Eigentlich bin ich nicht abergläubig
Ein Gedicht von
Uta Kinzel
Man kann schon etwas abergläubig werden.
Es passiert so viel auf Erden
und selbst bei mir ist es so.
Darüber kann ich nicht sein froh.
Im siebten Jahr verlor ich unser erstes gemeinsames Kind.
Danach war ich wie durch den Wind.
Im 13. Jahre hatten wir uns getrennt.
Habe ich einiges etwa verpennt?
Böse sieben und auch die 13, diese Zahlen sind doch irgendwie magisch.
Nein abergläubig bin ich nicht.
Was passiert ist, ist zwar ziemlich tragisch
aber ich selbst bin ja nur ein kleines Licht.
Es werden auch wieder glücklichere Jahre kommen,
dann kann ich mich wieder im Glück nur noch sonnen.
Auch ich werde meinen Deckel finden,
dann werde ich mich auch wieder binden.
Aberglaube ist bei mir immer noch passee.
Ich glaube nur das, was ich wirklich sehe.
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