Herzraub
Ein Gedicht von
Marcel Strömer
Der Kindheit Trug ist längst verraucht,
In graue Klüfte abgrundtief getaucht.
Doch ob der Lenz auch flieht in Hast,
Mein Herz trägt all die Flammenlast!
Die Nächte eisig, starr und blind,
Wie heult um mich der kalte Winde.
Mein Sehnen schreit nach deiner Gunst,
Verzehrt im Wirbel purpurroter Lust.
Und schlägt das Schicksal auf mich ein,
Soll dein lieber Blick mein Anker sein.
Ein Funke nur, der mir erwacht,
Schon ist gebrochen dieser Bann von Nacht.
Das was meiner Kindheit längst verklang,
Wird nun zum neuen Sturmes Drang.
Da tobt mir, lebt es plötzlich laut,
Du hast mein armes, kleines Herz geraubt!
© Marcel Strömer
[Magdeburg, 26.02.2026]
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