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Gedichte zu Weihnachten - Seite 347




In der Stadt zur Adventszeit

In der Stadt zur Adventszeit
www.leitheim-gedichte.de
Gedicht - Nr. 877
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Hin zur Stadt ist nun das Bestreben
Menschen und Läden anzusehen.
Parkplatz im Parkhaus rasch gefunden
das Ticket reicht für fast fünf Stunden.
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Über Treppen, Stufen, Steg
zur Innenstadt hin geht der Weg.
Dort Menschen schleppen schwere Taschen
bei Ampel Rot – sie stehen, warten!
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Motoren - Lärm und Abgasduft
geschwängert reichlich davon die Luft.
Menschenmassen, groß das Gedränge
in manchen Läden nun reichlich Enge.
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Aus Reinigung Mantel und Anzug holen
wie schnell schon ist die Zeit verflogen,
zum Uhrmacher - da Uhr defekt
ein Lachsbrötchen danach gut schmeckt.
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Zum Wochenmarkt der Weg dann hin
nach Obst, Gemüse, Gebäck steht der Sinn,
am ersten Stand heiser frischer Zwiebelkuchen
den muss man unbedingt versuchen.
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Mit Geschenken, Lebensmittel eingedeckt
man all die Last zum Auto schleppt.
Inzwischen mich der Hunger plagt
da es Mittagszeit man Tafeln mag.
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Im Restaurant ein warmer Platz
da macht man Rast von all der Hatz.
Gegrillter Fisch mit viel Salat
wie herrlich so ein Einkaufstag.
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Man kann sehr viele Freunde sehen
kann in die Apotheke dann rasch gehen.
Betrachten, auch der Menschen-Hast
ein Gläschen Glüh-Wein versüßt die Rast.
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Die Bücherei noch rasch besuchen
nach einem Krimi kann dort suchen.
Auch eine Zeitung kauft man ein
da informiert der Mensch will sein.
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Auf Rückweg dann Zigarrenduft
von Kuchen, Kaffee voll die Luft.
Ein Kännchen Café noch rasch bestellt
die Sachertorte sie schmeckt, gefällt.
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Im Café kann die Zeitung lesen
erfährt was in der Welt gewesen,
erst spät der Weg zum Auto hin
nach Mittagsschlaf ist nun der Sinn.
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Die Großstadt ist Erlebniswelt
wenn einiges auch nicht gefällt.
Zu Haus auf dem Sofa ruht man aus
dort streck man seine Füße aus.
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Geldbörse leer doch voll der Magen
und auch der Tag voller Behagen.
Alles besorgt auch alles vollbracht
was so am Samstag war angedacht.
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Leitheim – Buchautor Spiegelbild der Seele
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Eine traurige Weihnachtsgeschichte.

Weihnachten 1958 -2008
www.leitheim-gedichte.de
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Es gibt Dinge im Leben die man „niemals vergisst“
(ob vor über 66 oder 16 Jahren selbst erlebt,
und die einem nie mehr loslassen!)
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Eine traurige Weihnacht-Geschichte!
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Die Lichterstadt durchschritt ich damals hoffnungsvoll
festlich geschmückt - grüßte mich jedes Haus,
manch` Weihnachtslied nun aus den Gassen scholl
und Weihnachtsbuden glitzernd und bunt gab es zu Hauff.
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Von Menschenmassen wurde mächtig - ich umspült
da drang aus einer dunklen Ecke - ein zartes Stimmchen mir ans Ohr.
Kauft, doch ihr lieber Mann! - Ein zartes, dünnes - Händchen hielt
ein simples, ärmliches Püppchen - ganz hoch empor.
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Ein Mädchen klein saß dort - im Dunkeln - nicht im Glitzerlicht!
Mit kurzen Zöpfchen - mager und sehr dünnen Kleid,
die Augen braun mit - flehendem bittend - Angesicht
die Arme ausgestreckt zur Höhe, nun hoch - ganz weit!
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Das Püppchen schlicht und klein - auch nicht sehr schön
kein einziges Strümpfchen war am Puppenbein zu sehen.
Am Kopf, der Puppe war zudem ein kleines Loch
es fehlten auch dazu der Puppe ihre Schuhe - noch.
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Da meine Kinder groß - dem Hause und lange schon entlaufen
bedurft ich eines Spielzeugs nicht - ich wollt auch keines kaufen!
Ich wollte nur ganz kurz - meine - Medikamente besorgen,
und so enteilte ich mit raschem Schritt, da selbst auch ich voll Sorgen
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Noch lange klang in meinem Ohr, ganz laut - ihr flehendes Wort
kauft lieber Mann doch! - Bitte, bitte schön!
Recht heiser schon, doch, weiterhin und auch in einem fort
es blieb bei diesem flehenden Kinde aber niemand - stehen.
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Als ich dem Trubel – dem Lichtermeer dann endlich war entronnen
bei einer Kirche hatte ich dann Atem kurz - Rast eingenommen,
ertönte aus der Kirche lautes Lied - ein Lied von Liebe und Barmherzigkeit
da packte mich, mein Herz - ein Ach – ein Weh und großes Leid!
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Ich eilte rasch zurück, entschwunden war jedoch das flehende Kind
nun fühlte ich im Herzen Kälte und den Winter - Wind.
Erinnerung darauf in mir dann böse, schlimm- erwacht
wo selbst ich Kind, einstmals mit dünner Kleidung - kalter „Lagernacht.“
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Erinnerung an Hunger. Kälte, Leid- Armut mit großer Not
kein Spielzeug selbst und nur ein Stückchen hartes, trockenes Brot.
Darauf die Tränen – mir aus dem Auge rannen
da um das „kleine Mädchen - nun große Sorgen“ in mir aufkamen!
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Ich seh das Mädchen mit flehendem Blick dem dünnen Kleid,
in meinen Träumen - auch noch „HEUTE“! Wie es laut, bittet, fleht und schreit.
Kauft – „bitte kauft“ – mir ab - doch lieber Mann.
Wie sie mit dünnen Ärmchen
flehend mir - ihr Püppchen zeigt!
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