Immer Kind {299}

Ein Gedicht von Jacob Seywald
Der Sommer neigt sein Haupt,
dem dunklen Tag entgegen.
Und welch ein Segen überhaupt,
in Sommerzeit zu leben!

Die Askese fordert mich heraus,
mein Verzicht auf Regulierung.
Doch daraus wächst, so schaut es aus,
nur traurige Resignierung.

Ich verliere jede Sicht
und schaue wie ein Kind.
Ich bin es, der sich bricht,
für das Meiste bleib ich blind.

Ich kann Schönes kaum noch greifen,
weil mir das Schöne stets entrinnt.
weil das Schönste sich aus dem erbaut,
was das Leben mir woanders nimmt.

Jacob Seywald XIII

Informationen zum Gedicht: Immer Kind {299}

30.09.2026
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