Ge(h)fühle(n)

Ein Gedicht von Daniela Leiner
Als könne man mit Sex etwas heilen,
tiefe Wunden im Inneren verweilen,
sie öffnen sich bei jedem Hieb und Stoß,
gebärdengleiche Schreie riesengroß

Als könne man mit Sex etwas vergessen,
Dämonen sich am Lustrausch satt fressen,
sie kommen wieder, getrieben vom Trieb,
auf zu neuem Gesicht folgt der nächste Hieb

Als könne man mit Sex etwas unterdrücken,
geballt kommen sie zurück in Ganzen Stücken,
Gefühle von Wut, Angst, Traurigkeit und Schmerz,
unumgänglich anzunehmen tief im Herz

Erst dann beginnt Heilung,
Dämonen kommen zur Ruh,
alles beginnt sich zu erneuern,
Wunden heilen langsam zu

Informationen zum Gedicht: Ge(h)fühle(n)

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24.07.2026
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