Grauer Nebel

Ein Gedicht von Birgit Klingebeil
Ein grauer Schleier, weich und dicht,
zerbricht mir heut' mein Sonnenlicht.
Kein Kummer ist es und kein Schmerz,
nur Traurigkeit erdrückt mein Herz.

Das ist okay, man muss nichts tun,
lässt die Seele mal im Dunkel ruh'n.
Denn erst, wenn man den Nebel spürt,
wird man vom Licht danach berührt.

Einmal tief atmen, für sich ganz allein,
und einmal auch nur schweigsam sein.
Die Welt da draußen gibt sich zu laut,
mir scheint mein grauer Tag vertraut.

So darf man's halten, darf es spüren,
und wird sich doch nicht drin verlieren.
Sich einfach fügen, schwer, doch sacht,
bis dann die Kraft erneut erwacht.



© Birgit Klingebeil
[2026]

Informationen zum Gedicht: Grauer Nebel

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22.05.2026
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