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Gedichte Über Augenblick - Seite 90




Darf ich dich küssen?

Darf ich dich küssen?
Nur aus Neugier...
nicht, um zu müssen ...
die Art, wie deine
Lippen sich bewegen,
macht Lust nach dir,
fasziniert sie mich erregen...
bis runter zu meinen Füßen!

Darf ich dich küssen, bitte?
Das wird mein Verlangen
sicher schnell stillen...
meinem Wunsch nachgegangen,
wird er sich erfüllen...
und wenn es ist passiert,
werd ich dich nicht mehr belangen …

Darf ich dich jetzt küssen!?
Meine Zunge will mit deiner spielen.
Sag nein, und ich werde
nicht mehr nachfragen.
Wobei .. das ist eine Lüge! …
das wäre gegen meinen Willen..
Sag nein, und ich werde
mein Bemühen verstärken müssen!

Können wir uns küssen?

Letzte Nacht habe ich
geträumt von dir
und wie es sein würde...
Du kamst allmählich
immer näher ran zu mir,
während ich den Atem anhielt
und deinen auf mir spürte...

Wie ein Geburtstagskind,
das ein Geschenk bekommt,
die Vorfreude zerspringt ...
Da sagst du, sanft betont:

"Ich wollte immer wissen,
wie weich deine Lippen sind."

Sanft legst du sie auf meine.
Ich fühle das Rasen deines Herzens
auf meiner Handfläche geschwind.

Wagst dich auf weitere Erkundungstour,
fährst züngelnd durch meinen Geist...
gewährter Zugang auf direkter Spur,
bevor du ihn spürbar teilst...

Ich bewundere,
wie himmlisch du
an meiner Oberlippe saugst,
und sauge tiefer ...
Du rutscht dazu
zurück auf die Couch,
dich mir ausliefernd ...
wir schwelgen
im süßen Geschmack
des Weins und einander...

Du dringst tiefer ein
in den Untergrund
und lässt dir Zeit,
genieße jeden Zentimeter ...
stöhnend in deinem Mund,
nach diesem Kuss der Ewigkeit,
will ich natürlich mehr!

Doch heute Abend
geht es nicht
um Geschwindigkeit,
um die rohe Tatkraft ...
Es geht um den Moment,
um das Teilen und Vermischen
von purer Leidenschaft.

© meteor 2025
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Verschnürt

Von außen betrachtet bist du grazil,
wirkst auf mich schon fast fragil,
wie dem auch immer sein mag,
deine Ausdruckskraft ist in dir stark.

Was du ausstrahlst als einfache Frau,
als der Frau mitten im realen Leben,
deine Lebensgeschichte ich beschau,
markante Stellen sie wiedergeben.

Dich ließ ich öfters in mir aufhallen,
fiel oft in deine großen Augenfallen,
wirkst so unglaublich zart besaitet,
folge deinem Blick, wohin er gleitet.

Deine Seelentore beginnen aufzuglühn,
dein umschmeichelnd Haar fällt weich,
rosa Lippenpaar geschwungen kühn,
verlockst mich zu dir in dein Reich.

Die Kunst der Fesslung ist dein Part,
der dich versucht, so zart verwahrt,
stell dich mir verschnürt mit Seilen vor,
welch erotischer Anblick im Hanfdekor.

Dein gesamter lebender Frauenleib,
Arme und Beine streng festgezurrt,
mehrfache Knoten aneinandergereiht,
angewinkelte Knie bedrängt im Gurt.

Die Seile halten zusammen deine Haut,
im Seidentuch dein Augenblick gefangen,
deine Brüste verpackt eng straff vertaut,
ein Lederband soll deinen Hals umspannen.

Von den richtigen Händen verschnürt,
kannst du deine Zerbrechlichkeit leben,
wie du dich zersprungen noch spürst
dein Kokon aus Stricken dir Halt gebend.

Fühlst jede Zelle deiner Haut zerissen,
ins Korsett lässt du dich frei fallen,
intensives Engegefühl lässt dich wissen,
du bist lebendig in dir am Widerhallen.

Völlig entrückt aus Raum und Zeit,
spürst du deine ureigenste Essenz,
verlässt in Trance deinen Leib,
schwebst über ihm in Transparenz.

In deinem ausgelieferten Zustand
fühlst du dich freier als je zuvor,
eingewickelt in diesem festen Verband,
kriecht dein tiefstes Unterste empor.

Jede Berührung auf deine Außenhülle
wie ein Stromschlag durch deinen Leib
sinnliche Explosionen deiner Gefühle
bereiten dir unvergesslichen Zeitvertreib.

Du bist wie umami die Würze im Spiel,
verstreust dein Esprit mit deiner Hingabe,
wieder entfesselt, entfaltest dich grazil,
suchst in Streicheleinheiten deine Zugabe.

© meteor 2025
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