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Gedichte über Abenteuer - Seite 44


Merlins Wunderland

Ein Hobbit schreit in seltsamen Zügen:

Herein spaziert,
bei uns wird jeder platziert,
der Lust hat, auf Reisen zu gehen
in eine ferne Welt,
von der so mancher erzählt,
dass da Dinge wie von Geisterhand geschehen.

Dort werden Träume geboren,
die sonst so tief sind verborgen,
tief in eurer Fantasie.
Ihr werdet in Ehrfurcht erfahren,
was einst begab sich vor Jahren,
und staunen über Merlins Magie.

Und dann, bei Kerzenschein,
reicht man euch Speisen und Wein,
dazu erklingt manch schöne Melodie.
Im nächsten Augenblick
seid ihr dem Alltag entrückt
und schwebt im Wandel einer Sinfonie.

Ihr werdet Farben sehen,
deren Strahlen so wunderschön,
bahnend, funkelnd euch den Weg in Merlins Reich.
Und schon nach kurzer Zeit
hat euch ein Zauber befreit,
vergessen alle Sorgen zugleich.

Jedoch nehmt euch in Acht
vor Hellorders dunkler Macht.
Man sagt, er treibt dort manch böses Spiel.
Mit viel List und Geschick
und manchem faulen Trick
verfehlte er bisher noch nie sein Ziel.

Auch Hexe Meta der Nacht
ist nur auf eines bedacht:
Euch als Hüter ihrer Macht zu seh’n.
Hat sie euch erst berührt,
mit ihrer Schönheit verführt,
werdet ihr ihr nicht mehr widersteh’n.

Was gibt’s nun noch zu überlegen,
dies Spektakel zu erleben?
Merlins Wunderland – so heißt unser Reich.
Lasst euch von Merlin inspirieren,
von seinen Elfen verführen,
unsere Mägde teilen euch Leckereien aus.

Und wenn der Abend sich rundet
und der Wein euch mundet,
dann macht es allen laut bekannt:
Es ist so wunderschön,
es möge ewig besteh'n –
zauberhaftes Merlins Wunderland.

Mario Ott
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Meteorschauer

ich raste einst durch den Raum
sah Sterne um mich herum tanzen
eins mit ihnen zu sein mein Traum
mein Wunsch war eine Romanze

eine Meteorin hatte sich in mich verliebt
ich war das Feuer, das ihn ihr loderte
unbemerkt bis es dann geschieht
als ihr inneres Feuer mich eroberte

ohne das wir es fassen konnten
verpassten wir uns so viele Male
vorbei an unzähligen Monden
außen eiskalt, innen unsere Signale

weil unsere Melodie im All erklingt
Gravitation uns zu sich heranzieht
unsere Laufbahn ist vorher bestimmt
die Einsamkeit endlich verfliegt

zwei Meteorschauer kreuzten sich
eine Explosion in der Atmosphär'
inmitten ihnen du und ich
wir kollidierten, stürzten zum Meer

Wind ließ unsere Liebe erdröhnen
streichelte das Verlangen zur Glut
ließ uns zu einem Feuer aufstöhnen
was sich wie Lava in uns entlud

zerbrochen in Millionen Teilchen
sind wir ewige Energien im Tanz
Liebe & Sehnsucht in uns gleichen
als Erdmenschen sind wir ganz

erleben gemeinsame Meteorschauer
mit voller Wucht mitten im Herz
wäre dieses Gefühl doch von Dauer
unser Heimweh zieht uns himmelwärts

im grellen Funkenflug unsere Trennung
wieder entzwei ging unser glühend Kern
was jetzt folgt, ist wie eine Verbrennung
für eine lange Weile sind wir wieder fern

zum Abschied blicke ich zurück
bedanke mich für all das große Glück
auch von allen anderen Lebewesen
die mir hier so kostbar sind gewesen

Tränen verdampfen auf dem Weg
weil mich die Atmosphäre nun hochhebt
seid gewiss ich trage euch bei mir mit
denkt an mich, wer nach oben sieht

unsere Laufbahnen sind vorherbestimmt
so auch, wann wir wieder zusammen sind
warten wir ab, bis unsere Melodie erklingt
unsere Energie gleichen Raum einnimmt

© meteor 2025
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