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Gedichte über Ehrlichkeit - Seite 13


PSALM AN DIE ALLMÄCHTIGEN

In Eurer Obsorge stehe ich,
Nach Eurem Licht sehne ich mich,
Ich finde den Weg, der mich zu Euch führt,
Eure Stimme habe ich heute Abend gehört.
Ihr seid Mutter Göttin und Vater Gott,
Ihr bringt das Entstehen und Entbehren aller Dinge ins Lot.
Ihr vermögt die viel geliebte Erde und das Universum
In Euren unsichtbaren, heilenden Händen zu halten,
Und über das irdische und menschliche Geschehen zu walten.
Zu Euch bete ich um Eure Gunst und Protektion,
Dank Euch hatte ich über die vereinigten Religionen - eine Vision.
O! Ihr Allmächtigen!

Ihr seid das Licht der Sonne an jedem Tag,
Ihr seid das goldene Kreuz und Mondsichel in klarer Nacht,
Ihr seid der Daoismus in der Welt, der über uns wacht.
Ihr seid des Zarathustra loderndes Feuer der Lebensflamme,
Die Gnade der Erlösung, die unerschöpfliche Güte und Erbarmen.
Ihr seid der Davidstern der Israeliten,
Ihr seid das Vermächtnis des Messias, der am Kreuz hat gelitten!
Manchmal spüre ich in mir Eure Kraft,
Drum dürste ich nach Eurer Gloria und Pracht.
Die Weltreligionen zu beschützen ist ein Wunsch, der in mir wacht.
Ihr seid wie gute Familie, gute Obhut, Beistand, guter Rat,
Ihr seid wie das heilige Patriarchat und Matriarchat!
O! Ihr Allmächtigen!

Euren heiligen Geboten will ich folgen:
Jeden Tag, jede Nacht, jeden Morgen.
Ihr seid mein Dom, meine Instanz und mein Daheim,
Bei Euch fühle ich mich geborgen,
Mit Euch bin ich nicht mehr einsam oder allein.
Zu Euch will ich immer gehen,
Zu Euch möchte ich in meiner Andacht aufsehen,
Zu Euch möchte ich beten, um Christus Auferstehen.
Durch Eures ewiges Licht will ich meine Seele erhellen.
In meinem Gelöbnis der ewigen Treue, will ich mich bewähren.
O! Ihr Allmächtigen!

Ich glaube an göttliche Divinationen,
Ich schaue zu Eurer Lichtkrone,
Sie ist über mir das Firmament.
Ihr seid des Universums Schöpfer und Dirigent.
Zu Euren Füssen beuge ich mich,
Sie sind die Erde, die mich ernährt.
Ihr seid alles was mein Herz verehrt!
O! Ihr Allmächtigen!

Konstant brauche ich Euch an meiner Seite,
In Eurem Beisein spüre ich Beseelen und Erheitern.
Mein Bewusstsein und mein Horizont,
Vermögt Ihr stets zu erweitern.
Ihr seid wie die mitfühlende Elternliebe, die über ihn und mir wacht;
Ihr seid wie Erfüllung im Koitus und eheliche Partnerschaft;
Ihr seid wie der Gleichgesinnten mentale Freundschaft;
Ihr seid die allgegenwärtige Macht,
Deren Anteil in ihm und in mir innewohnt;
Ihr seid die Linderung der Schmerzen,
Das Licht der entflammten, verliebten Herzen,
Und das Wohlwollen, das uns alle vor Unheil verschont.
O! Ihr Allmächtigen!

Ihr seid meine tägliche Aufgabe und Pflicht;
Ihr seid hinter der schwarzen Wolke das wohltuende Licht;
Ihr seid wie Erfolg und Verwirklichung, die man braucht;
Ihr seid das allsehendes Auge, welches alles durchschaut;
Ihr seid die Stärke und Motivation in ihm und in mir,
Und ich suche nach Euch geduldig,
In der Hoffnung, ich sei Euch würdig!
Denn ich wünsche mit Engelszungen sprechen, zu dir!
O! Ihr Allmächtigen!

Ihr wacht über meinem Sterbebett,
Bevor ich über die Schwelle zu Eurem Reich übergehe;
Ihr begleitet mich durch mein junges und reifes Leben;
Ihr könnt uns schwachen Menschen jeden Laster vergeben,
Und uns zur Tugendhaftigkeit und guten Werken bewegen.
Als ich Kind war und im Bette der Geburt lag,
Gesandt wurde mir von Euch ein Schutzengel- zu meiner Wiege!
Das habe ich gespürt, seitdem habe ich Euch gehört!
O! Ihr Allmächtigen!

Ihr seid wie der Schatten in der Sonnenhitze;
Ihr würdet uns alle unablässig vor dem Bösen beschützen;
Ihr seid wie ein Baum unter dem ich Gestern und Morgen sitze;
Ihr seid wie der Bäume reife Früchte,
An deren Geschmack ich mich ergötze.
Ihr spendet Hoffnung, wenn ein Mensch weint;
Ihr sorgst für Genesung nach einer Krankheit;
Ihr seid wie das Blut, das in seinen, deinen und meinen Adern fließt;
Ihr seid wie ein Bach, der sich aus einem Sockel ergießt!
O! Ihr Allmächtigen!

Eurem goldenen Faden aus Glück und Gesundheit
Will ich folgen, und mich befreien von Kummer und Sorgen.
Mit allen meinen Mitmenschen
Will ich aufrichtig und liebevoll umgehen,
Ein Lächeln auf ihren Gesichtern will ich Tag für Tag sehen.
Und ich will Euch für alles Gute danken,
Möge mein Gemüt weder straucheln noch wanken!
O! Ihr Allmächtigen!

O! Alpha und Omega,
Ihr seid der Anfang aller Dinge und Wesenheiten und deren Ende,
Ihr seid der Glaube, die Liebe, die Hoffnung und das Fortbestehen,
Welche existieren, dank der Gnade und dem Licht Eurer heiligen Hände!
Ihr seid das Ewige Rad des Fortbestehens,
Das seit Äonen über die Existenzen wacht.
Ihr seid wie das menschliche Geschehen,
Und des Schicksals Wacht.
O! Ihr Allmächtigen!

In Eurer Obhut stehe ich,
Nach Eurem Licht sehne ich mich.
Ich finde erneut den Weg, der mich zu Euch führt,
Eure Stimme habe ich heute Morgen gehört.
Ihr seid die Sonne an jedem Tag,
Ihr seid die Sterne in jeder klaren Nacht,
Ich spüre in mir ein Anteil Eurer Kraft,
Ich dürste nach Eurer Glorie und Pracht!
O! Ihr Allmächtigen!

AMEN


© Agnes von Angelis


Info: Das Gedicht wurde vor ca. 19 Jahren geschrieben und im Jahr 2025 neu bearbeitet.
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Kinderaugen

Zum Mitspielen war ich zu klein,
meine Geschwister wollten mich nicht,
war sehr oft allein,
zeigte öfter keinerlei Einsicht.

Habe mich in der Schule von ihnen ferngehalten,
wollte mein eigenes Ding durchziehen,
habe immer alle Regeln eingehalten,
wollte dem Stress von zu Hause entfliehen.

Hatte ne schwierige Schulzeit,
mehr gibt’s nicht zu sagen,
wurde behandelt wie eine Krankheit,
musste so einiges ertragen.

Mein Zimmer war mein Rückzugsort,
meine älteste Schwester mein Vorbild,
es hat sich niemand um mich gesorgt,
war als Teenager ziemlich wild.

Habe meinen Eltern das Leben zur Hölle gemacht,
das waren sie teilweise selber Schuld,
haben ihre Zeit mit saufen verbracht,
hatten mit uns nie die geringste Geduld.

Hausaufgaben mussten schnell gemacht werden,
Zeit mit uns verbrachten sie sehr selten,
dachte früher schon daran zu sterben,
lebten in unterschiedlichen Welten.

Hatten früher einen Wohnwagen,
meine Eltern tranken, jeden Tag,
konnte es irgendwann nicht mehr ertragen,
feierte auch nie meinen Geburtstag.

Habe mich, für meine Eltern geschämt,
nie Freunde mit nachhause genommen,
war damals noch viel zu gelähmt,
habe mir damals etwas Wichtiges vorgenommen.

Niemals so zu werden wie die beiden,
ihre Lebensweise zu vermeiden,
nicht dabei zusehen, wie meine Kinder leiden
und es nicht mit jeglichem Konsum zu übertreiben.

Als Kind war diese Zeit für mich traumatisch,
denke heutzutage intensiver darüber nach,
dieses Verhalten war absolut abartig!
Es waren diese Momente, in denen etwas in mir zerbrach.

Papa hat Mama immer angeschnauzt,
Mama hat sich jeden Mittag hingelegt,
ich wollte einfach nur von zu Hause raus,
habe damals lange überlegt.

Wie konnten wir zu Hause überleben?
Unsere Seelen trugen Schäden davon,
wollte ganz oft einfach aufgeben,
wie oft sagte ich mir “komm schon!“

Vielleicht übertreibe ich auch einfach,
ich empfand diese Zeit als sehr schmerzhaft,
als Kind war ich emotional sehr schwach,
war diejenige, die nie etwas schafft.

Mit meinen Kinderaugen
wollte ich immer an das gute glauben.
Ich empfinde meine Vergangenheit als pure Qual,
um ehrlich zu sein, hatte ich nie eine andere Wahl.

Mit meinen Erwachsenenaugen,
sehe ich die Welt als schier endlose Dunkelheit,
werde wohl nicht mehr allzu viel taugen,
heute bis in alle Ewigkeit.

Gehöre den kranken Menschen an,
werde in eine Schublade gesteckt,
an mich traut sich keiner heran,
bin mit Pessimismus verdreckt.

“Es wird alles gut!“
Ich kann´s nicht mehr hören!
In mir brodelt unbändige Wut,
lasse mich davon nicht mehr stören.

Wieso ist diese Krankheit ein Tabu?
Man kann es auch übertreiben,
sie gehört zum Leben nun mal dazu
und wird es auch immer bleiben.

Nehmt Depressionen bitte ernst!
Es ist nicht toll, wenn du das Lachen verlernst,
dich weiter von deinem Leben abschottest
und als Misanthrop durch die Gegend trottest.

Dir Suizidgedanken die Sicht vernebeln,
deine Welt in Schwarz weiß siehst,
lebst nach den “schwarzen“ Regeln
und dich in dunkle Gedanken zurückziehst.

Sie ist wie ein Gift, welches sich ausbreitet,
vegetierst langsam und qualvoll vor dich hin,
sie trifft dich völlig unvorbereitet
und nimmt dir jeglichen Lebenssinn!




© Lily .N. Hope
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