Vom Sturm übermannt

Ein Gedicht von Sabine Brauer
Prasselnder Regen, heulender Wind,
auf feuchtkalter Erde gebiert sie ein Kind.

Wohin mit der Kleinen, kein Bett steht bereit?
Sie wäscht es mit Tränen und hüllt´s in ihr Kleid.

Es packt sie das Grauen, hält es hier nicht mehr aus,
rennt durch den Sturm, will nur noch nach Haus.

Doch stürzt sie zu Boden, kann nichts mehr sehen,
wird mit dem Baby im Sturme vergehen.

Man trägt sie zu Grabe, der Ehemann weint.
Am Himmel hoch droben die Sonne nun scheint.

© Sabine Brauer

Informationen zum Gedicht: Vom Sturm übermannt

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26.01.2018
Das Gedicht darf unter Angabe des Autoren (Sabine Brauer) für private Zwecke frei verwendet werden. Hier kommerzielle Anfrage stellen.
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