Tu schön

Ein Gedicht von Caeli
Du glaubst nicht wie die Menschen ticken
Wenn sie mit dickem Willen eine neue Seele sticken
Sie streben auf alle möglichen Ziele zu
Vom Doktorgrad bis zum Filou

Ungebeugt und ernster Miene
Zeugen sie sich fleißig wie die Biene
Oder heucheln sich, sind mal smart oder wenig leise
Begeben sich irgendwie so auf ihre Lebensreise

Ungewaschen und parfümiert
Angekleidet, angezogen, ungeniert
Erleben sie an allen Tagen das Schöne dieser Welt
Ja, sind in allen Lebenslagen auf Positives eingestellt

Da gibt es natürlich auch die, die tief in sich gekehrt
Das sind die, für die ausschweifender Genuss schon grundverkehrt
Menschen, die Alle und Alles hinterfragen
Menschen, die die Fakten der weltlichen Sachverhalte nicht ertragen

Und natürlich die Menschen, die keinen festen Willen haben
Die, die sich als Opportunisten durch das Leben tragen
Die, die wie Fähnchen sich im Winde halten
Die ohne Ehre ihr Geschick verwalten

„Tu schön“ sagt man so zu Damen und zu Herrn
Der Gedanke an Schmeicheleien liegt nicht allzu fern
Schmeichelt damit denen, die in Jedem einen Freund zu finden hoffen
Denen, deren Naivität und Glück noch von gar nichts übertroffen

In die Menschen, von denen man zu Wissen meint
Das ihnen jeden Tag die eitle Sonne scheint
Pflanzt man mit „Tu schön“ einen Keim
In ihr Seelenheim
hinein

Der, schweigsam in sensible Hand gesprochen
Wobei die Macht des Handschlags ungebrochen
Dazu führt, dass die Menschen sich im Seelenspiegel selbst erblicken
Sie sich ihres Traums und ihrer eignen Welt entrücken

Und dann Kraft der Worte, die man so in sich führt
Durch die Kraft der Liebe und der Wirklichkeit verspürt
Das „Schöntun“ im Laufe eines Lebens
Sicher sehr oft auch ganz vergebens


© Auris cAeli

Informationen zum Gedicht: Tu schön

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21.02.2026
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