Zitterfrost

Ein Gedicht von Meteor
Von draußen friert Frost
das Panoramaglas kristallen.
Eis besetzt winterbesproßt
die Fenster mit seinen Literalen.

Im Diesseits verstrickt
ein aufbrausender Wirbelwind
Unverschleierte verquickt,
ihrer Fleischeslust zubestimmt.

Keuchender Atem beschlägt
die Innenseite der Scheiben.
Samtene Haut zitternd bewegt,
leise Seufzer ätherisch treiben.

Neckende Lippen gleiten hinab
zu fröstelnden Schenkeln,
offengelegt ...
Beider Verlangen nackt entfacht,
heißes Berühren beim Drängeln,
feuchterregt ...

Finger umklammern Muskeln.
Warme, zarte Küsse tauen auf.
Elektrisierte Funken huschen
entlang schaurigem Hautverlauf.

Lüsterne Liebende lungern
vorm Spiegel raus ins Jenseits.
Sehen sich im Bild hungern,
erschaudern freizügig gespreizt.

Sie überkommt purer Zitterfrost
durch eisige Nadelhöhepunkte.
Orgastischen Hauch auf Glas gelotst,
ausgelöst von Vulkanausbrüchen.

Leibadrücke auf Fensterscheiben,
Spuren heißkalten Austreibens.
Extreme Temperaturen beschreiben,
was Lustsüchtige innerlich erleiden.

© meteor 2025

Informationen zum Gedicht: Zitterfrost

17.12.2025
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