Ode an den Regen
Du kommst von weiten, grauen Wolken,
wäschst ab des Alltags Staub und Last,
die dürstenden Erden dir dankbar folgen,
die du in weiche feuchte Schleier fasst.
Dein Rhythmus betrommelt die Dächer,
eine Melodie, die sanft die Seele wiegt,
wenn sich in Pfützen und in Bächen
die müde Welt im Spiegellicht widersieht.
Du schenkst dem Boden neues Leben,
machst dürres Gras und Wälder grün,
lässt Knospen sanft im Winde beben
und Blumen im Verborgnen blühn.
Du kühler Segen aus oberen Sphären,
der uns zur Einkehr den Himmel dimmt,
gedenk, dass wir ohne dich nicht wären,
ein Geschenk, das demütig stimmt.
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