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Gedichte über Energie - & Seelenvolles - Seite 376


Lichtstreifen

Heute will er sein Leben erklären! Warum er
Blumen auf dem Tisch mag! Warum er die
Wände mit Herzen bemalt! Warum er Wege
in die Stille schreibt! Warum ein Kuss das
Leben retten kann! Er sagt sich einfach:
"Liebe!"

Heute will er seine Kunst erklären! Warum
er Clowns in jedem Plan findet! Warum er
Reisen ohne Ziel beginnt! Warum er mit
Geld nur Feste feiert! Warum ein Lächeln
die Welt retten kann! Er sagt sich einfach:
"Träume!"

Heute will er seine Wahrheit erklären!
Warum ein Pilot nur echte Freunde will!
Warum die Gurus keine Briefe schreiben!
Warum im Internet keine Engel leben!
Warum eine Bitte die Welt retten kann! Er
sagt sich einfach: "Denke!"

Heute will er seine Welt erklären! Wie er
in der Ecke sitzt! Und das Bild hört! Wie
es erzählt: "Von Stränden! Von Gesprächen!
Von Menschen! Was die Kunst ist!" Warum
ein Blick die Welt retten kann! Er sagt sich
einfach: "Lebe!"


(C)Klaus Lutz



Ps. Am 11.11. 2019 um 00:44:56 Uhr
die copyrights gesichert!


Klaus Lutz, Anmerkung zum Gedicht

Ich bin auf Kommentare gespannt! Ist das Gedicht zu oberflächlich? Ist die Aussage wichtig? Erinnert es an etwas wunderbares im Leben? Ist es ein Gewinn diesen Text zu lesen? Hat sich die Arbeit gelohnt? Ich weiß nicht. Für mich ist Menschen zu beobachten die wahre Poesie. Durch die Straßen laufen. Und das Leben genießen. Schaufenster ansehen. Cafés besuchen. Mich in Geschäften um sehen. In der Ecke sitzen. Einen Tee genießen. Und so irgendwie versuchen die Welt neu zu sehen. Eine neue Sicht für das Leben zu gewinnen. Mit dem Wissen, es ist gut auf dieser Welt zu sein. Jeden Tag etwas besonderes zu entdecken. Mit der Sprache spielen. Die Zeit genießen. Den Tagen etwas geben. So das sich das Leben nicht immer gleicht. Am Ball bleiben. Um dann zu sehen was Sprache wirklich ist. Wie sie all dem Worte geben kann. Früher war das Leben ein Abenteuer. Ich bin Morgens aufgewacht. Habe mich gefragt: "Ergibt das alles noch einen Sinn?" Habe dann ein paar Sachen in eine Plastiktüte geschmissen. Und habe ein paar Tage später am Strand gelegen. Irgendwo, in Griechenland, auf einer Insel. Um dann, nach Wochen oder Monaten, wie neu erschaffen zu sein. Was zu neuen Ideen geführt hat. Für das Schreiben nützlich war. Und immer der Spaß gewesen ist: Retsina! Gespräche! Sonnenaufgänge! Das Leben ein Wunder. Die nächste Stufe von all dem wäre der Himalaya gewesen. Eine Höhle! Meditation! Und echte Erkenntnis und Wahrheit. Die Erleuchtung. Und die passende Nachtbar um die Ecke. Denn der echte Guru braucht auch etwas Spaß. Das Licht der Erleuchtung. Und sein wahrer Glanz. Das ist keiner Freude aus dem Weg zu gehen. Und genau dafür ist das Leben geschaffen worden: "Sex! Erleuchtung! Freude!" Die Kunst des Lebens. Die Poesie die alle Geheimnisse offenbart. Worte für die Sprache mit Flügeln. Und an dieser Sprache bin ich nahe dran. Ich muss nur noch die richtige Nachtbar finden. Dann ist alles Perfekt. So lalalala! Und tralalalala! Hätte das Leben eine Sprache. Es würde nur Witze erzählen. Über Menschen die sich zu ernst nehmen. Über Menschen die nur reich sind. Über Menschen die meinen sie wären mächtig. Über Menschen die glauben sie wären wichtig. Über Menschen die vergessen haben was wirklich zählt. Und wie kurz das Leben ist. Mal ein paar Monate am Strand liegen. Mit Retsina. Netten Menschen. Und interessanten Gesprächen. Das hilft die Zeit richtig zu sehen. Und auch dieses Tick Tick Tick jeder Sekunde zu hören. Und wie sie darum bettelt ein Freund sein zu dürfen. Ich hoffe also das dieses Gedicht nicht so ganz sinnlos ist. Und es einigen Leuten gefällt. Ich habe für Wochen nicht geschrieben. So das dieses flüssige leichte schwebende, in jedem Wort, noch etwas lahmt. Aber so alles in allem finde ich es ganz gelungen. (C)Klaus Lutz
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Die Gummistiefel

Im Sommer wollte ich wie die andern
durch die Gegend latschen, kurz gesagt wandern.
Doch richtige Organisation muss sein,
drum fragte ich den Chef des hiesigen Verein.
Er sagte: „Weil wir es bei jedem Wetter wagen,
sollten sie Gummistiefel tragen.“
Ich meinte: „Gummistiefel? Kein Problem,
sie dehnen sich und sind bequem.“

Ich war nun einmal beim Laufen,
da ging ich auch gleich Gummistiefel kaufen.
Im Laden hab ich Gummistiefel verlangt
und auch die Größe mit genannt.
Die Verkäuferin hat mich lächelnd angestarrt:
„Welche Farbe, welche Art?“
Als ich meinte: „Das ist mir egal“,
zog die Dame mich zu dem Regal:

„Gummistiefel sind wie Ansichtskarten,
sie weisen auf des Trägers Eigenarten.
Es gibt sie in allen Farben,
keine Partei soll deshalb darben.
Hohe Absätze für kleine Leute,
braune Hacken für die grölende Meute.
Es gibt selbst welche mit Trittbrett an der Seite,
für Partner, die arm sind oder pleite.

Linien, Kreise, mathematische Symbole,
auch Nummernschilder unten an der Sohle.
Früher ließ man Flaggen weh ‘n,
jetzt kann man’s an den Stiefeln seh ’n.
Das diplomatische Corps miteinander
erkennt sich an dem Stiefel Stander.
Andererseits findet des Zolles Identifikata
gleich jede bekannte Persona non Grata.

Für die Großstadt Gammler Füchse
gibt es Stiefel mit Sammelbüchse.
Ersetzt ist der Begriff „Mark“
durch „Nur der Euro ist stark!“
Falls jemand unter die Straßenbahn gerät,
der Gummistiefel die Blutgruppe verrät.
Scheinwerfer und Satellitenortungsautomat
sichern den Heimweg früh und spat.

Gardinen und Rollos sind ganz real
denn das Stiefelinnere ist reich oder kahl.
Mit Auslegeware oder Linoleum,
roch es nach Veilchen und Petroleum.
Manche hatten wegen Blasen Kuhmilchfett
andere dagegen ein Nagelbrett.
Als ich mich entscheiden sollte,
hatte ich vergessen, was ich wollte.

20.11.2015 © Wolf-Rüdiger Guthmann

Gestern, auf der Suche nach einem Klo,
geriet ich auch in ein Verwaltungsbüro.
Dort dekorierte der Adventsgestalter
winzige Gummistiefel als Kerzenhalter.
Selbst mein erstklassiges, teures Autohaus
teilte als Geschenk Gummistiefel aus.
Wäre ich mal Held eines Pannengenusses,
ginge es wenigstens trockenen Fußes.

03.12.2015 Nachtrag
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Ping Pong

Hin und wieder, erinnere ich mich an die Schule.
Und an diesen Lehrer. Einmal gab er uns diese
Aufgabe. Die Aufgabe, das Ping Pong Spiel zu
beschreiben. Die Spieler und die Ping Pong
Bälle! Und zwar aus vier Sichtweisen. Ohne eine
Vorgabe. Einfach nur um das Spielen zu lernen:
„Das Spielen mit der Phantasie! Das Spielen mit
dem Denken! Das Spielen mit dem Wissen! Das
Spielen mit den Worten!“ Und ein Schüler, hat
dieses Spiel treffend beschrieben. So, wie sie ist:
„Die ganze Wahrheit des Lebens! Die ganze
Wahrheit des Ping Pong Spiels!“

Er schrieb ganz einfach: „Menschen werden in
Kriege geschickt!“ Und denken: „Sie kämpfen
für eine bessere Welt!“ Und denken: „Sie kämpfen,
für etwas mehr Gerechtigkeit!“ Und denken: „Sie
kämpfen, für etwas mehr Wohlstand!“ Und denken:
„Sie kämpfen, für bessere Lebensverhältnisse!“
Aber dann erkennen Sie: "Kriege machen nur die
Reichen noch reicher!“ Und für die ist es nur ein
Spiel. So etwas gegen die Langeweile. Denn Reich
genug sind die schon längst. Aber, sie lieben dieses
Ping Pong Spiel. Und die Ping Pong Bälle sind, für
Sie, die Soldaten.

Dann schrieb Er: "Menschen gehen jeden Tag
arbeiten! Zu irgendwelchen Jobs!" Am Fließband.
In Geschäfte. In Büros. Und kriegen, am Ende des
Monats, dafür Geld. Einen Lohn, von dem sie kaum
leben können. Aber Sie glauben, so irgendwie an
das Leben. Und probieren das Beste. Aber dann
erkennen Sie: „Ihre Arbeit macht nur die Reichen
noch reicher!“ Und für die ist es nur ein Spiel. So
etwas gegen die Langeweile. Denn Reich genug
sind sie schon längst. Aber sie lieben das Ping Pong
Spiel. Und die Ping Pong Bälle sind, für Sie, die
Beschäftigten.

Dann schrieb Er: „Menschen werden Politiker!
Und werden in Parlamente gewählt! Machen
Gesetze! Und wollen etwas verbessern! Und eine
gerechtere Welt! Und Frieden! Und halten Reden.
Und sprechen mit den Bürgern. Und denken lange,
dass alles hätte einen Sinn. Und dann erkennen Sie:
"Politik macht die Reichen nur noch reicher! Und
die kontrollieren alles! Und für die ist es nur ein
Spiel! So etwas gegen die Langeweile. Denn Reich
genug sind sie schon längst. Aber Sie lieben das
Ping Pong Spiel. Und die Ping Pong Bälle sind, für
Sie, die Politiker.

Dann schrieb Er: „Menschen denken sie hätten
Wissen! Und hätten Bildung! Und hätten den
Durchblick!“ Und niemand könne Ihnen den
Glauben nehmen: „Den Glauben, sie hätten
alle Freiheit! Den Glauben, sie könnten die
Wahrheit sagen! Den Glauben, sie wären auf
der richtigen Seite!“ Bis sie merken, das
dies Niemand interessiert: „Und sie nur
Soldaten sind! Und Arbeiter! Und Politker!“
Denn die Reichen haben schon längst alles
im Griff. Und für die ist das alles nur ein
Spiel. So etwas gegen die Langeweile. Denn
Reich genug sind sie schon längst.

An diese Sichtweisen, erinnere ich mich hin und
wieder. Der Junge war klug. Er hat nie etwas mit
gemacht. Wenn er Reisen konnte. Ist er gereist. Wenn
er Freiheit haben konnte. Dann hatte er die Freiheit.
Wenn er etwas Wissen wollte. Dann hatte er über die
Welt nachgedacht. Und er kannte das Leben. Und er
wusste was wichtig ist. Und was einen Sinn ergibt.
Und wie das Leben richtig ist. Und er hat das Spiel
gesehen. Aber er war nie ein Ping Pong Ball. Er hat
sich einfach seine Freiheit bewahrt: „Den klaren
Blick für das Leben!“

(C)Klaus Lutz
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