Die Luft über dem Erdreich glüht,
Scharf zeichnen sich die kurzen Schatten,
Es stirbt, was gestern noch geblüht,
Die Lust, die Liebe selbst ermatten;
Der Wüstensonnenstrahlen Wut
Versengt die Wiesen und die Felder,
Nimmt Tieren, Pflanzen, Menschen Mut
Und legt sich bleiern über Wälder;
Die Hitze dräut so permanent,
Ich wünsche mir mit bangem Schweigen,
Dass Kälte steigt vom Firmament
Und sich die heißen Zeiten neigen;
Erst wenn sich Dämmerung ausbreitet
Und Bäume wieder Schutz uns spenden,
Saturn sich zeigt, vom Mond begleitet,
Kann ich den Klagesang beenden;
Nun kühlt der Abendwind die Stirn,
Der Samt der Nacht hüllt sanft mich ein,
Vertreibt das Zweifeln aus dem Hirn,
Ich schlafe wohlig summend ein -
Und flieg beim Träumen hoch hinaus
Über das dunkle Land im Schlummer,
Schau lächelnd auf mein kleines Haus,
Bin weit entfernt von allem Kummer …
M.M.