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Gedichte über den Charakter - Seite 35


Ja ich bin zurzeit glücklich

Ich hatte wirklich keine angenehme Kindheit.
Andere Kinder waren bereit zu jeder Gemeinheit.
Viele Schandtaten habe aber auch ich gemacht.
Vor allem Schandtaten wo ich nicht habe nachgedacht.

Als Heimkind hat man es sowieso nie leicht.
Mit 18 hat es mir dann vollkommen gereicht.
Aber auch dann kannten meine Nerven keine Schonung.
Ich bezog gerade deswegen eine eigene Wohnung.

Allein zu Hause? Das waren für mich die schönsten Stunden,
denn dort konnte keiner mehr mich bevormunden.
Doch gerade diese Einsamkeit stumpfte mich ab.
Bloß gut es da jemanden gab, der mich hielt ganz schön in Trab.

Nun wohne ich seit über acht Jahren bei dieser Person.
Diese Person behandelt mich wie sein eigenen Sohn.
Durch ihn habe ich nicht nur einmal einen Job gefunden.
Meine Nerven werden nicht mehr geschunden.

Durch diese Person begann ich wirklich an zu leben.
Er hat mir einfach alles von sich gegeben.
Er hat mich von Drogen herunter geholt.
Mein Körper hat sich ziemlich schnell davon erholt.

Blicke ich zurück, dann gab es in meinem Leben eine 180° Drehung
und das ganz ohne irgendeine Bestechung.
Ich kann jetzt wirklich so sein wie ich will.
Sehe ich heute diese Person, werde ich aber sofort still.

Ja ich bin glücklich, so wie alles gekommen ist
und es ist wirklich kein Mist.
Jetzt kann ich dieser Person alles zurück geben.
Diese Person braucht selber Hilfe in seinem Leben.

Ich wusste nicht, das helfen glücklich machen kann.
Ja diese Person hat mich gemacht zu einem besseren Mann.
Ich werde nicht von seiner Seite weichen.
Das was er mir gegeben hatte, kann ich umgedreht nie erreichen.

Deswegen bin ich schon glücklich, wenn sein Leid etwas gelindert wird durch mich.
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Glück kommt oft unverhofft

Eine unwirkliche Geschichte?,,


Jens ist ein Mann mittleren Alters.
,,Ein Bauarbeiter ohne Job.,
Was hat er bisher gebuckelt,gekämpft und gestrebt,
,,Verzweifelt gelebt.,,
Auch die Liebe war ihm nie so richtig hold.
,,Vergeblich gesucht,,!
,, Und,
,,Um endlich das Glück zu finden ,
,,eine Reise nach der anderen gebucht.,

Ziellos läuft Jens auch heute wieder durch die Straßen.
Hört plötzlich ein leises Wimmern hinter ihm.
Er dreht sich um und schaut in zwei blaue wunderschöne Augen.
Ein Mädchen hinter ihm ist gestürzt,
Sucht ihre Tasche..
,,Sagt dann,,,
,,Kannst du mir mal helfen?
,,Hab verloren meinen Ring.,,
Schnell eilt er zu Hilfe.
Sieht wie das Mädchen verzweifelt
mit ihren Händen tastet und sucht.
Jens hat ihn gleich gefunden und reicht ihr, das kleine funkelnde Ding.
,,Bemerkt traurig,
,,Das Mädel ist ja blind.,,
Dankbar blinzelt sie ihn an und denkt sich,,
,,Bestimmt ist das ein ganz schicker
hilfsbereiter Mann.,,

Beide hat gleich der Blitz getroffen
Jens fühlt sich plötzlich wie besoffen.
Das Mädchen heisst Maren.
Ganz viel möchte er wissen aus ihrem
Leben und erzählt auch viel über sein unerfüllter Streben.

Hand in Hand schlendern sie lachend durch die Straßen.
Stehen plötzlich vor Jens kleinem
bescheidenen Heim.
Wie jeden Tag schaut er zuerst in den
Briefkasten rein.
Und glaubt seinen Augen nicht zu trauen.
Hält eine Eilsendung in den Händen. ,Firma ,, Goldstein,,sucht qualifizierte Leute,
die hilft ein grosses Haus zu bauen.

Feiern will er jetzt mit Maren.
,,Ihr dann ganz tief in die Augen schauen.,,
,,Glück kommt eben unverhofft.,,
Ganz lang wollen beide darauf trauen.

















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