben - harte Schicksals Hiebe,
Und dass ich die Zukunft der Menschheit,
Von Kriegen, vom Leid und Schmerz erlöse,
Wenn ich immer wieder die Mutter Erde in Andacht küsse.

MÖGE IN UNS ALLEN SCHLAGEN,
DAS WARME HERZ DER MUTTER ERDE,
DAMIT WIR ES IMMER WIEDER AUF‘S NEUE WAGEN,
ZU TOLERIEREN, ZU VERZEIHEN, ZU VERGEBEN,
UNS GEGENSEITIG DIE NÄCHSTENLIEBE ZU GEBEN,
DENN MUTTER ERDE IST UNSER ERBE.
MÖGE JEDER VON UNS
MIT GEFÜLLEN DES HERZENS ALL DAS SPÜREN,
WAS WIR MIT DEN WISSENSCHAFTEN UND SINNEN,
NICHT ERFORSCHEN KÖNNEN.


© AGNES VON ANGELIS


*Mater Dea (lat.) – Mutter Göttin

Vollständiger Gedicht - Titel und dessen Übersetzung in andere Sprachen:
„Beschwören der Menschen und der Erde - die Stimme der Mutter Erde“
„Wzywanie Ludzi i Ziemi - głos Matki Ziemi“ (pl.);
„Vocatio homines et Terra - vox matris terrae“ (lat.);
„Summoning the Humans and Earth - the voice of Mother Earth“ (englisch);
„Invocation des Humains et de la Terre Mère - la voix de la Terre Mère“ (fr.);
„Призыв Людей и Матери Земли - голос Mатери Земли (russisch)

Info: Das Gedicht wurde von mir vor ca. zwanzig Jahren verfasst.
... hier klicken um den ganzen Text anzuzeigen




PSALM AN DIE ALLMÄCHTIGEN

In Eurer Obsorge stehe ich,
Nach Eurem Licht sehne ich mich,
Ich finde den Weg, der mich zu Euch führt,
Eure Stimme habe ich heute Abend gehört.
Ihr seid Mutter Göttin und Vater Gott,
Ihr bringt das Entstehen und Entbehren aller Dinge ins Lot.
Ihr vermögt die viel geliebte Erde und das Universum
In Euren unsichtbaren, heilenden Händen zu halten,
Und über das irdische und menschliche Geschehen zu walten.
Zu Euch bete ich um Eure Gunst und Protektion,
Dank Euch hatte ich über die vereinigten Religionen - eine Vision.
O! Ihr Allmächtigen!

Ihr seid das Licht der Sonne an jedem Tag,
Ihr seid das goldene Kreuz und Mondsichel in klarer Nacht,
Ihr seid der Daoismus in der Welt, der über uns wacht.
Ihr seid des Zarathustra loderndes Feuer der Lebensflamme,
Die Gnade der Erlösung, die unerschöpfliche Güte und Erbarmen.
Ihr seid der Davidstern der Israeliten,
Ihr seid das Vermächtnis des Messias, der am Kreuz hat gelitten!
Manchmal spüre ich in mir Eure Kraft,
Drum dürste ich nach Eurer Gloria und Pracht.
Die Weltreligionen zu beschützen ist ein Wunsch, der in mir wacht.
Ihr seid wie gute Familie, gute Obhut, Beistand, guter Rat,
Ihr seid wie das heilige Patriarchat und Matriarchat!
O! Ihr Allmächtigen!

Euren heiligen Geboten will ich folgen:
Jeden Tag, jede Nacht, jeden Morgen.
Ihr seid mein Dom, meine Instanz und mein Daheim,
Bei Euch fühle ich mich geborgen,
Mit Euch bin ich nicht mehr einsam oder allein.
Zu Euch will ich immer gehen,
Zu Euch möchte ich in meiner Andacht aufsehen,
Zu Euch möchte ich beten, um Christus Auferstehen.
Durch Eures ewiges Licht will ich meine Seele erhellen.
In meinem Gelöbnis der ewigen Treue, will ich mich bewähren.
O! Ihr Allmächtigen!

Ich glaube an göttliche Divinationen,
Ich schaue zu Eurer Lichtkrone,
Sie ist über mir das Firmament.
Ihr seid des Universums Schöpfer und Dirigent.
Zu Euren Füssen beuge ich mich,
Sie sind die Erde, die mich ernährt.
Ihr seid alles was mein Herz verehrt!
O! Ihr Allmächtigen!

Konstant brauche ich Euch an meiner Seite,
In Eurem Beisein spüre ich Beseelen und Erheitern.
Mein Bewusstsein und mein Horizont,
Vermögt Ihr stets zu erweitern.
Ihr seid wie die mitfühlende Elternliebe, die über ihn und mir wacht;
Ihr seid wie Erfüllung im Koitus und eheliche Partnerschaft;
Ihr seid wie der Gleichgesinnten mentale Freundschaft;
Ihr seid die allgegenwärtige Macht,
Deren Anteil in ihm und in mir innewohnt;
Ihr seid die Linderung der Schmerzen,
Das Licht der entflammten, verliebten Herzen,
Und das Wohlwollen, das uns alle vor Unheil verschont.
O! Ihr Allmächtigen!

Ihr seid meine tägliche Aufgabe und Pflicht;
Ihr seid hinter der schwarzen Wolke das wohltuende Licht;
Ihr seid wie Erfolg und Verwirklichung, die man braucht;
Ihr seid das allsehendes Auge, welches alles durchschaut;
Ihr seid die Stärke und Motivation in ihm und in mir,
Und ich suche nach Euch geduldig,
In der Hoffnung, ich sei Euch würdig!
Denn ich wünsche mit Engelszungen sprechen, zu dir!
O! Ihr Allmächtigen!

Ihr wacht über meinem Sterbebett,
Bevor ich über die Schwelle zu Eurem Reich übergehe;
Ihr begleitet mich durch mein junges und reifes Leben;
Ihr könnt uns schwachen Menschen jeden Laster vergeben,
Und uns zur Tugendhaftigkeit und guten Werken bewegen.
Als ich Kind war und im Bette der Geburt lag,
Gesandt wurde mir von Euch ein Schutzengel- zu meiner Wiege!
Das habe ich gespürt, seitdem habe ich Euch gehört!
O! Ihr Allmächtigen!

Ihr seid wie der Schatten in der Sonnenhitze;
Ihr würdet uns alle unablässig vor dem Bösen beschützen;
Ihr seid wie ein Baum unter dem ich Gestern und Morgen sitze;
Ihr seid wie der Bäume reife Früchte,
An deren Geschmack ich mich ergötze.
Ihr spendet Hoffnung, wenn ein Mensch weint;
Ihr sorgst für Genesung nach einer Krankheit;
Ihr seid wie das Blut, das in seinen, deinen und meinen Adern fließt;
Ihr seid wie ein Bach, der sich aus einem Sockel ergießt!
O! Ihr Allmächtigen!

Eurem goldenen Faden aus Glück und Gesundheit
Will ich folgen, und mich befreien von Kummer und Sorgen.
Mit allen meinen Mitmenschen
Will ich aufrichtig und liebevoll umgehen,
Ein Lächeln auf ihren Gesichtern will ich Tag für Tag sehen.
Und ich will Euch für alles Gute danken,
Möge mein Gemüt weder straucheln noch wanken!
O! Ihr Allmächtigen!

O! Alpha und Omega,
Ihr seid der Anfang aller Dinge und Wesenheiten und deren Ende,
Ihr seid der Glaube, die Liebe, die Hoffnung und das Fortbestehen,
Welche existieren, dank der Gnade und dem Licht Eurer heiligen Hände!
Ihr seid das Ewige Rad des Fortbestehens,
Das seit Äonen über die Existenzen wacht.
Ihr seid wie das menschliche Geschehen,
Und des Schicksals Wacht.
O! Ihr Allmächtigen!

In Eurer Obhut stehe ich,
Nach Eurem Licht sehne ich mich.
Ich finde erneut den Weg, der mich zu Euch führt,
Eure Stimme habe ich heute Morgen gehört.
Ihr seid die Sonne an jedem Tag,
Ihr seid die Sterne in jeder klaren Nacht,
Ich spüre in mir ein Anteil Eurer Kraft,
Ich dürste nach Eurer Glorie und Pracht!
O! Ihr Allmächtigen!

AMEN


© Agnes von Angelis


Info: Das Gedicht wurde vor ca. 19 Jahren geschrieben und im Jahr 2025 neu bearbeitet.
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