Schicksal nach mehr als 10 Jahre
Ein Gedicht von
Paul Kinzel
2014 habe ich über mein Schicksal geschrieben.
Was ist davon eigentlich geblieben?
Ich bin immer noch kein guter Ratgeber.
Trotzdem spreche ich frei von der Leber.
Ich habe Dir mein Brüderlein noch mehr sagen.
Er wirft für mich rein ins Leben noch einige Fragen.
Zum Beispiel, warum hat sie euer Kind verloren?
Wieso wurde sein Sohn nicht geboren?
Es gibt keine höhere Macht,
die so etwas konnte vollbracht.
Mit Gott hatte er sich schon lange verkracht.
Das Religiöse hatte er schon seit Kindestagen ganz weit weg geparkt.
Hat sie im Gegenteil vielleicht die Hände im Spiel?
Was war für sie eigentlich ihr Ziel?
Für mich gab es seit dem noch viel zu tun.
Ich konnte seitdem nicht mehr ausruhn.
Mit seiner ersten Frau hatte er es schon einmal erlebt.
Sie hatte gesorgt, dass das ihr drittes Kind weg geht.
Nach der erneuten Attacke auf seiner Seele,
irgendwie kamen eigenartige Laute aus seiner Kehle.
Schon zu diesem Zeitpunkt hatte ich große Sorgen.
Ich wollte, das er noch erlebt ein neuen Morgen.
So war mein eigenes Schicksal eigentlich schon vorprogrammiert..
Meinen Bruder im Blick zu halten, das nichts mehr diesbezüglich passiert.
Brüderlein, Dich darf eine Frau mehr anfassen.
Aber er hat ein viel zu großes Herz und kann es nicht lassen.
Zweimal so ein Unglück zu haben,
vermindert nämlich seine guten Gaben.
Ich muss dafür sorgen, das er diese wieder bei sich erkennt.
Deswegen hab ich ziemlich wenig gepennt.
Ich muss dabei auch mal auf mich achten und nicht auf meinen Bruder.
Aber wenn uns Beiden gut geht, ja das wäre wirklich ein Wunder.
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