Zu spät

Ein Gedicht von Sonja Dworzak
Ich hab dich im Traum heute lachen gesehen
Doch ich konnte dein Lachen nicht hören.
Alle Bilder, die mir im Geiste erstehen,
Wollten im Herzen versteckt mich betören.

Vergangene Jahre, ich suche die Zeit,
Die verweht ist in Sehnsuchtsgefühlen.
Die Liebe versiegte, du warst nicht bereit,
Dein Herz verharrte erstarrt für mein Leid,
Doch du wolltest die Seufzer nicht hören.

Wo warst du, als jung noch mein Körper war,
Als Wünsche an Bäumen hoch hingen,
Als die Sehnsucht so groß und ich dich nicht sah,
Wo warst du ,als ich trübe Stunden gewahr,
Und kein anderer konnt´ Hoffnung mir bringen.

Doch nun ist mein Verlangen verebbt und verblüht,
Wie ein Stern nachts erscheint und leise verglüht,
Und mein Herz spürt die Regung nicht mehr.

Auch wenn ich im Traume dich weinen würd´ sehen
Werden deine Schwüre und Tränen verwehen,
Denn für reuevolle Liebe ist es jetzt viel zu spät.
©SDR

Informationen zum Gedicht: Zu spät

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02.02.2021
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