Profil von Martina Anders

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Registriert seit dem: 22.06.2015
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Anzahl Gedichte: 108
Anzahl Kommentare: 75
Gedichte gelesen: 82.613 mal
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Titel
8 Rotkraut: versalzen.
Vorschautext:
Ein Wort und versalzenes Rotkraut.
Verstreut sich im Tagtraum kein Schlaf?
Seit her: du hier. Im Kopf gebündelt wie Heu.

Hungerworte: schweigt! Verbrennt euch nicht die Lippen.
Unter dem Feuer:
Tatsachenboden. Meilenweit entfernt.

Zerwürzt, verwirrt und entwurzelt,
die Luft hier oben ist dünn.
Geerdet wird mit rauher, wilder Hand.

...
7 Mohnblütenblues
Vorschautext:
Verweht, die Feder
mit der ich mich dir verschrieb.
Erinnern ist raumlos. Leblos.
Verstaubt!
Dient nicht. Ich weine.
Die ewiggleichen Lieder alter Tränen.
Komm, fahr mit mir fort.
6 Widerstand
Vorschautext:
Dir widerstehen
jeden Tag : ein Versuch
und scheitern. Von Kopf bis Fuß
und über Herz
in deine Worte stolpern,
liegenbleiben, mich in sie betten
und dich träumen: wie du bist.
Dann, wie nach langer Krankheit
mich erheben, ruhelos
dir widerstehen
einen halben Augenblick
und wiederscheitern:
...
5 Unausgesprochen
Vorschautext:
Wenn der erste Schnee fällt,
in diesem fünften Jahr
das uns verleugnet,
in dein kaltes Schweigen,
ist es ein Abschied!

Von Taulippen und Traubenröte.

Wenn du dir dann nicht
noch schnell
Kaminfeuerwärme
in deinen stillen Mund legst,
...
4 Seit du da bist
Vorschautext:
Und manchmal vor dem Schlafengehen,
sprech ich im Dunkel deinen Namen.
Es klingt wie zartes, leises Flehen
nach Geborgensein in deinen Armen.

Und manchmal wenn du fern mir bist,
dann träum ich dich in meine Nähe.
Wo nichts als Liebe für dich ist,
wo ich nur dich, nur dich stets sehe.

Und zärtlich färben die Gedanken
Erinnerung und Traum von dir.
...
3 Ich schenk mich dir
Vorschautext:
Ich denke dein, wenn sich des Winters Flocken
vom Himmel schwingen;
Ich denke dein, wenn sich die nahen Glocken
in Herzen klingen.

Ich sehe dich, wenn auf dem kahlen Ahorn
die Amsel singt;
Am frühen Morgen, wenn aus jedem Korn
dein Bild entspringt.

Ich höre dich, wenn auf den brachen Feldern
der Winde weht;
...
2 Wo du atmest
Vorschautext:
Ach bleib‘ doch noch ein wenig liegen,
der Regen braucht uns heute nicht.
Und alles was es braucht zum Lieben:
ein Blick zu dir, in dein Gesicht.

Ist‘s Istanbul wo ich Dein werde?
Ganz gleich sind mir der Ort, das Land,
weil ich an keinem Platz der Erde
die Heimat deiner Arme fand.

Denn wo du atmest, möcht' ich leben.
Und möcht' mich betten, wo du schläfst,
...
1 Trügerisch
Vorschautext:
Selbstgenügsam schien mein Glück
doch trügt der Schein
-es gehört mir nicht-
Wie klare Weite war die Sicht
aufs Leben nicht
-begrenzt und schwindend klein-
Ach hätt' ich ahnen können,
was uns blüht
Kein Tod, kein Sterben
schiene noch verfrüht.