Der Bettler

Ein Gedicht von I. Kunath
Im eisig kalten Morgengraun
da blickte ich durch's Tor
und was ich sah ihr glaubt es kaum,
ein Bettler stand davor.

Der Regen fiel auf ihn herab,
mein Herz fing an zu klagen.
Ich nahm mein Kleid und ging hinab.
Was sollte ich ihn fragen?

Der Mann, der da im Regen stand,
zerlumpt und so zerrissen,
ich Mitleid nur für ihn empfand,
wie bang war mein Gewissen.

Ich sah ihn an, sein Weg war hart,
die Wunden ich nicht zählte,
doch durch sein Herze zogen zart,
die bunten Farben seiner Seele!


I. Kunath
phantasie-garten.com

Informationen zum Gedicht: Der Bettler

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21.11.2008
Das Gedicht darf unter Angabe des Autoren (I. Kunath) für private Zwecke frei verwendet werden. Hier kommerzielle Anfrage stellen.
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