Wasser
Drei Atome hier in enger Bindung
Wasser- und Sauerstoff in Windung
Polar verdrängt ein Artgenosse
Reiß ich hier 'ne neue Posse
Atome geistern, so empfunden
Elektronen drehen ihre Runden
Protonen bewegen sich tief im Kern
Etwas erinnert mich hier an einen Stern
An den Himmel, das Firmament
Wo hier bei mir 'ne Kerze brennt
Der Abend kam heut schnell herbei
Grüble ich bei mir, eins, zwei, drei
Nicht körperlich, die kleinsten Teilchen
Die den Makrokosmos ewig durcheilten
Mehr Energie auf diversen Bändern
Statistisch verteilt bis zu den Rändern
Schon alter Käse, die Theorie
Bietet allzu wenig fürs Genie
Bloß eine Formel soll es sein
Die große Welt wird sogleich klein
Kreise drehen sich, in langer Reihe
Stäbe sehe ich, mit der Augen zweie
Perspektivisch scheints mir, unumwunden
Kugelig, zeitweilig vom Blick durchdrungen
Mal deucht´s mir, es wäre null und eins
Ein Atom, gesehen wurden bislang keins
Fällt mir bei den gereihten Ringen auf
Dass der Blick auf seinem Lauf
Raum und Zeit überwinden muss
Was mich führt zu dreistem Schluss
Dass die Kugel, die ich gesehen
Nacheinander zu verstehen
Der Ring, ohne Anfang oder Ende
Der sich um sein Zentrum wende
Die Folge davon mehrere zu sehen
Kugeln scheibenweise anzusehen
Bringt mich zu dem dreisten Schluss
Dass die Gleichzeitigkeit kein Muss
Einzig aus der Summe resultiert
So der Mensch hier philosophiert
Der Eindruck unseres geraden Sehens
Die Kraft unseres inneren Verstehens
Eine bruchstückhafte Kombination
In seelisch dreist verarmter Situation
***
Die Wahrscheinlichkeit der Transparenz
Vom Geist erwartet in des Menschen Lenz
Sich oftmals verzögert über viele Jahre
Oft erfährt er sie erst auf der Bahre
Wo der Punkt sich zur Linie streckt
Die Linie sich um Kreise eckt
Der Kreis sich mittig überhöht zur Kugel
Die Kugel sich verliert im Zeitenstrudel
Wo der Kreis zum Ringe aufgepolstert
Wo Kreise und Ringe schon verstolpert
Wo Punkt und Gerade harmonieren
Wo Wissenschaftler seitwärts stieren
Da lauert auf des Geistes Funke
Der Sensenmann, der Erzhalunke
Erlöst dann auf der ewigen Schwelle
Die Gedankenbewegung auf der Stelle
© Auris cAeli
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