Zeit

Ein Gedicht von Karin Jünemann
Zeit verrinnt unweigerlich unwiederbringlich wie Sand durch die Finger
Gestern warst du noch ein Kind
Schwupps geschwind du nun da sitzst mit zittrigen Händen und kaputten Knochen
Kannst manchmal nicht mal mehr ein Süppchen kochen
Es fehlt die Kraft und Lebensfreude
Dir genommen durch Stress und Hektik des alltäglichen Wahns
Warf dich schnell aus der Bahn
Wie Es dir wirklich geht danach fragt kein Hahn
Der neue Zeitgeist bricht an
die Menschheit schon beginnt unterzujochen
Immer Raffen bis zum Umfallen
oder Ableben
Aussterben des Miteinander untereinander
Ich nur noch ich
Das ,,Wir\" langsam aber sicher zum Fremdwort wird da
Konsumdenken und Machtstreben immer mehr in den Fokus geraten und sein Recht bestimmt
Alles regelkonform strikt nach neuen Maßstäben der neuen Reform
Alte Moral und angelernte Lehren aus der Kinderzeiten spöttisch
in den Hintergrund ja ins Vergessen gedrängt werden...
Neue Diskette ohne jegliches Verständnis oder Mitgefühl
Total abgekühlt
Jeder sich selbst der Nächste
Wo bleibt da das Gespräch oder die Ansprache?
Werden wir langsam aber sicher zu Marionetten ?
In unsichtbaren Ketten??
Nur noch stummes Nicken oder stur nach vorne blicken?
Während die Uhren unaufhörlich und unweigerlich für uns weiter ticken??
Verkümmert nach und nach das ,,Wir\"??
Ey wir sind doch auch noch wer...
Gegen den Strom der Zeiten zu schwimmen ist nicht schwer...
Auch wenn man mal wieder mit dem Rücken gegen die Wand steht
Es geht...
Wichtig ist und bleibt Es ist dein Leben
Lass dich nicht verbiegen oder gar dich ausbremsen
Vergiss nicht deine Träumen Freiraum zu geben
Vorallem vergiss nicht mit dem Herzen zu sehen...
Lass dich nicht in den Strudel der Zeiten hineinreißen
Zeig dein Gesicht
Du bist Du Seele vergiß Es nicht.



© K.J

Informationen zum Gedicht: Zeit

20 mal gelesen
15.03.2019
Das Gedicht darf unter Angabe des Autoren (Karin Jünemann) für private Zwecke frei verwendet werden. Hier kommerzielle Anfrage stellen.
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