| Titel | ||||
|---|---|---|---|---|
| 68 | Das Licht | |||
|
Vorschautext: Der Weisheits Blüte strahlt durch dich klärt Sicht und Blick, erreichte mich traf Herz und Geist, spürbare Liebe in dir strahlt Güte und auch Friede Bin ich im Zustand tief versunken und vom Leiden noch ganz trunken hilft dein klares Wort oft weiter loszulassen und stimmt heiter bringst mit Mitgefühl zurück auf Spur bleibst unverfälscht und echt und pur ... |
||||
| 67 | Bleib mir alle Äonen hindurch | |||
|
Vorschautext: Aus Sternenfarben zeichnet sich ein Himmelsbild aus purem Du. Perseidenregen leuchtend klar, Kometenliebe- sie ist wahr! Gleich den Sternen schnuppert sich -für dich- glückstrunken all mein Sehnen. Spanne weit nun deine Flügel, land mir auf dem Venushügel! Lichtjahre haben ausgewartet, ... |
||||
| 66 | Das bist du mir | |||
|
Vorschautext: Mein letzter Gedanke bevor die Dunkelheit sich schlafeswarm eng an mich schmiegt bist immer nur du Solange die Nacht dich in meine liebenden Hände bettet ist nichts verloren |
||||
| 65 | Wenn Güte stirbt | |||
|
Vorschautext: Der kranke Klang erklingt konstant als Weltenschrei in allen Ländern Ein müder Drang verschläft zu lang wird schwer wie Blei kann nicht verändern Respekt verliert und resigniert ... |
||||
| 64 | Deine Hand zu fassen wag ich nicht | |||
|
Vorschautext: Jetzt spür ich dein Gewicht auf mir und nichts ist da was fehlt Dein Duft ist der Begierde Zier und alles was noch zählt Denn Herz und Schenkel stehn dir offen und zärtlich fass ich dein Gesicht dass es nicht endet will ich hoffen ein wenig flackert noch das Licht Und schlafen scheint mir heute Nacht wie eine Zeitverschwendung ... |
||||
| 63 | Endlich Leben | |||
|
Vorschautext: Mein Lieber hast uns so früh verlassen, kein einziger Schrei kam aus deinem Mund Drei Jahre vor meiner Zeit bist du gegangen, ohne zu bleiben. Doch seit heute bist du bei mir und Liebe ist geboren Seit unsere Nähe lebt starben Vergessen und Tod |
||||
| 62 | Wir kommen vom Kurs ab! | |||
|
Vorschautext: Kennst du die Tragweite unserer Begegnung so sag mir, wohin soll sie uns führn? Wir werden verdursten auf stürmischer See denn auch ein halb volles Glas stillt nicht mehr nachdem es zerbrach Unsere Boote scheinen zart besaitet so sag mir, wie viel Gewicht halten sie stand? Prüfst du mir jedes Wort auf der Waagschale und wartest auf das erste das uns zum Kentern bringt? Wir können keine Wogen glätten wenn wir gemeinsam aus dem Ruder laufen! Ich flehe dich an, nimm den Wind aus den Segeln so sieh doch- die Brandung bricht! |
||||
| 61 | Und Wehmut flüstert | |||
|
Vorschautext: Dein Zweifel schmückt mein Sorgenkleid und haucht mir Trennungssilben in meine Leidensfähigkeit was glänzt, wird bald vergilben Im Reigen werfen wir umschlungen einander sanft die Herzen zu im Schweigen einig, leis erklungen ein Liebeslied in tiefer Ruh' Denn Worte sind nicht mehr vonnöten weil Nähe keine Silben braucht ... |
||||
| 60 | Zedernholz und Eichenmoos | |||
|
Vorschautext: Du bist mir Balsam, duftest harzig, nach Zeder und nach Eichenmoos. Vetivergras, so erdig-holzig. Komm- bette dich in meinen Schoß! Essenz wie Moschus, bist mir Nektar, was von dir strömt, mein Elixier. Welch Lust entfacht, es war undenkbar. Ich will dich schmecken, mon plaisier! Komm- koste süß Ambrosia, von Mund zu Mund wird es gereicht. ... |
||||
| 59 | Die Enttäuschten | |||
|
Vorschautext: Wir lebten eine Handvoll Nächte im Mondenschein, die Sinne wach. Dein Herz war krank, weil alles Schlechte vermutet wurde, meines brach in Stücke, Abertausend Splitter, so fasernackt lag es vor dir. Einst süße Sehnsucht wurde bitter, wohl war's nicht Liebe, sondern Gier. |
||||
| 58 | Welten | |||
|
Vorschautext: Es war die Entfernung zweier fremder Welten, so unüberbrückbar, so unendlich fern. Doch wenn sie sich trafen, ließen sie gelten, den andern, so anders, vom anderen Stern. Und anfangs zumindest, als Augen noch glänzten, Pupillen sich weiten, so lustvoll und schwarz, da war es, als ob sie einander ergänzten, als ob sie die Tanne und er frisches Harz. Sie schliefen auf Wolken und speisten Kristalle zum Frühstück bereits- "Setz das Leben aufs Spiel!" ... |
||||
| 57 | Bedingungslos | |||
|
Vorschautext: Ich habe deinen Kummer leergeweint, weil du ihn nicht ertränken konntest. Dein übervolles Leid getrunken, geschäumt mit meiner Wut. Deine Sucht habe ich in meine Tasche gelogen und mein Sehnen verdünnt mit deiner Melancholie. Im Meer kristallklarer Mädchentränen hab ich deinen Kummer gebadet und zugesehen, wie ihr nie trocknen konntet. Und so verschwamm meine Zuversicht wie deine, in einem Fluss aus rotem Wein. Doch als die Stimme deiner Resignation ... |
||||
| 56 | Daseinskreislauf | |||
|
Vorschautext: In jenen tiefen, heil'gen Stunden da nimmst du Abschied von der Welt und monden ist die Nacht erhellt, ach heilt noch rasch, ihr alten Wunden! Los- heile auch, du banger Geist denn jener Körper ist nur Hülle und nichts bleibt dir von aller Fülle, streif ab das alte Kleid, als seist nachhaus gekommen, sorgenlos geboren nun in fremdem Schoß, ... |
||||
| 55 | Weggefährte | |||
|
Vorschautext: Was hab ich bloß für schlichte Gaben! Sind Worte nur, doch ernstgemeint, so vieles wollen sie dir sagen, denn Dankbarkeit ist längst gekeimt. Sie blüht und macht mich leicht verlegen, wie könnt ich mich erkenntlich zeigen? Denn dass du da bist, ist ein Segen, berührt möcht ich mich gern verneigen, vor deiner Sanftmut, deiner Güte der herzigen Bescheidenheit! Wie vieles schon durch dich erblühte, durch deine große Freundlichkeit. ... |
||||
| 54 | Dunkelheit | |||
|
Vorschautext: Schlafen möcht' ich, tagein und tagaus und ruhen, still, in deiner Liebe wie gern ich darin bliebe! Mir träumte ich sei in dir zuhaus. Schlafen möchte ich, nachtaus und nachtein wohlig umnachtet der Verstand wo Ruhe mich nun endlich fand konnt' ich behütet sein im Mondenschein. Schlafen möchte ich, ewiglich könnt ich nur Stille sein und Friede und unendlich tiefe Liebe. Wie Sternenstaub erlös ich mich ... |
||||
| 53 | Samsara | |||
|
Vorschautext: Wir kennen einander seit Olims Zeiten, sind verschwistert und Traute im Leid. Erzählen einander in nachtgrauen Weiten von leerer Tage Sinnlosigkeit. Wir alle haben Wehmut im Schlepptau. Mutter Traurigkeit zieht uns groß. Der Vater, vom Weine azurblau. Die Gier schläft gern im fremden Schoß. Wir kennen einander schon so viele Leben! Gestorben, geboren, und tot. ... |
||||
| 52 | Varanasi | |||
|
Vorschautext: Menschentode gärt es. Am Schauplatz: Sandelholz und Betrug. Tränengewaschen die Safranseide. Ein Augenblick schaut Erkennen. Leerer Kokon krustet Purpurblut. Da- ein Leichentuch trägt Hoffnungsschimmer! Das Herz DICH. Namenlose, wo gingst du, so früh am Morgen? Sie spielen Feuerfangen am heiligen Fluss. Noch verbrennst du nicht. Noch vergehst du nicht. Noch verwehst du nicht. Lichterloh bin ich entflammt. |
||||
| 51 | Als das was hinter mir liegt noch vor uns lag | |||
|
Vorschautext: Alles lag vor mir. Damals, als Regen noch flüsterte und Gras lauter wuchs. Hinter mir, wenig: eine Handvoll Träume, im Nacken dein Atem. Die paar Jahre Leben. Es war dieser Teich in deinem Garten: Moosheimat. Es war der Zaunkönig der mir Vorfreude aus dem Nähkästchen sang. Wir gingen flussaufwärts als der Wind uns die Blätter vor den Mündern verblies. Abends mein Gesicht in deinen Händen war ich alles was vor dir lag. Es war dieses Bild von später: SIE. ... |
||||
| 50 | Ich würde gehen | |||
|
Vorschautext: Ich würde gehen wenn ich mich nur nicht mitnehmen müsste würde ich gehen müsste ich mir dort nur nicht begegnen würde ich gehen wenn ich mich dort nicht verlieren und nicht finden müsste würde ich gehen dahin wo nicht ich bin wo du nichts bist ans Ende von allem, darüber hinaus würde ich gehen ... |
||||
| 49 | Morgenträume | |||
|
Vorschautext: Die Nachtigall, erst lauscht sie still, sie hörte wohl mein leises Flehen: Wie schön es sei, wie sehr ich will! Sie sang von meiner Angst zu gehen. Die Amsel singt uns Morgenlieder. Im Tag erlischt die Dunkelheit. In deinen Armen lieg' ich wieder, in deinem Blick liegt Zärtlichkeit. Wir lieben uns an jenem Morgen in deinem Traum, wir schlafen nicht. ... |
||||